Thread: Alltag eines Intensivmediziners

Bezahlte Arbeit ist das Fundament unserer Gesellschaftsordnung. Um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten, müssen wir – sofern wir gesundheitlich dazu in der Lage sind – alle arbeiten. Während Jobs eher Tätigkeiten sind, die man kurz- oder mittelfristig ausübt, um genau das zu erreichen, hat man sich bei der Ergreifung eines Berufes intensiver Gedanken darüber gemacht, wohin die Reise gehen soll. In den meisten Fällen ist diese Entscheidung nämlich auch mit einer Ausbildung oder einem Studium verbunden, das es zu absolvieren gilt. Warum wir das hier schreiben? Es gibt in unserer Gesellschaft sehr viele bezahlte Tätigkeiten, die über den Begriff „Beruf“ hinausgehen, weil der Lohn eine untergeordnete Rolle spielt.

Bestimmte Arbeiten und Dienstleistungen sind so dürftig bezahlt oder werden unter so widrigen Bedingungen ausgeübt, dass sie mittlerweile nicht mehr ohne Menschen auskommen, die sich zu diesen Tätigkeiten berufen fühlen. Zur Berufung wird eine Tätigkeit dann, wenn man sich mit ihr identifizieren kann, wenn sie einen erfüllt und wenn man sie gern macht. Diese Beschreibung trifft auf nahezu alle Sozialberufe zu. Und weil die Politik nichts oder wenig dafür tut, diese Berufe attraktiver zu gestalten, sind diese immer häufiger auf Menschen angewiesen, die sich zu ihnen berufen fühlen. Dafür wollen wir euch heute ein Beispiel liefern. Wenn ihr jetzt auch zuerst an den medizinischen Bereich gedacht habt, liegt ihr richtig.

Ob Ärztinnen, Ärzte, MFAs oder Pflegende im Allgemeinen, das sind Menschen, bei denen die Patient*innen im Mittelpunkt ihrer Arbeit und manchmal auch ihres Daseins stehen. Wie so ein Leben als Arzt aussieht, wenn die Personaldecke immer dünner wird und man immer mehr kompensieren muss, das zeigt euch nun der Twitteruser, Chirurg der Herzen und Intensivmediziner @Lam3th in seinem folgenden Thread.

Das sagen andere User:

Hand hoch, wem es auch die Sprache verschlagen hat. Könntet ihr euch vorstellen, den Arztberuf unter diesen Bedingungen auszuüben oder würdet ihr kündigen? Was die Leserinnen und Leser dazu zu sagen hatten, darf hier natürlich nicht fehlen. Wir haben ein paar der treffendsten Kommentare und Reaktionen für euch zusammengetragen:

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! Passend dazu haben wir noch das:

Thread: Service ist inklusive

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