Wie viel Druck darf man auf Kinder ausüben?

Ausdrucksstarke Collage zum Thema Kinderzimmer aufräumen, Haushaltsaufgaben und Erziehung: Im Zentrum knien eine lächelnde Mutter und ihre junge Tochter in Schwarz-Weiß auf dem Boden, scheinbar voller Vorfreude auf den Hausputz. Die Kleidung und Putzutensilien treten farblich extrem stark hervor: Beide tragen zartrosa Oberteile und leuchtend gelbe Putzhandschuhe. Die Mutter trägt eine knallgelbe Schürze und hält ein pinkes Putztuch in die Höhe, während die Tochter in einer braunen Schürze motiviert eine Spülbürste und eine pinke Sprühflasche präsentiert. Vor ihnen steht ein Eimer mit weiteren bunten Reinigungsmitteln. Das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisiert pointiert das utopische, völlig harmonische Idealbild des gemeinsamen Aufräumens, das ironisch im starken Kontrast zur oft stressigen Realität und den ewigen Diskussionen im Familienalltag steht.
anatoliycherkas, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Gibt es hier Menschen, die gerne aufräumen? Okay, zweimal im Jahr überkommt es einen vielleicht. Meistens im Frühling, wenn die Sonne wieder herauskommt und für eine große Portion Elan sorgt, um endlich klar Schiff zu machen. Aber ansonsten ist die ewige Räumerei doch einfach nur lästig, oder? Wer liegt denn nicht lieber auf der Couch oder verbringt einen schönen Abend mit Freund*innen, statt die Wohnung aufzuräumen?

Und diese Abneigung beginnt schon im Kindesalter. Denn sind wir ehrlich: Kinder, die freiwillig und gerne ihr Zimmer aufräumen, sind noch schwieriger zu finden als Erwachsene. Genau aus diesem Grund liegt hier in fast allen Familien Konfliktpotenzial. Wie geht man damit um, wenn der Nachwuchs sich weigert, das Chaos zu beseitigen? Die Threads-Userin @beziehungvorerziehung hat selbst als Kind keine allzu schöne Erfahrung diesbezüglich gemacht und handhabt es mit ihren eigenen Kindern nun anders. In ihrer Community sind die Meinungen dazu gespalten. Wir haben die ganze Story und die treffendsten Reaktionen für euch gesammelt.

Als Teenager wurde es immer geschimpft dass mein Zimmer ein Schweinestall ist. Meine Mutter hat sich geweigert darin aufzuräumen, damit ich es lerne. Es lief darauf hinaus, dass nie aufgeräumt wurde, außer meine Oma kam vorbei und machte richtig klar Schiff

Daraus gelernt habe ich nichts. Außer Beschämung, Trauer und Wut. Als Erwachsene tat ich mich super lange Ordnung zu halten und auch heute mit 40 kann ich nicht gut putzen. Bei meiner Tochter mache ich es anders

Ich animiere sie zwar auch zum aufräumen, aber wenn das nicht passiert, mache ich, im Gegensatz zu meinen Eltern ihr Zimmer mit sauber, mache das Bett usw. Damit das Gefühl lernt, dass eine ordentliche Umgebung SCHÖN ist. Ich beschäme sie nicht und schimpfe nicht.

Ich weiß nicht worauf das hinaus läuft oder ob das richtig ist. Aber wenigstens weiß ich, was es NICHT ist

Haben wir alle mal gehört, oder?

"Wenn du nicht aufräumst, nehm ich einen großen Sack und dann schmeiß ich alles weg."

Bei wem klappt das?

Öhm als Teenie sollte man schon mindesten 8 Jahre sein Zimmer selbstständig aufräumen. Da braucht man doch keine Mama zu

Fiese Strafe

Bei mir war „Geh auf dein Zimmer und räum auf!" immer eine Bestrafung. Einmal zu Ostern durfte ich nicht raus zum Ostereier suchen, weil mein nach meiner Façon aufgeräumtes Zimmer, nicht dem Sauberkeitsempfinden meiner Mutter genügte. Bis heute habe ich enorme Problem meine Wohnung ordentlich aufzuräumen, weil ich das immer nur mit immens negativen Gefühlen verbinde. Es ist echt so ein Krampf.

Stimmt auch irgendwie

Hm... super! Sie lernt, dass es jemand anderes für sie macht, wenn sie nur lange genug nichts tut.

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Kinder lernen indem man es ihnen vorlebt und ihnen hilft. Es nützt nicht zu schimpfen. Meine Kinder bald 6 und 3 können in einer aufgeräumten Umgebung viel besser spielen. Sie werden dann richtig kreativ. Und am Abend räumen wir gemeinsam auf. Den Rest mache ich, also Betten, Staub wischen, saugen etc.

Lieben wir

Ein Streber hält Ordnung, ein Genie BEHERSCHT das Chaos *MEINElogik*

Erfolgsrezept?

Bis meine Kinder so 8 waren, haben wir zusammen die Zimmer aufgeräumt. Danach waren sie selbst verantwortlich, denn außer Staubsaugen habe ich nichts mehr gemacht. Lag was auf dem Boden, hab ich drumrum gesaugt. So ab 12 mußten sie auch selber saugen. Ich hab mich da nicht mehr drum gekümmert - nicht mein Zimmer, nicht mein Ding. Tür zu und gut. Vorallem beim Großen war echtes Chaos. Alle paar Wochen bekam er einen Putzanfall und hat sein Zimmer gewienert. Nach einer Woche war davon nichts mehr

zu sehen. Heute ist er 29, hat seit 10 Jahren eine eigene Wohnung und da sieht es aus wie geleckt. Alles steht und liegt an seinem Platz, ein Vorteil, wenn man allein lebt. Am WE ist immer Großputz angesagt. Da ich eine Mutter hatte, die öfter mal in ihrer Wut unter Beschimpfungen alle Schrankinhalte auf den Boden geworfen hat, weil ihr was nicht paßte, habe ich diesen Weg gewählt und für richtig befunden und rückblickend würde ich es wieder so machen. Meine Kinder sehen das auch so.

Warum tun sie das?

Wenn meine Eltern stolz gesagt haben wenn ich aus der Grundschule kam, sie haben mein Zimmer aufgeräumt, war alles und ich meine wirklich alles vom Kleiderschrank über Schulzeug bis hin zu Tellern usw. auf einem riesigen Haufen geworfen u was nicht bis zum Abend ordentlich zurück in den Schränken war, landete im Müll was soll ich sagen, gelernt hab ich daraus auch nichts Gutes ..

Dafür hatte sie sicher andere Stärken

Meine Mutter war leider keine " Hausfrau", putzen war auch nicht ihre Stärke!. Bei uns war es immer ziemlich unordentlich. Gerade deshalb sind wir 3 Schwestern besonders ordentlich. Wir haben uns oft geschämt. In anderen Haushalten stört mich das überhaupt nicht. Jeder, wie er kann und will!

Nur wann ist dieses "irgendwann"?

Ich habe meiner Tochter beigebracht wie man aufräumt. Was räumt man am besten zuerst weg, Staubsaugen, etc... Jetzt mit knapp 15 sieht ihr Zimmer auch wüst aus, von sauber ist es weit entfernt. Aber sie schlägt jedes Angebot auf Hilfe aus. Insofern ist es teilweise auch so ein Teenieding. Schimpfen hilft da nicht. Animieren, unterstützen und irgendwann macht es hoffentlich klick6
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