Der Bus fährt immer um zehn nach: 13 treffende Tweets über das Dorfleben

Max Kilian 01.04.2021

Wir müssen uns gleich zu Beginn bei vielen Dorfkindern für eine kleine Flunkerei entschuldigen: Der Bus fährt nämlich natürlich nicht „immer“ um zehn nach, sondern nur in den Dörfern, die überhaupt an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen sind. Und das sind hierzulande bekanntlich bei weitem nicht alle. Wer absolut nicht nachvollziehen kann, warum das auch im Jahr 2021 noch immer so ist: Das für die Verkehrswende in erster Buslinie verantwortliche Verkehrsministerium ist seit geraumer Zeit fest in CSU-Hand und das „Ö“ in CSU steht bekanntlich für öffentlichen Nahverkehr. Stimmt’s Herr Scheuer? Für alle, die also wieder einmal etwas länger auf den Bus oder den Kumpel mit dem Traktor warten müssen, um in die große Stadt zu gelangen, kommen hier 13 Tweets über das Dorfleben. Viel Spaß und noch etwas Geduld!

#1: Treffpunkt ist der Dorfplatz. Bringt ruhig Mistgabeln und Fackeln mit!

#2: Der grüßende Psycho aus dem dritten Stock:

#3: Vollkommen richtig, oder?

#4: Meist ist in der Dorfkneipe ja die Cola aus, aber vom Rum ist noch ausreichend da.

#5: Ehrlich, ISSO!

#6: Falls der ein oder andere Bestatter gemeinsame Sache mit dem örtlichen Caterer machen möchte und noch einen passenden Slogan sucht:

#7: Wenn diese Meldung noch nicht auf jedem Dorf angekommen ist: Vor ein paar Wochen ist der NASA-Rover „Perseverance“ auf dem Mars gelandet.

#8: Unionsabgeordnete auf dem Dorf hassen diesen Trick.

#9: Ach, geh mir weg mit diesem neumodischen Hipsterzeug …

#10: Und außerdem ist der Heinz auf dem Rad meist nicht so ganz nüchtern!

#11: Was in der Stadt wohl einen Polizeieinsatz provozieren würde, ist auf dem Dorf einfach total normal:

#12: Weiß da jemand was?

#13: In irgendeiner Großstadt wäre das Auto nun eine 4-Personen-WG, die für 500 Euro kalt noch drei weitere Mitbewohner*innen sucht:

Unser Fazit: Wer jetzt nicht unbedingt jeden Tag Internet oder ein zuverlässiges Transportmittel in die Stadt benötigt, ist auf dem Land einfach hervorragend aufgehoben. Im Gegenzug gibt es dort in den meisten Fällen tatsächlich noch so etwas wie Solidarität oder Hilfsbereitschaft. Als Tauschmittel empfehlen wir, stets eine Flasche hausgemachten Likör oder Schnaps im Keller zu haben – oder die kleinen Geheimnisse der Nachbarn zu kennen.

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