Eltern vs. Kinderlose: Wenn die Urlaubsplanung zum Kampf wird

Ausdrucksstarke Collage zum Thema Urlaubsplanung und Konflikte am Arbeitsplatz: Auf der linken Seite steht eine Frau in Schwarz-Weiß, die ratlos mit den Schultern zuckt und fragend die Hände öffnet. Sie trägt ein leuchtend fliederfarbenes T-Shirt mit einem farblich passenden, um die Schultern gebundenen Pullover. Auf der rechten Seite stehen eine weitere Frau und ein Kind in Schwarz-Weiß, die beide mit finsterer Miene den Daumen nach unten zeigen ("Thumbs down"). Die Frau trägt einen knallig mintgrünen Rollkragenpullover, das Kind ein leuchtend gelbes Hemd. Weiße Blitz-Icons zwischen den Parteien und das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisieren pointiert den klassischen Büro-Konflikt: Wer hat in den Sommerferien Vorrang bei der Urlaubsplanung – Eltern oder kinderlose Kolleg*innen?
estradaanton, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Wir wollen euch an dieser Stelle auf keinen Fall stressen oder gar unter Druck setzen, aber wir müssen die Frage einfach stellen: Habt ihr eigentlich schon euren Sommerurlaub geplant und mit den Kolleginnen und Kollegen abgesprochen? Also der einzig wahre Urlaub in den „großen Ferien“, wenn das Thermometer schneller steigt als die Spritpreise und alles nach einer Mischung aus Sonnencreme und Freibadpommes duftet?

Falls nicht, dann dürften die folgenden Gedanken der Threads-Userin @annalien.x auch euch betreffen. Und zwar völlig egal, auf welcher der beiden Seiten ihr steht: Eltern oder Kinderlose. Denn es geht um das „Vorrecht auf Urlaub“ in den Ferien und darum, wie diese Problematik unter Kolleginnen und Kollegen für beide Seiten vernünftig gelöst werden kann.

Unpopuläre Meinung: Nur weil du Kinder hast, hast du kein automatisches Vorrecht auf Urlaub in den Sommerferien oder an Weihnachten 🤷🏻‍♀️🎄 Ich verstehe absolut, dass Kitas schließen und Schulferien fix sind. Wirklich. Aber warum ist es in so vielen Teams Standard, dass die kinderlosen Kollegen jedes Jahr „flexibel“ sein sollen?

Meine Erholung misst sich nicht an der Anzahl meiner Nachkommen. Freizeit ist Freizeit. Ob man Windeln wechselt, den BMW durch die Waschanlage fährt oder einfach drei Wochen die Katze krault 🐈 Vielleicht geht’s nicht um „Eltern vs. Kinderlose“, sondern einfach um Fairness im Team. Wie läuft das bei euch? 👀

Hab die Lösung fürs Ferien Dilemma: Wir schaffen Schulferien einfach ab. Kinder bekommen 30 Tage Urlaub im Jahr und beantragen den wie Erwachsene. Freu mich schon auf die Urlaubsplanung in der 3b 🤣

Klingt einleuchtend

Verstehe nicht warum man in den Ferien Urlaub haben möchte? Ich war immer froh außerhalb der Ferien Urlaub nehmen zu können, alles günstiger…. Und in den Ferien arbeiten, total entspannt, weil gefühlt alle im Urlaub sind 🤷‍♀️ Straßen frei, keine parkplatzsuche… Aber wie stellst du dir die Fairness vor? Eltern sind halt an diese Zeiten gebunden.

Wie gesagt: Alles teuer, alles voll, alles nicht so schön, aber …

Wer will als kinderloser freiwillig in den Sommerferien weg fahren? Ich früher nicht.

… es gibt durchaus logische Gründe dafür

Mein Partner ist Lehrer, ich bin also auch auf Urlaub in den Ferien angewiesen.

JA, JA und JA!

Es geht dabei ja weniger um ein Vorrecht, als mehr um die Tatsache, dass Kinder irgendwie betreut werden müssen. Und unter uns: alle Eltern beneiden, kinderlose für den Umstand, einfach irgendwann in die Ferien fahren zu können, statt die absurden Sommerferien – Aufschläge zu bezahlen. Wir haben da kein Vorrecht, wir haben ein Problem.

Können geht vor müssen

Warum wir jedes Jahr flexibel sein sollen ? Weil wir flexibel sein können, im Gegensatz zu unseren KollegInnen mit Kindern.

Warum kann es eigentlich nicht immer so einfach sein?

Ich habe keine Kinder und für mich ist das durchaus selbstverständlich. Ich erhole mich in meinem Urlaub, viele KollegInnen kümmern sich dann um ihre Kinder, weil Betreuungseinrichtungen schließen. Ganz klar haben die KollegInnen dann Vorrang. Das gehört sich für mich so in einem Team.

Das, was diese Mutter sagt!

Als Berufsanfängerin war mein Mann Student. Ich habe genauso gedacht. Inzwischen bin ich Mutter. Die Kinder sind noch nicht einmal in der Schule und ich könnte jetzt schon kotzen. Die vielen Schließzeiten sind mit ein Grund für meine Teilzeitarbeit. Die massive Fremdbestimmung von Eltern ist an sich schon nervig. Aber sich dann noch rechtfertigen zu müssen, dass man eh zu wenig Urlaub zur Betreuung hat, macht es nicht besser. Den Druck auf Eltern versteht man nur, wenn man Kinder hat.

Win-Win-Situation

Ich - kinderlos - und die Kollegin mit dem erwachsenen Sohn nehmen unseren Urlaub außerhalb der Ferien. Hab kein Problem damit auf diese Zeiten zu verzichten. Dafür nehme ich andere Brückentage und kann zu günstigeren Zeiten verreisen 🙏🏻

Wo ein Wille ist, kann einer weg. Also in den Urlaub.

Hab da das Dilemma, dass in unserem drei Personen "Team", 2 Personen Kinder haben und ich mit einer Lehrerin verheiratet bin. Wir kriegen es aber trotzdem hin, dass immer eine Person da ist. Da eine Person Teilzeit arbeitet und freitags grundsätzlich frei hat, sind Brückentage das größere Thema ;)
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