
Rennradfahrer genießen ja einen eher speziellen Ruf. Während andere Menschen einfach Fahrrad fahren, um von A nach B zu kommen, steigen Rennradfahrer morgens auf ihr 14.000-Euro-Fahrrad. Sie ziehen Kleidung an, die aussieht, als wäre sie für die Baby-Strampler-Abteilung produziert worden, und machen sich auf den Weg, um 87 Kilometer weit zur Tante Rosi zu fahren und ein Stück Kuchen zu essen, das sie genauso auch im Café um die Ecke bekommen hätten.
Besonders beliebt sind sie natürlich im Straßenverkehr. Vor allem dann, wenn sich hinter einer Gruppe Rennradfahrer eine kilometerlange Autoschlange bildet, während vorne tapfer mit 28 km/h nebeneinander gestrampelt wird. Denn warum sollte man auch hintereinander fahren oder gar den vorhandenen Radweg nutzen, wenn man zusammen viel besser den Berufsverkehr zum Erliegen und die übrigen Verkehrsteilnehmer zum Kochen bringen kann? Und wehe, jemand wagt es zu überholen. Dann wird wild der Kopf geschüttelt, wütend gezetert oder gar der böse Finger gezeigt. Natürlich sind längst nicht alle Rennradfahrer so. Aber einige geben sich wirklich alle Mühe, den schlechten Ruf ihrer Zunft zu pflegen, und das beweisen auch die folgenden Geschichten.
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