FDP-Parteitag: Sexismusvorwürfe gegen Christian Lindner

Ein Jahr vor der Bundestagswahl hat FDP-Chef Christian Lindner seine Partei neu aufgestellt. Sein Ziel ist es, dass die Liberalen, die in allen derzeitigen Umfragen gerade so auf 5 % kommen, wieder Regierungsverantwortung im Bund übernehmen. So weit, so gut. Die wichtigste Personalie dafür sollte aber die Wahl des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministers Volker Wissing zum neuen FDP-Generalsekretär sein. Das klingt zunächst einmal unspektakulär, hat aber einen Haken. Die bisherige Amtsinhaberin Linda Teuteberg musste auf massiven Druck Lindners vorzeitig zurücktreten. Sie war erst vor einem Jahr mit überwältigenden 93 Prozent gewählt worden. In der politischen Auseinandersetzung galt sie aber eher als gemäßigt und in den Medien als zu zurückhaltend. Offiziell begründete der Parteichef diesen Personalwechsel mit der stärkeren Fokussierung auf den Wirtschaftsbereich wegen der Corona-Krise. Inoffiziell gilt die FDP seither als elitärer Männerclub, in dem Frauen oft nur Nebenrollen spielen. Dieses Image sahen am Wochenende viele Menschen bestätigt, als Christian Lindner in seiner Parteitagsrede über Linda Teutenberg eine Bemerkung machte, die im Netz und in der Presse vielfach als sexistisch gewertet wird. Der Parteichef selbst spricht von einer missverständlichen Formulierung.

Um diese Passage geht es:

Christian Lindners Reaktion dazu auf Twitter:


Am Montag entschuldigte er sich zudem in einem Interview mit dem Fernsehsender RTL für seine Wortwahl. Es tue ihm leid. Er habe lediglich seine Rede auflockern wollen. Das Image als ewiger Männerclub mit Frauenproblem wird den Liberalen wohl noch ein bisschen länger anhaften, auch wenn die Verantwortlichen wie FDP-Vize Wolfgang Kubicki das nicht hören wollen.
Wir haben uns die Tweets der letzten Tage angesehen und die treffendsten Reaktionen für euch zusammengetragen.

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