Thread: Behördendeutsch für Anfänger

Chris Schröder 26.01.2023, 11:53 Uhr

Beamtendeutsch – die Sprache, die viele Menschen in Deutschland hassen und gleichzeitig lieben. Warum? Weil es eine Art Geheimsprache ist, die nur Eingeweihte verstehen. Einige sagen, dass es eine Art Abkürzungssprache ist, andere behaupten, dass es einfach nur kompliziertes und langatmiges Kauderwelsch ist. Aber was ist Beamtendeutsch oder auch Behördendeutsch eigentlich? Es ist die Sprache, die Beamte und Angestellte in öffentlichen Verwaltungen verwenden. Sie ist geprägt von Fachbegriffen, Abkürzungen und laaaaaangen verschachtelten Sätzen. Manchmal klingt sie, als ob ihre Verwender*innen absichtlich nicht verstanden werden wollen.

Es gibt jedoch auch eine positive Seite am Beamtendeutsch und wir meinen hier nicht die juristische oder gar verwaltungstechnische Sicht, immer auf der sicheren Seite zu sein. Nein, man kann die Behördensprache wunderbar für einen unterhaltsamen Twitterthread einsetzen. Das glaubt ihr nicht? Na dann passt mal auf, was der Twitteruser, Journalist, Autor und Beamtenflüsterer Lorenz Meyer daraus gemacht hat.


Bei Alkoholkonsum bitte mit Z beginnen und das Alphabet rückwärts aufsagen

Hierzu ist jedoch ein Jagdschein erforderlich

Aushängeschild an der Bezirkskasse

Klingt nach einem Motto für Berlin

Besonders gut für Pommes geeignet

Innerorts gilt darüberhinaus Tempo 30

In den Wintermonaten ist dieser Abschnitt jedoch recht kurz

Gilt auch für Heißluftfritteusen

Und muss nach EU-Recht ordnungsgemäß entsorgt werden

Bitte regelmäßig polieren

Lang lebe der Kunde

Außerdem kackt er sich im Sommer zur Abkühlung auf die Füße

Regelmäßiges Duschen könnte helfen

Gilt auch für Wartezimmer von Behörden

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! Wo wir gerade dabei sind, schaut doch noch hier rein:

Termine wieder im zweiten Quartal 2034: Die treffendsten Tweets über Ämter und Behörden

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