Sie nannten ihn „Ausländerkind“

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Kinder können erbarmungslos sein. Sie können mit ein paar achtlos rausgespuckten Worten mehr zerstören, als eine hochbezahlte Therapeutin jemals wieder reparieren kann. Und doch würde ich eine Lanze für alle Kinder brechen, denn schließlich kopieren sie einfach nur das Verhalten der Eltern – im Guten wie im Schlechten. Wenn zu Hause also Empathie und Nächstenliebe vorgelebt werden, dann übernehmen das die Kinder genauso, wie wenn zu Hause schlecht über Ausländer gesprochen wird.

Und so lässt sich wohl auch die folgende Geschichte von Threadsuserin @nette_2501 verstehen. Deren Sohn stellt sich auf dem Pausenhof vehement vor einen Klassenkameraden stellt, bis er von seinen eigenen Emotionen übermannt wird. Was dann passiert, ist allerdings eine Überraschung und lässt mich schon etwas konsterniert zurück, aber lest doch einfach selbst.

Gestern bekam ich einen Anruf von einem anderen Papa aus der Klasse meines Sohnes und er erzählte mir folgendes: Sein Sohn war in der großen Pause von einigen Kindern gehänselt worden. Sie nannten ihn „Ausländerkind" und andere unschöne Dinge. Mein Sohn stellte sich vor ihn. Er bat die anderen mehrfach, ihn in Ruhe zu lassen und woanders zu spielen. Sie hörten nicht auf. Irgendwann fing mein Sohn an zu weinen. Nicht, weil er selbst angegriffen wurde.

Sondern weil es ihm so leid tat, dass dieses Kind trotz allem nicht in Ruhe gelassen wurde. Der Junge nahm meinen Sohn in den Arm und sagte: „Ist schon gut. Du brauchst nicht weinen. Ich komme damit klar." Dieser Satz hat mich nicht mehr losgelassen. Einerseits bin ich unendlich stolz auf meinen Sohn. Darauf, dass er hingesehen hat. Dass er nicht weggeschaut hat. Dass er Mitgefühl gezeigt hat

Andererseits macht es mich wahnsinnig traurig, dass ein neunjähriges Kind bereits gelernt hat zu sagen: „Ich komme damit klar." Kein Kind sollte sich an Ausgrenzung gewöhnen müssen und kein Kind ist besser oder schlechter wegen seiner Herkunft. Wenn ich aus dieser Geschichte etwas mitnehme, dann dies: Die Welt braucht mehr Kinder, die den Mut haben aufzustehen, wenn andere sitzen bleiben. Mehr Erwachsene, die ihnen zeigen, dass Mitgefühl eine Stärke ist.

Heute bin ich einfach nur stolz auf meinen Sohn. Vielleicht ist das die wichtigste Lektion: Unsere Kinder müssen nicht perfekt sein. Aber wenn sie lernen, Mitgefühl über Gleichgültigkeit und Mut über Wegsehen zu stellen, dann machen wir als Gesellschaft vieles richtig

So nämlich

6/13/26 pat_luisam Toller Junge mein Tochter hat leider auch mit Rassismus in der Klasse zu kämpfen. Ich habe das tatsächlich der Schule um die Ohren gehauen und kämpfe noch immer. Tut euch zusammen und lasst das nicht einfach ruhen. Rassismus muss endlich aufhören 0434 Q3 4

Ja, was soll das eigentlich heißen?

Als mein Sohn eingeschult wurde kam er mit seinem besten Freund aus dem Kindergarten in eine Klasse. Er ist ein dunkelhäutiges Kind. Als mein Sohn an seinem ersten Schultag nach Hause kam erzählte er, dass andere Kinder ihn gefragt hätten, warum er mit dem komischen Jungen spielt. Mein Sohn antwortete nur:„ weil er mein Freund ist." Die Kinder sagten dann:„der ist doch schwarz." Mein Sohn hatte keine Ahnung, was diese Kinder gemeint hatten

Lernen wir so wenig dazu?

Ich frage mich ernsthaft warum das in den letzten Jahren immer schlimmer wird statt besser. Meine Kinder 79 und 83 geb.waren mit vielen türkischen, griechischen, italienischen und jugoslawischen Kindern in Kiga und Schule. Da gab es solche Probleme eigentlich nicht. Ein bisschen Streiterei fand nur statt wenn sich einzelne Kinder nicht vertrugen, aber das war eher Privatsache, fand aber halt auch in der Schule statt.

Ein Grund stolz zu sein

2. Klasse. Ein Mitschüler meines Sohnes hat seine Wurzeln in Dubai. Anderer Mitschüler : Warum ist K. so braun? Weil er in Kacke gefallen ist! -K. weint. Als ich hörte, dass mein Sohn ihn lautstark verteidigt hat, ging mir das Herz auf. Er hat wumms, heißt er ist in solchen Situationen sehr durchsetzungsfähig und behält das letzte Wort. Und ganz ehrlich, da haben wir doch irgendwas richtig gemacht

Wo schnappen sie so etwas auf?

Ich verstehe nicht, dass diese Ausgrenzung, dieses Mobbing, schon in der Grundschule stattfindet. Vor × Jahren bekam ich eine neue Koölegin aus Amerika, geschieden, 2 Kinder, der Sohn 10 Jahre alt. Er erzählte mir, dass es Kinder gab, die "Scheiss-Amerikaner" zu ihm gesagt haben. Ich konnte es nicht fassen

Die Hoffnung lebt!

Ich glaube nicht, dass der andere Junge wirklich „damit klar kommt" Aber die Situation war für ihn nicht neu, das ist wohl so. Und dann kommt dein Junge, steht zu ihm, will ihn beschützen und verzweifelt daran. Ganz sicher war das für den anderen Jungen was ganz Großes und Tolles. Und er wollte deinen Sohn trösten. Wie toll! Beide! Solange es das noch gibt, hab ich Hoffnung. Danke, dass du deinen Sohn zu Empathie erzogen has

Idioten sterben leider nicht aus

Dieses Denken fängt meistens schon zu Hause an. Bis jetzt gab es noch keine Situation mit meiner Tochter.(Ihr Vater ist aus Guinea) Aber ich habe schon von anderen Kindern gehört die gemobbt wurden wegen ihrer Herkunft.Und das krasse ist,das selbst die Kinder die auch einen Migrationshintergrund haben, andere Kinder wegen ihrer Hautfarbe ärgern. Man kann nur versuchen sein eigenes Kind stark zu machen damit es sich solche dummen Aussagen nicht annimmt. Es ist total Schade das es so ist
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