
Was mich an Rassismus immer wieder verwirrt, ist die Heuchelei. Oft, wenn man mit Leuten, die in diesen sehr einfachen gesellschaftlichen Schemata leben, diskutiert, sagen sie selbst: „Ja, ne, mein Kumpel/meine Frau/der Lehrer meiner Kinder/meine Ärztin mit diesen oder jenen familiären Wurzeln ist selbstverständlich nicht gemeint.“ Und trotzdem wählen sie Parteien mit rassistischen Grundgedanken oder teilen rassistische Ideologien in Gesprächen und sozialen Medien.
Es ist also schon so, dass uns tief drin klar ist, dass wir Menschen bei ihrem Charakter beurteilen müssen. Und eben nicht anhand ihrer Hautfarbe, ihrer Muttersprache oder ihrem Pass. Wie funktioniert diese gedankliche Brücke? Gibt es kein inneres Korrektiv, das sich bemüht, diese Ebenen in Einklang zu bringen? Ich wünsche diesen Leuten die Klarheit von Kindern und ihre unbezwingbare Fähigkeit, den Mensch hinter Religion und Hautfarbe zu sehen. So wie im Thread von Userin und Ruhrpottkind @_.mothprincess._. Vielen Dank für diese Erinnerung!
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