Die besten Tweets über Friedrich Merz

Chris Schröder 15.01.2021, 16:15 Uhr

Wer soll die CDU in die Nach-Merkel-Ära führen? Die CDU wählt am Samstag einen neuen Vorsitzenden. Der Präsenz-Parteitag war wegen Corona verschoben und umgewandelt worden und startet heute. 1001 Mitglieder stimmen dazu nun digital ab. Schon im Vorfeld ist klar, dass Friedrich Merz die größten Chancen hat, der Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer zu werden. Er kann sich laut internen Umfragen auf eine breite Unterstützung der CDU-Basis, des Bundesvorstandes der Mittelstands- und Wirtschaftsunion und der Jungen Union freuen. Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Volker Bouffier sprach sich dagegen offen für Armin Laschet aus. Die Spitze der Frauen-Union möchte, dass Laschet oder Röttgen CDU-Chef werden. Daran änderte auch Merz‘ missglückte Initiative „Wir Frauen für Friedrich Merz“ nichts. Gewonnen hat er aber trotz der breiten Unterstützung noch nicht.

Bisher weiß nämlich niemand, wie sich das neue Parteitagsformat auswirkt. Eine digitale Abstimmung zu Hause bedeutet eben auch, dass – anders als sonst – anwesende Familie oder Freunde darauf Einfluß haben könnten. Daher rechnen viele Politik-Beobachter mit einer Stichwahl. Problematisch ist auch, dass keiner der drei Kandidaten in der Öffentlichkeit als Kanzlerkandidat geeignet zu sein scheint. In einer Umfrage für das ZDF-Politbarometer, die heute veröffentlicht wurde, trauten das die Befragten nur dem CSU-Chef Markus Söder zu. Kein Wunder, denn Röttgen blieb bislang eher blass und hat eher den Ruf eines Außenseiters. Laschet dagegen fiel zuletzt wegen seiner Corona-Politik und seinen Verstrickungen zu Tönnies oder Van Laack nicht immer positiv auf. Und dann ist da eben noch Friedrich Merz, der die CDU wieder auf ihren alten Kurs zurückbringen will, der die Mitte mit dem rechtskonservativen Teil versöhnen möchte und wahrscheinlich hofft, dass die nächste Bundesregierung eine schwarz-gelbe sein wird. Seine Statements sind oder waren polarisierend und oftmals sehr populistisch, was ihm den Spitznamen „Deutscher Trump“ eingebracht hat. Seine Lobbykontakte sind in höchstem Maße bedenklich. Sein Frauenbild ist so überholt wie sein wirtschaftliches Heilmittel der Privatisierung. In seinem aktuellen Buch geht es neben wirtschaftspolitischen Träumereien um die Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremen, die Bekämpfung des „politischen Islams“ und um die Stärkung der deutschen Polizei. Eine Vermögenssteuer lehnt er ebenso ab wie die Aufnahme weiterer Geflüchteter, die momentan in den Elendslagern frieren müssen. In der breiten Öffentlichkeit ist er damit auch der unbeliebteste Kandidat. CDU-intern erhofft man sich durch ihn, verlorene Wähler von der AfD zurückholen zu können. Ob das überhaupt noch gelingen kann?

Morgen wissen wir zumindest, wer die Wahl gewonnen hat, und werden bei Bedarf ein weiteres Themenspezial für euch zusammenstellen. Hier haben wir erstmal die interessantesten Tweets der letzten Wochen über Friedrich Merz zusammengetragen.

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