Wenn das eigene Kind von der Familienfeier ausgeladen wird

Polina Ponomareva, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

In einer Beziehung kommt man irgendwann an den Punkt, dass man sich die eine alles entscheidende Frage stellt: Kinder oder keine Kinder? Und wenn man sich dafür entscheidet und man das Glück hat, dass dieser Wunsch auch erfüllt wird, hat man so seine ganz eigenen Vorstellungen, wie man sein Leben mit Kind oder gar Kindern gestalten will. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber wenn ich mich an meine damaligen Vorstellungen zurückerinnere, kann ich nur müde lächeln. Und das liegt zum einen daran, dass ein Kind schlichtweg alles verändert hat und unsere fein säuberlichen Vorstellungen genommen, sich draufgesetzt hat und damit den Berg runtergekullert ist. Zum anderen liegt es aber auch an dem Umfeld an Freunden und Familien, das sich durchaus stark verändert hat. Es gibt die Fraktion, die versteht, dass Kinder andere Bedürfnisse und Zeiten haben als Erwachsene, und es gibt leider auch die, die nicht verstehen, warum 10:30 Uhr keine gute Zeit für Kinder zum Frühstücken ist.

Zu letzterer Fraktion gehört auch die Familie von Threads-Userin @system.rauschen. Sie erzählt von einem Familientreffen und einer indirekten Ausladung des Kindes. Die ganze unglaubliche Geschichte sowie die Kommentare haben wir für euch zusammengefasst.

Vor einiger Zeit waren wir als Familie zu einer Familienfeier eingeladen. Kurz vorher hieß es dann, unser Kind solle lieber zu Hause bleiben, weil keine anderen Kinder da sein würden. Mein Partner fuhr allein hin und stellte fest, dass die anderen Familienmitglieder ihre Kinder selbstverständlich dabei hatten. Danach folgten die unterschiedlichsten Erklärungen. Irgendwann spielten die Diagnosen meines Kindes eine Rolle.

Später fielen Aussagen darüber, dass mein Kind ja nicht das „eigene" Kind und ein „uneheliches Kind" sei. Selbst Gott wurde irgendwann noch Teil der Diskussion. Gestern kam dann ein Anruf mit der Frage, wann wir mal wieder vorbeikommen.... Wer nie verstehen wollte, warum Menschen gehen, versteht oft auch nicht, warum sie nicht zurückkommen.

Mutti by choice

Ist zum brechen 2. Aber kenne das , mein erster Mann brachte eine acht jährige Tochter mit in die Ehe. Meine Mutter war immer am stänkern wenn ich sagte ich habe vier Kinder, es wären nur drei. Heute, mein exmann längst tot, sagt dieses Kind immer noch Mutti zu mir ( inzwischen 52)

So nämlich!

Mein Sohn hat mich heute gefragt, ob ich gegen Transmenschen bin. Ich hab sofort verneint und gemeint, dass ich ihn immer lieb haben werde, egal ob er homosexuell oder trans oder sonstwas ist. Schade würde ich es finden, wenn ich keine Enkel bekäme, aber man kann auch Kinder adoptieren. Sagt er: "Die wären dann wie deine Enkel!" Ich sofort: "Nein, die SIND meine Enkel! Auch wenn du mal z.B. eine Frau mit Kindern heiratest! Das SIND meine Enkel, egal wie sie zu uns gekommen sind!" Ist doch so!!!

Eine Krankheit sollte niemals Grund für Ausgrenzung sein

...so seltsame Ausreden hört man auch mit ner (damals 5-6 Jahre alten) Tochter mit Diabetes Typ1 (wofür niemand, erst recht nicht sie, was kann)

Fühlen wir

Wo meine Kinder nicht willkommen sind, dort will ich auch nicht sein... Mehr gibt es dazu nicht zu sagen

Irgendwie passt das nicht zusammen

Von Gott schwafeln und dann eines seiner Kinder ausschließen. Kannste Dir nicht ausdenken.

Der Liebe ist egal, ob leiblich oder nicht

Ich habe 6 Enkel und keines davon ist ein „leibliches ,. Who cares? Es sind meine Enkel und ich liebe sie, Punkt

In manchen Köpfen ist noch 1960

Uneheliches Kind? Dachte, die Zeiten sind längst vorbei? Klingt nach meiner Mutter. Mir tut es leid, dass ihr solche Erfahrungen machen müsst und dann noch in der Familie.

Puh, wirklich nicht schön!

Ich frage mich bei sowas immer, denken die, dass das nicht auffliegt? Mein alter Freundeskreis hat mir mal versichert, sie würden grad alle nicht wegfahren können, aus verschiedensten Gründen. Ein paar Wochen später sehe ich einen Facebookpost von allen 4 am Meer. Ohne meinen Ex- Mann, meine Tochter und mich. Da kam dann an Ausreden auch alles bis hin zu :Zwei Kinder dabei haben wollte man nicht, das wäre so stressig, und da hätte man sich halt für die anderen mit Kind entschieden. So dumm.

Warum wird man so?

Mein stiefopa hat nie Unterschiede gemacht, auch wenn ich nicht das leibliche Enkelkind war. Meine Oma schon. Tja, Kontaktabbruch, nachdem Opa tot war & hab sie seitdem nicht einmal besucht.

Manchmal hilft nichts anderes

Gut, dass wir in Zeiten leben in denen es Kreise gibt, wo es okay ist, den Kontakt zu Familienangehörigen abzubrechen. Mir hat damals ein Ultimatum geholfen. "Entweder ich sehe, dass du an deinem Verhalten arbeitest oder du zeigst mir, dass du nicht Teil meiner Familie sein möchtest."

Damit hätte aber auch wirklich niemand rechnen können …

Der Kontaktabbruch kam aus dem Nichts. Verstehe ich nicht.
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