
Manche haben ihn bereits gefunden, diesen einen Menschen, mit dem man den restlichen Weg seines hoffentlich noch langen Lebens gemeinsam gehen möchte. Ja, eine funktionierende Beziehung kann mit das Schönste und Erfüllendste sein, was auf dieser Erde auf uns wartet. Doch gerade zu Beginn wird beim Partner oder bei der Partnerin sehr häufig über Fehler oder unterschiedliche Ansichten hinweggesehen, Stichwort rosarote Brille. Es darf keine Makel geben, alles ist perfekt – der Blick getrübt oder gar naiv. Und das ist auch gut so, denn ansonsten wäre wohl nicht einmal diese Phase des ersten Verliebtseins sorglos und unbeschwert, sondern ausschließlich von kalter Rationalität geprägt.
Mit Fortschreiten der Beziehung, möglicherweise wohnt man nun schon länger zusammen, zieht jedoch auch eine gewisse Routine in den gemeinsamen Alltag ein. Und plötzlich kommen Fragen auf, deren Antworten den Rest des Lebens beeinflussen und vor Verantwortung nur so triefen. Mitunter müssen schwierige Entscheidungen getroffen werden, und in just diesen Momenten merken Paare dann nicht selten, dass sie unterschiedliche Vorstellungen oder Lebensentwürfe haben. Auch ein Reddit-User musste diese Erfahrung machen und berichtet seiner Community sehr offen und ehrlich von seinem Dilemma – und fragt, ob er sich am Ende wirklich richtig entschieden hat.
Ich M29 und meine (Ex) Freundin W25 haben uns heute wegen unterschiedlichen Vorstellungen die Zukunft zu verbringen getrennt. Wir waren nun knapp 3 Jahre ein Paar. Von Seiten ihrer und meiner Familie wurden immer mal wieder (zuletzt gehäuft) Anspielungen auf das Thema Hochzeit gelenkt. Ebenfalls kamen von ihrer Seite aus Kindeswünsche mit zeitlich gesetzten Rahmen „Das ist meine letzten WM ohne Kinder“. — 1/9
Ich habe festgestellt, dass solche Aussagen mir ein beklemmenden Gefühl gegeben haben. Ich habe mir daher die letzten Wochen und Monate intensive Gedanken mit den Themen gemacht. Ich bin für mich persönlich auf das Ergebnis gekommen, dass das für mich aus diversen Gründen keine Option ist. — 2/9
Ich möchte beides für mein Leben einfach nicht. Als ich für mich fest entschlossen mit den Gedanken war (hat gut 3-4 Monate gedauert, da ich meine Gedanken ordnen musste, pro und kontra Argumente gegenübergestellt habe, habe ich mich dazu entschlossen ihr von mir zu erzählen. — 3/9
Dabei war sie plötzlich in ihren Ansichten verändert: Heiraten brauch kein Mensch. Wäre schön aber ist absolut keine Pflicht. Werweiß ob ich in 5 Jahren überhaupt noch Kinder möchte, vielleicht willst du ja in 5 Jahren wieder Kinder. Sie hat die Situation so gedreht, dass ich viel zu verkopft wäre und das zu weit gedacht ist. — 6/9
Ich hingegen bin bei meiner Meinung geblieben und habe gemeint, dass ein weiterlaufen lassen der Beziehung das Problem einfach nur verschieben würde. Außerdem habe ich die Vermutung dass sie eventuell emotional handelt (völlig verständlich) und ihre Gedanken dahingehend nicht richtig ordnen kann. — 7/9
Wie würdet ihr die Situation einschätzen? Hat sie recht? Bin ich zu verkopft? Mache ich eventuell einen großen Fehler?
Vielen Dank fürs lesen! Ich bin auch noch etwas durch den Wind und hoffe alles wichtige aufgeführt zu haben. Ansonsten gerne fragen! Danke im Voraus an jeden einzelnen. — 9/9
Kommentare und Reaktionen
Die Community ist sich schnell einig: Die Entscheidung des Users war, auch wenn sie ihm natürlich extrem schwergefallen ist, die einzig richtige. Nur vollkommene Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, aber auch in Richtung der Partnerin ist angebracht und zielführend, wenn, wie in diesem Fall, unterschiedlichste Lebensentwürfe aufeinandertreffen. Bei gewissen Themen kann es einfach keinen Kompromiss geben, der beide Partner am Ende wirklich zufriedenstellt. So auch hier.
Man schiebt die Problematik einfach nur weiter auf
Es ist einfach eindeutig
Es gibt Entscheidungen im Leben, die lassen sich nicht mehr rückgängig machen
Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende
Das, was dieser User sagt!
Du hast für dich nach reiflicher Überlegung eine Entscheidung getroffen, und warst so fair das deiner Partnerin mitzuteilen. Sie will Kinder, du nicht. Damit ist alles gesagt, was es zu sagen gibt – eure Beziehung hat so keine Zukunft.
Auf ihr „Heiraten braucht kein Mensch“ würde ich jetzt wenig geben, weil sie verzweifelt ist. Und nun wirklich erst jetzt realisiert hat, dass du das mit der Trennung durchziehst. Sie würde momentan alles tun und sagen, nur damit du dich nochmal änderst. Nach einiger Zeit wärt ihr dann wieder an demselben Punkt. Garantiert.
Nochmal in Ruhe treffen und darüber reden schadet nicht. Aber solange ihr nicht auf einmal ehrlich dasselbe wollt, hat das mit euch keinen Sinn. Aber es könnte nützlich sein, noch gewisse organisatorische Sachen zu klären.
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