Thread: Ich habe einen Burnout

Die Coronapandemie mit ihren Lockdowns und Herausforderungen hat bei den Menschen deutliche Spuren hinterlassen. Sie hat uns verändert und uns mental ausbrennen lassen. Existenzängste, fehlende persönliche Treffen mit Freunden und Verwandten, die Angst, dass Angehörige und Freunde erkranken können und für viele Eltern natürlich die Doppelbelastung aus Homeoffice und Homeschooling bzw. Kinderbetreuung im Allgemeinen. Die daraus resultierenden Konflikte zwischen Arbeit und Privatem haben besonders Alleinerziehenden und Beschäftigten in sozialen Berufen stark zugesetzt und ihre Psyche belastet. Und auch wer glaubt, nicht von Burnout, Angststörungen und Depressionen betroffen zu sein, hat dennoch mit hoher Wahrscheinlichkeit die Vorstufe davon im letzten Herbst und Winter schon erlebt: emotionale Erschöpfung.

Einigen ist die seelische Überlastung gar nicht so sehr bewusst, obwohl sie teils mit psychosomatischen Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Magen- und Darmbeschwerden zu kämpfen haben. Sie trösten sich mit Sätzen wie: „Das wird schon wieder“ oder „Ist doch nicht so schlimm“ und „Anderen geht es viel schlechter als mir“. Einige verdrängen ihre Probleme bis zum Zusammenbruch, andere versuchen, sich rechtzeitig Hilfe zu holen. Beide stoßen jedoch an dieselben Grenzen unsere Gesundheitssystems: Den Mangel an Therapeuten und Therapieplätzen. Nicht zu vergessen, dass es Ärzte gibt, die lieber Tabletten verschreiben oder ernste psychische Probleme gar nicht erst erkennen. Twitteruserin @Hummelfee5 schildert in dem nun folgenden Thread ihre Erfahrungen auf der Suche nach Hilfe, bei ihrem Kampf gegen den Burnout nach anderthalb Jahren Pandemie.

Das sagen andere User:

Die gesundheitlichen Langzeitfolgen der Pandemie werden auch die nächsten Jahre noch auf der Tagesordnung stehen. Man kann nur hoffen, dass allen Betroffenen schnellstmöglich geholfen wird. An dieser Stelle haben wir ein paar der treffendsten Reaktionen für euch zusammengetragen.

Wie es um die Psyche in der Pandemie bestellt ist, hatten wir bereits in einem anderen Thread thematisiert, in der eine Psychiaterin zu Wort kam. Falls ihr ihn noch nicht gelesen habt, könnt ihr das nun hier nachholen:

Thread: Wie sieht es mit der Psyche in der Pandemie aus?

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