10 Kandidaten, die Nagelsmann stattdessen zur WM hätte mitnehmen sollen

Bevor wir hier so tun, als hätten wir alle auch nur ansatzweise die fachliche Qualifikation, einen WM-Kader zusammenzustellen, muss einmal kurz gesagt werden: Fußball ist im Internet ungefähr das einzige Thema, bei dem plötzlich jeder zweite Kommentar mit „Also ich hätte ja stattdessen…“ beginnt, gefolgt von einer Liste, die irgendwo zwischen Weltklasse, Regionalliga und „der spielt aber bei mir in FIFA immer gut“ pendelt. Und natürlich ist völlig klar, dass Julian Nagelsmann die Wahl seiner Kandidaten für die WM nur deshalb falsch gemacht hat, weil er offensichtlich keinen Zugriff auf die geheimen WhatsApp-Gruppen der Hobby-Selektoren hatte, die seit 2006 jede Turnier-Nominierung live optimieren.

Was also hätte er tun sollen? Die offensichtliche Lösung liegt ja quasi auf der Hand: einfach mal die Top-10-Kandidaten mitnehmen, die laut Internet-Kommentarsektion „auf jeden Fall besser gewesen wären“. Und bevor jetzt wieder jemand emotional wird: Im Internet sind natürlich alle Fußball-Experten. Niemand hat je ein Spiel verloren, jeder hätte jedes Turnier gewonnen und überhaupt ist jede Aufstellung, die nicht exakt der eigenen Meinung entspricht, ein klarer Fall von Arbeitsverweigerung. Tja, und auch wir sind sogenannte Experten und haben eine Liste mit den Top-10-Kandidaten erstellt, die Julian Nagelsmann stattdessen unbedingt zur WM hätte mitnehmen sollen – und wehe, jemand kommt jetzt auf die Idee, das ernst zu nehmen.

#10: Günther (50), der alles über Fußball weiß, und der bessere Torwart wäre

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Natürlich darf Günther nicht fehlen. Der Mann, der seit 1998 jede Diskussion mit „Ich hab ja schon damals gesagt…“ beginnt und seitdem konsequent jede Trainerkarriere fachlich beendet hat, die nicht auf seinem Sofa geplant wurde. Er hat zwar seit Jahren kein echtes Spiel mehr aus der Nähe gesehen, aber seine Expertise ist trotzdem so stabil wie ein E-Scooter auf der Autobahn. Wenn Günther im Tor stünde, würde er keinen einzigen Ball reinlassen. Nicht, weil er alles hält, sondern weil er vorher schon 90 Minuten lang erklärt hätte, warum der Gegner überhaupt nicht schießen darf.

#9: Oliver Kahn, für die richtige Stimmung

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Nichts entspannt eine junge, sensible Turniermannschaft so sehr wie jemand, der schon beim Aufwärmen aussieht, als hätte er persönlich die komplette Defensive enttäuscht. Allein seine Anwesenheit würde dafür sorgen, dass jeder Pass mit 200 % Überzeugung gespielt wird – aus Angst, sonst direkt in eine 20-minütige Blickanalyse zu geraten. Stimmung? Garantiert. Nur eben eher irgendwas zwischen Apokalypse und Weltuntergang.

#8: Friedrich Merz, der tritt gerne nach

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Wenn es um Dynamik im Strafraum geht, ist Friedrich Merz genau der Typ, der nicht lange fackelt. Während andere noch über sauberes Verteidigen sprechen, hat er den Ball schon weggegrätscht, den Gegner gleich mit und erklärt danach souverän, dass das alles absolut marktüblich und alternativlos war. Teamgeist? Kann er! Aber nur, wenn er vorher strategisch geprüft wurde und in der Bilanz nicht negativ auffällt.

#7: Deutsche Finanzbeamte, an denen kommt niemand vorbei

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Natürlich dürfen auch die deutschen Finanzbeamten nicht fehlen. Während andere Abwehrreihen noch über Raumdeckung diskutieren, ist hier längst alles dichtgemacht (inklusive Rückwirkung, Nachforderung und einer freundlichen Erinnerung an fehlende Belege aus dem Jahr 2017). Ein Durchkommen? Das gibt’s nur mit Termin, Formular 42b und der Einsicht, dass man es von Anfang an sowieso besser hätte lassen sollen.

#6: Wal Timmy, der lenkt alle Gegner ab

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Der einzige Spieler im Kader, bei dem schon das bloße Auftauchen dafür sorgt, dass sich alle Gegner kollektiv fragen, wie sie plötzlich in einer Naturdoku gelandet sind. Während die Abwehr noch sortiert, hat Timmy längst die komplette Aufmerksamkeit auf sich gezogen und muss zahlreiche Selfies mit den Spielern über sich ergehen lassen.

#5: Nonnen ins Tor, die lassen nämlich keinen rein

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Natürlich müssen Nonnen ins Tor. Wer sich über Jahre konsequent dem Sex entziehen kann, der hat irgendwann eine Abwehrhaltung entwickelt, gegen die selbst der stärkste Stürmer aussieht wie ein Kindergartenkind mit Ball. Hut ab!

#4: Donald Trump er hätte eine Mauer vor das Tor gebaut (und Mexiko dafür zahlen lassen)

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Während andere noch über Viererkette und Abseitsfalle diskutieren, wird auch hier nicht lange gefackelt: einmal Beton, einmal Bauprojekt, und plötzlich ist der Strafraum eine geopolitische Sperrzone. Und falls der Ball es doch irgendwie in Richtung Tor schafft, wird erst mal eine Pressekonferenz einberufen, um zu klären, dass er eigentlich nie drin war (und wenn doch, dann war es garantiert unfair, wahrscheinlich illegal und definitiv nicht sein Fehler).

#3: Klaus Kinski für die Kabinenansprache

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Wenn andere Trainer noch taktische Feinjustierungen erklären, hat in der Kabine von Klaus Kinski längst eine Ansprache begonnen, nach der niemand mehr genau weiß, welche Position er spielt, aber alle laufen raus, als hinge ihr Leben davon ab. Ob das jetzt der Motivation geschuldet war oder einfach dem puren Überlebensinstinkt, lässt sich im Nachhinein nicht mehr seriös rekonstruieren.

#2: Den DHL-Boten, denn der liefert immerhin zuverlässig ab

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Er ist der Einzige im gesamten Land, bei dem wirklich jeder weiß: Wenn es drauf ankommt, ist er da – ganz egal, ob es regnet, schneit oder der Gegner gerade in der 93. Minute tief steht. Der DHL-Mann bringt nicht nur Pakete, sondern auch eine Verlässlichkeit mit, von der so mancher Stürmer nach drei vergebenen Chancen nur träumen kann.

#1: Uns, wir können das Geld gebrauchen … und so schwer kann es nicht sein

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Wenn es nach unserer eigenen Einschätzung geht, ist die WM-Nominierung ungefähr so kompliziert wie ein Sonntagsbesuch beim Bäcker … kurz reingehen, kurz zeigen, kurz liefern. Und mal ehrlich: Schlechter als „die da oben“ kann es ja wohl kaum werden. Einfach reinkommen, ein bisschen rennen, bisschen kämpfen, und irgendwann merkt dann schon jemand, dass das Geheimrezept für den Sieg eigentlich alles nur eine Frage des richtigen Mindsets war.

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