Thread: Vor der Tür vom Frauenarzt

Immer weniger Ärztinnen und Ärzte nehmen Schwangerschaftsabbrüche vor. Die Zahl der Praxen und Kliniken geht bundesweit seit Jahren zurück. Waren es im Jahr 2003 noch etwa 2.050, so sank die Zahl laut statistischem Bundesamt Ende 2020 auf 1.109. Das ist ein Rückgang um 46 Prozent. Einen Grund für die abnehmende Zahl sehen Experten darin, dass die bislang praktizierenden Ärztinnen und Ärzte in Rente gehen. Außerdem findet das Thema im Medizinstudium immer weniger Beachtung und Interessenten, auch weil es immer noch illegal ist eine Schwangerschaft zu beenden, selbst wenn es unter bestimmten Vorraussetzungen nicht strafrechtlich verfolgt wird. Und dann ist da natürlich noch das absurde Informations- bzw. Werbeverbot für Abtreibungen. Ein weiteres Problem ist die soziale Ächtung und Ausgrenzung der Medizinerinnen und Mediziner, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Immer wieder kommt es vor, dass Abtreibungsgegner vor den Praxen, Kliniken und Beratungsstellen protestieren und somit den dortigen Betrieb stören. Die Twitteruserin @dianaa_mariers hat dies hautnah bei ihrem Frauenarzt (FA) erlebt und aufgeschrieben.

Das sagen andere User:

Da fehlen einem glatt die Worte. Dieses Verhalten macht wütend und ist absolut nicht nachvollziehbar. Das sahen auch die meisten Twitteruser so. Wir haben die treffendsten Reaktionen hier für euch gesammelt.

Kein leichtes Thema, aber vielleicht schaut ihr hier noch mal rein:

Paragraf 219a: Wie ein absurdes Werbeverbot das Recht auf Information behindert

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