
Würden Frauen auch nur einen einzigen Tag lang dokumentieren, wann sie eine Situation als unangenehm empfinden, kämen sie aus dem Schreiben nicht mehr heraus. Es beginnt früh in den öffentlichen Verkehrsmitteln – oder sogar schon auf dem Fußweg zur Haltestelle. Manches Mal bleibt es bei leicht ekelhaften Blicken, manchmal müssen es bereits anzügliche Sätze sein, die niemand hören will. Nein, auch nicht, wenn es sich um „nett gemeinte Komplimente“ handelt, verehrte fragile Männerschaft, die sich hier bereits angesprochen fühlt. LASST! ES! EINFACH! Auf der Arbeit angekommen, dürfen sexistische oder übergriffige Sprüche natürlich auch auf gar keinen Fall fehlen, klar. Und wenn, dann war es eben einfach nicht so gemeint. Jetzt hab dich doch mal nicht so!
Voller Vorfreude steigt Frau dann am Abend in die Bahn, um anschließend den zu dieser Jahreszeit nur dürftig ausgeleuchteten Heimweg anzutreten – die Hand zur Sicherheit immer am Pfefferspray, man weiß schließlich nie. Klingt verdammt bitter, oder? Noch widerlicher (ohne das Geschilderte auch nur ansatzweise verharmlosen zu wollen!) wird es eigentlich nur, wenn Jugendliche oder gar Kinder im Spiel sind. Wie charakterlich verkommen muss man(n) sein, um diese auch nur ansatzweise fragwürdig anzustarren? Threads-User @gerdrichter hat eine solche Situation in der Bahn mitbekommen und zum Glück Zivilcourage gezeigt und auf eine Art eingegriffen, die man wirklich jedem zumuten kann.
Kommentare und Reaktionen:
Dass das Erlebte leider kein Einzelfall, sondern vielmehr die traurige Regel ist, zeigen die folgenden Berichte aus der Community. Man muss sich schon fragen, was mit (uns) Männern eigentlich nicht stimmt, wenn es für Frauen tatsächlich „normal“ ist, unterwegs völlig schamlos angestarrt zu werden.
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