Mein Mann und ich verdienen ungefähr gleich

Ein Vater hält liebevoll zwei Kinder im Arm – das Motiv steht für Gleichberechtigung, Verantwortung und faire Chancen.
the faces, Adobe Stock / Twitterperlen mit KI

Die aktuelle Geburtenrate in Deutschland liegt bei ca. 1,35 Kindern pro Frau. Um aber die Rente der kommenden Generationen stabil zu halten, wären in etwa 2,1 Kinder pro Frau notwendig. Was wäre also die logische Konsequenz daraus? Genau, das Kinderbekommen so attraktiv wie möglich zu machen! Soweit die doch noch sehr graue Theorie.

Die Realität sieht eher so aus, dass in der Regel die Mutter zu Hause bleibt, da sie dank Gender-Pay-Gap immer noch weniger verdient und der Mann der alleinige Brotverdiener ist. Dass die Frau dabei in der Regel ihre Ambitionen auf eine Karriere aufgibt, wird dabei billigend in Kauf genommen. Klingt irgendwie wie Vergangenheitsmusik, oder? Nun ja, immerhin werden langsam die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern etwas geringer, was wiederum neue Fragen aufwirft. Zum Beispiel die, warum eigentlich immer die Frau zu Hause bleiben muss. So ist es X-Userin @catz_horses geschehen, die mitten in der Familienplanung steckt und dabei über die Frage stolpert: Warum kann die Mutter nicht wieder arbeiten gehen, wenn sie doch besser verdient? Die Kommentare aus der Community sind vielseitig und wir mussten bei der Auswahl eine ganze Reihe an Mansplaining-Spam entfernen, um an die wirklich spannenden Antworten zu gelangen.

Wenn der Mann ganz kurz davor ist, es zu verstehen... Mein Mann und ich verdienen ungefähr gleich (monatlich ziemlich identisch, ich habe vllt 10% mehr p.a., da ich Urlaubs- und Weihnachtsgeld bekomme). Bin gerade in Kontakt mit einem Recruiter, kann vermutlich den AG wechseln,

Hätte dann etwa 30-40% mehr als mein Mann. Wir sind in der Familienplanung. "Also wenn du den Job bekommst, sollte ich ja zuhause bleiben, das ist wirtschaftlich sinnvoller. Aber was ist dann mit meiner Karriere? Die riskiere ich ja, wenn ich ein Jahr raus bin..

Ja Honey, willkommen in der Welt der Frauen, die Familie wollen und vielleicht trotzdem im Job was erreichen möchten... und wir sind dann entweder karrieregeil und Rabenmutter oder zu faul zum arbeiten. Ich möchte die dänische Regelung: Elternzeit erstmal 50:50 aufgeteilt

Alles Astronauten, oder was?

Boh Leute, was macht ihr alle für Karriere wo man nicht mal 1-2 Jahre aussteigen kann?

Ein berechtigter Einwand?

Ein Kind ist kein Modeaccessoire sondern (Erziehungs-)arbeit! Es gibt genug "Mütter" die direkt vom Kreißsaal in die Vollzeitstelle zurückspringen und das Kind in die Kita abschieben, wenn es noch nicht mal sprechen kann. Erziehen sollen dann andere.
Schon jetzt sieht man das Ergebnis. Kinder, die sich in der Offentlichkeit nicht benehmen, weil nie Grenzen gesetzt wurden, weil sie nie gesellschaftliche Konventionen erlernt haben. Ihr wollt Kinder? Dann kümmert euch oder lasst Eizellen einfrieren und macht es später.

Hat das etwas damit zu tun?

Da war es früher üblich, dass man nach 5 Monaten wieder arbeiten gegangen ist. Die wenigsten haben das freiwillig getan... Erziehung hat aber nichts damit zu tun, ob man Vollzeit arbeiten geht oder nicht

Ist ein Jahr wirklich so entscheidend?

Was sollen denn das für Jobs oder Karrieren sein?? Ein Jahr ist man, wenn es blöd läuft, nach nem Skiunfall auch draußen Schon klar, ihr seid alle Star Anwälte oder Unternehmensberater bei der angesagtesten Kanzlei

Es ist doch nicht alles schlecht!

Ich bin immer sehr erstaunt, wenn ich die Elternzeit ausserhalb der Schweiz lese. In der Schweiz: Mutter 14 Wochen mit 80% Lohn, Väter 2 Wochen!! Diese 2 Wochen gibt es noch nicht lange. Vorher waren es 2 Tage! Da hängt die CH tatsächlich kurz nach dem Mittelalter fest

Klingt nach einer fairen Lösung

Sehr gut, dass ihr jetzt bereits darüber redet. Ähnliche Situation bei uns. Ich wollte allerdings das 1. Jahr daheim bleiben und anschließend sind wir beide auf 30h. Wir teilen uns Kinderbetreuung und Haushalt. Nur dann funktioniert das

Ob er da weiß, was das bedeutet?

Nicht jeder Mann ist so bescheuert. Ich hätte sofort eingeschlagen, mach doch Karriere und bring das Geld nach Hause. Beste Leben!

Für viele Frauen ist das tägliche Realität

Man muss ja nicht mal Karriere wollen. Mein Mann hat 1,5 Jahre Elternzeit gemacht und danach Teilzeit. Nach und nach wurde er aus der Projektarbeit gedrängt weil Termine ja immer außerhalb seiner AZ stattfänden. Bullshit aber leider Realität. Ihn überrascht das auch in der Härte

Das klingt nach Kommunikation auf Augenhöhe

Ich nehme mich auch zurück, für den wirtschaftlichen Erfolg meiner Frau. Wenn die berufliche Situation Auswirkung auf den anderen hat sollten beide mit der Entscheidung "d'accord gehen, wenn einer struggelt wegen den Entscheidungen des anderen, sollte man drüber sprechen!

Ist das wirklich so?

Ein Kind braucht halt vor allem die ersten Jahre sehr stark die Mutter. Da geht kein Weg dran vorbei. Kann man anders machen, wie gut das ist steht steht auf einem anderen Blatt

Oder muss es gar nicht zwangsläufig die Mutter sein?

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