Thread: Über die Geldgeber unserer Parteien

„Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing“. So sagt es zumindest ein bekanntes Sprichwort. Ob das auch in Bezug auf die Finanzierung von Parteien durch Spenden zutrifft, sollte jeder für sich selbst beurteilen. Eine kleine Entscheidungshilfe hat abgeordnetenwatch.de mit einem Thread geliefert.

Am Mittwoch hat die Verwaltung des Deutschen Bundestags die Rechenschaftsberichte der Parteien veröffentlicht. Darin sind alle sogenannten „Zuwendungen“ aufgeführt. Also fast alle. Okay, eigentlich nur die ab einer Höhe von 10.ooo Euro. Bisher waren lediglich diejenigen Spenden bekannt, die über 50.000 Euro lagen und daher unverzüglich gemeldet und veröffentlicht werden mussten. Ein Bruchteil, wie man sich wohl denken kann.

Und alle klugen Köpfe und Wirtschaftsbosse, die sich jetzt „Mensch, dann überweisen ein paar Familienmitglieder, Tochtergesellschaften und ich eben ein paar mal 9.999 Euro, statt der großen Einzelsumme und schon stehe ich nicht im Rechenschaftsbericht“ denken: Könnte funktionieren…

Doch zurück zum großen Geld: Im Wahljahr 2017 kassierten die im Bundestag vertretenen Parteien rund 26 Millionen Euro aus der Wirtschaft. Von Unternehmen, Verbänden und anderen solventen Organisationen, von juristischen Personen also. Betrachtet man das Spendenaufkommen aus dem Jahr 2017 gesamt, so beläuft sich die Zuwendungssumme an die Parteien auf 90 Millionen Euro. Den größten Anteil machen hierbei die Spenden von Privatpersonen, also natürlichen Personen, aus. Ganz schönes Sümmchen für so überhaupt keine Gegenleistung, oder? Hier der Thread von Abgeordnetenwatch:

 

 

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Weitere Informationen findet Ihr hier:

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