Auf frischer Tat ertappt: Schüler ernten eine Standpauke

Ausdrucksstarke Collage zum Thema Zivilcourage und Erziehung: Im Vordergrund steht eine streng und tadelnd blickende Frau in Schwarz-Weiß mit verschränkten Armen. Sie trägt einen leuchtend pinken Pullover. Hinter ihr sind zwei Jungen in Schwarz-Weiß zu sehen: Einer trägt ein knallgrünes Poloshirt und blickt ertappt sowie leicht erschrocken, der andere trägt ein hellblaues T-Shirt, hat die Arme verschränkt und schaut eher trotzig drein. Weiße Blitz-Icons zwischen ihnen und das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisieren pointiert die angespannte Situation, die nötige Standpauke und den mutigen Moment, wenn Erwachsene bei Fehlverhalten konsequent eingreifen.
Cookie Studio, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Manchmal wird man unfreiwillige Zeugin des Fehlverhaltens anderer und sieht sich in der Zwickmühle: Schaut man weg oder nimmt man seinen Mut zusammen und sagt etwas? Zugegeben, ein bisschen kommt das wahrscheinlich auch auf diejenigen an, die sich gerade daneben benehmen. Denn traurigerweise weiß man aus den Nachrichten, dass solche Konfrontationen nicht immer gut ausgehen.

Bei X-Userin @MamaMammut war das glücklicherweise nicht der Fall. Sie beobachtet auf dem Nachhauseweg zwei Erstklässler, die eine Glasflasche auf dem Bürgersteig zerschmettern. Statt wegzuschauen, greift sie ein und konfrontiert die beiden mit ihrem Fehlverhalten. Was folgt, sind glücklicherweise keine ausfallenden Diskussionen oder andere Aggressivitäten, sondern die Einsicht, dass das eigene Handeln falsch war und ernsthafte sowie schmerzhafte Konsequenzen für Mitmenschen oder Tiere nach sich ziehen kann. Wir haben die besten Reaktionen ihrer Community auf diese Geschichte gesammelt.

Ich habe gestern zwei Erstklässler zusammengestaucht. Auf dem Heimweg sah ich, wie die Kinder eine leere Likörflasche, die sie gefunden hatten, mit Wucht auf den Gehweg schleuderten, so dass die Scherben nur so spritzten. Mir rutscht ein lautes "Was soll das denn bitte?!" 1/6

heraus, so dass mich die Knirpse groß anstarrten. Ich erklärte ihnen dann, dass die Scherben z.B. für Hunde extrem gefährlich werden könnten, falls sie hineintreten, und diese Straße wird von vielen fürs Gassigehen genutzt. Einer der Jungs wünscht sich sogar einen Hund und 2/6

hat dann kapiert, dass die Aktion Mist war. Ich habe mit den Kindern zusammen die Scherben aufgesammelt (sie durften sie mir in die Hand geben), wobei sich einer ein bisschen gepikst hat. "Danke, dass du uns hilfst", meinte er sogar (hätte ich nicht erwartet). Und beide haben 3/6

sich entschuldigt. Immerhin. Ich weiß, dass viele Eltern es gar nicht leiden können, wenn andere Leute ihre Kinder maßregeln. Aber ich finde es wichtig und richtig, dass Kinder lernen, welche Konsequenzen ihre Handlungen haben. Wenn mein Sohn irgendwo Mist baut, soll er 4/6
selbstverständlich auch direkt eine ernste Ansage bekommen, nur so kann er daraus lernen. Und wenn das von fremden Personen kommt ja und? Die Knirpse gestern waren einsichtig, daher habe ich die vage Hoffnung, dass sie leere Fläschchen demnächst liegen lassen oder sogar in 5/6

den Müll werfen, statt sie zu zerdeppern. Schlimm genug, dass es Menschen gibt, die ihren Müll auf den Boden schmeißen und denken "irgendwer wird's schon wegräumen". Diese Mentalität kotzt mich an. 6/6

Kommentare und Reaktionen

Und deswegen ist Zivilcourage so wichtig! Hättet ihr auch so reagiert oder würdet ihr einfach vorbeigehen, weil es euch nichts angeht? Die Community ist sich ziemlich einig in der Frage und hat noch ein paar Vorschläge, wie man noch reagieren könnte.

Hach, dieser Dialekt

Mir als Wiener, wären da ganz andere Worte rausgerutscht: „Hallo, hallo!! Wos ist mit eich? Homs eich ins Hirn gschissn??"

Wer eins hat, weiß, wie sehr das stimmt

Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. Das wird heute oft negiert, aber es bleibt wahr.

Sehr höflich zusammengestaucht

Ich finde ein "Was soll das denn bitte?" kein zusammen stauchen ist. Und deine Erklärung folgte auf dem Fuß mit anschließender Erkenntnis und Einsicht.

Hat gefruchtet

Als 2.klässler(Schulweg, alleine) fand ich es witzig meinen Daumen wie zum trampen rauszuhalten(gerade weil Eltern es verboten) bis ein Handwerker angehalten hat und mich dermassen zusammen geschissen hat das ich es nie wieder tat... Gut so!

Sehr guter Vergleich

Als Rollstuhlfahrerin hasse ich sowas ja besonders. Habe zwar Bereifung mit Pannenschutz, aber alles hält der auch nicht ab und Rollstuhl mit Plattfuss heisst Hausarrest für mich. Kinder in diesem Alter sind oft stolz auf ihr Fahrrad. Denen mache ich dann klar, dass sie sich
selber damit einen Platten holen können. Das hilft meistens. Aber die Erklärung mit dem Hund ist fast noch besser.

So wichtig

In manchen Gegenden muss man leider aufpassen das die Grundschüler die man zurecht weisen will einen am Ende nicht abstechen, oder die großen Geschwister einen danach auflauern oder sonst was. Traurig, denn besonders für Kinder ist es wichtig zu lernen das sie nicht alles dürfen

Kleiner aber feiner Unterschied

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem was du gemacht hast & dem was ich mir als Mutter verbitte. Der Unterschied liegt im Wort Bequemlichkeit Erläutern der Konsequenzen ist immer okay anschnauzen weil etwas dafür sorgt dass die eigente Bequemlichkeit schaden nimmt, nicht.

Einsicht ist der erste Schritt, richtig?

Ja, gut gemacht. Als Pädagogin kann man bei sowas einfach nicht stillhalten. Kinder denken nicht so weit, sind aber oft einsichtig, wenn man es ihnen erklärt. Ich kann auch nicht anders. Hatte in letzter Zeit auch ein paar Situationen.
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