Thread: Wenn die Eltern-WhatsApp-Gruppe wegen der Sexualkunde eskaliert

Max Kilian 25.05.2022

Was können sich unsere Lehrerinnen und Lehrer von damals glücklich schätzen, dass es zu unseren Schulzeiten noch keine Eltern-WhatsApp-Gruppen gab. Klar, auch früher warteten hier und da Papas und Mamas vor den Klassenzimmern, für die sämtliche Lehrkräfte grundsätzlich alles falsch gemacht haben. Lehrerinnen und Lehrer, die einfach an allem schuld waren. Und die ihrem kleinen Jörg-Frederik im Biologieunterricht bitte auf keinen Fall etwas über Sexualität oder sexuelle Vielfalt erklären sollen. Man kennt das ja: Sobald man in der Schule über Homosexualität gesprochen hat, zack, hatte man selbst nur noch Augen für das eigene Geschlecht. Ausnahmslos. Auch der komplett – und zwar nicht unbedingt zum Positiven – veränderte Medienkonsum bereits im Kindes- oder Jugendalter liefert einen wichtigen Grund zur frühzeitige Aufklärung. Schülerinnen und Schüler sind heutzutage in nur wenigen Klicks in der Lage, völlig ungeschützt einschlägiges Bild- und Videomaterial zu Gesicht zu bekommen. Aber sobald in der Schule von dafür ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen aufgeklärt werden soll, brennt die WhatsApp-Gruppe. So wie im Fall von Autorin @MarleneHellene.

Zeiten ändern sich: Einer der Gründe, warum Aufklärung heute einfach noch viel wichtiger ist als damals

Lief teilweise wirklich so ab

Äh, was bitte?!

Das, was er sagt

Warum wird auch heutzutage noch ein völlig falsches Bild vermittelt?

Vollkommen richtig: Das Zauberwort lautet „altersgerecht“

Könnte auch daran liegen, dass selbst zahlreiche Erwachsene viel zu wenig darüber wissen oder Hemmungen haben, über das Thema zu sprechen

Am Ende scheint klar: Nicht die Schüler*innen oder deren Aufklärung stellt das eigentliche Problem dar, sondern die Eltern

Passt leider auch ganz hervorragend zum Thema:

Thread: Hab dem kleinen Nachbarsjungen ne alte Barbie von mir geschenkt

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