Kleine und große Hürden des Alltags

Chris Schröder 30.11.2023, 13:28 Uhr

Der Alltag ist geprägt von einer Vielzahl an Tätigkeiten, die scheinbar einfach und routinemäßig erscheinen. Und dennoch gibt es vermeintlich banale Handlungen und Alltagssituationen, die bei vielen von uns großes Unwohlsein auslösen können. Die Aufgaben und Anlässe sind dabei vielfältig und individuell verschieden. Die Unbehaglichkeit dabei gründet oft auf inneren Hürden und Konflikten, die mit diesen alltäglichen Aufgaben einhergehen. Was dem einen leicht fällt, ist für den anderen ein unüberwindbarer Graben. Warum das so ist? Nun, der Mensch ist nun mal keine Maschine.

Eine der einfachsten, aber für einige Menschen herausforderndsten Tätigkeiten ist dabei das Telefonieren. Das Abheben des Hörers und das Führen eines Gesprächs können zu einem regelrechten Kraftakt werden. Soziale Ängsten, die Furcht vor Missverständnissen oder die Unsicherheit, nicht die „richtigen“ Worte zu finden, können innere Barrieren schaffen, die diese scheinbar normale Handlung zu einem unangenehmen Erlebnis machen. Auch das Treffen neuer Menschen kann für einige zu einer regelrechten Belastung werden. Der Smalltalk, das Finden gemeinsamer Gesprächsthemen und die Furcht vor Ablehnung können den Genuss von sozialen Interaktionen erheblich beeinträchtigen. In der Folge werden selbst gesellschaftlich akzeptierte Situationen zu Herausforderungen, die das emotionale Gleichgewicht stören. Selbst einfache organisatorische Aufgaben können Unwohlsein auslösen. Die scheinbare Leichtigkeit des Zeitmanagements oder das Erstellen einer Einkaufsliste können für manche Menschen zu einem quälenden Prozess werden. Hinter dieser Unbehaglichkeit stehen oft Perfektionismus, die Angst vor Entscheidungen oder die Furcht vor dem Versagen.

Im Streben nach Effizienz und Perfektionismus vergessen wir oft, dass es wichtig ist, auf unsere inneren Bedürfnisse und Gefühle zu achten. Nicht selten stehen uns auch die vermittelten familiären oder gesellschaftlichen Normen im Weg. Jeder Mensch hat seine individuellen Herausforderungen und Hürden des Alltags. Es ist wichtig, diese Tatsache anzuerkennen und uns nicht darüber lustig zu machen. Letztendlich sind es gerade die menschlichen Aspekte, die den Alltag bunt und vielschichtig machen. Der nachfolgende Thread von @ed_ju1es und die zahlreichen Antworten darauf verdeutlichen eindrucksvoll, dass Alltagshürden sehr weit verbreitet und überhaupt kein Grund sind, sich zu schämen. Hinterlasst uns doch einen Kommentar, was euch besonders schwerfällt.

Der Klassiker

Ja, ja und ja

Das schlechte Gewissen, jemanden im Stich zu lassen

Ihr kennt das

Eine der schwierigsten Disziplinen

Vier schwierige Level

Ist aber auch nicht besonders toll

Die Macht der Gewohnheit

Klingt bekannt

Warum ist das nur so schwer?

Verdächtig

Maximal unangenehm

Knigge hat sich eingeloggt

Kontrolle abgeben ist generell schwierig

Wie verhält man sich da genau?

Wo wir gerade bei schwierigen Alltagsdingen sind, schaut doch noch hier rein:

Wann ist Abgabe? 13 gestresste Tweets über Deadlines

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