#JanaausKassel – Eine Querdenkerin vergleicht sich mit Sophie Scholl

Kein Vergleich scheint den Querdenkern zu absurd zu sein, um ihren „heldenhaften Kampf gegen die Corona-Diktatur“ zu verdeutlichen. Natürlich ist es das Recht eines jeden Bundesbürgers, die Corona-Politik wegen ihren Einschränkungen infrage zu stellen. Aber immer wieder wurden in den vergangenen Wochen auf den Querdenker-Demonstrationen absurde Parallelen konstruiert. Letzte Woche erst verglich sich ein junges Mädchen mit Anne Frank, weil die Gäste bei ihrer Geburtstagsparty aus Angst vor einer Anzeige der Nachbarn leise sein mussten. Diesen Samstag legte eine junge Frau – Jana aus Kassel – gleich noch eine Schippe drauf und verglich sich mit der Widerstandskämpferin Sophie Scholl, die bekanntlich von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Seit Monaten ist sie aktiv im „Widerstand“, weil sie auf Demos geht, Reden hält, Flyer verteilt und Protestveranstaltungen anmeldet.

Das ist Jana:

Das Video ihrer Ansprache ging innerhalb kürzester Zeit viral. Heimlicher Star des Mitschnitts ist der Ordner, der angesichts der Ansprache seine Warnweste auszieht und die Veranstaltung verlässt.

Es ist schon ziemlich unverfroren und geschichtsvergessen, mit pietätlosen Vergleichen zu Opfern des Nationalsozialismus gegen die Bundesregierung zu protestieren, während man Seite an Seite mit Holocaustleugnern und Rechtsextremen marschiert. Einmal mehr haben die Querdenker gezeigt, dass man sie nicht ernst nehmen kann. Die Empörung über Janas Aussagen schlug Samstag und Sonntag hohe Wellen. Gleichzeitig zweifelten jedoch auch einige User, ob ein Shitstorm das richtige Mittel sei.

Wir haben die treffendsten Reaktionen auf Twitter zusammengetragen.

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https://twitter.com/kattascha/status/1330400275136438272

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