Thread: Entscheidungsfindung im Familienrat

Seit Wochen kritisierten Lehrer- und Elternverbände, dass die Schulen weiterhin im Normalbetrieb laufen. Das Allheilmittel Stoßlüften sorgte für zusätzlichen Frust und kalte Klassenzimmer. Keine Luftfilter, kein digitales Homeschooling. Stattdessen pochte man stur auf Präsenz- und Schulpflicht. Zuletzt war über eine Vorverlegung der Weihnachtsferien um ein paar Tage heftigst gestritten worden. Doch nun, wo sich ein bundesweiter harter Lockdown vor Weihnachten abzeichnet, kommt auch beim Thema Schulen Bewegung in die Sache. In NRW wurde wegen der Coronavirus-Krise die Schulpflicht zwar nicht aufgehoben, die Präsenzpflicht wurde jedoch gekippt. Und zwar schon ab Montag, den 14. Dezember.

Konkret heißt das für die Klassen 1 bis 7, dass Eltern ihre Kinder freistellen können. Schüler ab der Klasse 8 sollen ganz zu Hause bleiben und dort unterrichtet werden. Zusätzlich werden die Weihnachtsferien mit unterrichtsfreien Tagen verlängert. Komplett schulfrei ist in NRW nun vom 19. Dezember bis 10. Januar. Die Entscheidung kam gestern so schnell und unerwartet, dass Schüler, Eltern und Lehrer praktisch keine Zeit hatten, sich darauf vorzubereiten. Neben der organisatorischen Problematik, dass die Lehrer keine Chance hatten, den Schülern Aufgaben mitzugeben, kommt noch das menschliche Problem, dass die Schüler ihre Freunde nun länger nicht mehr sehen werden und keine Gelegenheit hatten, sich zu verabschieden. Um ihre Kinder nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen, berief @mamigration den Familienrat ein. Was sie mit ihrer Familie besprochen hat, lest ihr nun in diesem Thread.

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