
Wer denkt, mit der Geburt des Kindes das Schwierigste überstanden zu haben: Ich muss euch an dieser Stelle leider bitter enttäuschen, denn die wirklich heiklen Momente stehen euch als Mamas und Papas erst noch bevor! Sorry dafür, aber wir wollen hier schließlich immer ehrlich und aufrichtig zueinander sein. Eine dieser Situationen, die Eltern häufig die Schweißperlen auf die Stirn treiben, sind Restaurantbesuche mit kleinen Kindern. Neben extrem starken Nerven sollten Eltern auch Unmengen an Spielzeug zur Ablenkung des Nachwuchses dabei haben, schließlich sind die Kleinen (im Gegensatz zu ihren Eltern) häufig bereits nach zwei oder drei Minuten mit der Nahrungsaufnahme durch – und dann?! Malbücher und bunte Stickerhefte können zumindest die paar Augenblicke überbrücken, in denen sich Mama und Papa abwechselnd das Essen in Rekordtempo in den Mund schaufeln.
Klar: Meist zieht man mit dem 7,5-Tonner neben dem Tisch, der bis obenhin mit Spielsachen gefüllt ist, zwar die Blicke der anderen Gäste auf sich – doch was ist die Alternative? Auf Reddit beichtet ein User nun, dass er mit Kindern im Restaurant ein Probleme hat. Wobei das nicht so ganz richtig ist, denn die Probleme hat er vielmehr mit deren Eltern. Warum, das erfahrt ihr nun in unserem Beitrag.
Ich weiß, der Titel klingt maximal unsympathisch. Aber ich kann dieses „Kinder sind halt Kinder“ langsam nicht mehr hören.
Wenn ich essen gehe und dafür mittlerweile problemlos 25–40 € pro Person liegen lasse, möchte ich nicht 90 Minuten lang einem Kind dabei zuhören, wie es durchs Restaurant schreit, zwischen den Tischen herumrennt oder ständig irgendwo dagegen haut. — 1/7
Kind rennt zum fünften Mal durchs Restaurant? Egal.
Kind schaut irgendein Video auf dem Tablet bei voller Lautstärke? Egal.
Kind schreit seit zehn Minuten herum? Die Eltern unterhalten sich entspannt weiter. Und sobald jemand genervt schaut, kommt dieses: „Du warst auch mal ein Kind.“ — 3/7
Was die Community dazu sagt
Wie erwartet fallen die Reaktionen auf das angesprochene Thema durchwachsen aus. Während die einen darauf hinweisen, dass es eben nun mal Kinder sind, erklären andere, dass hier in erster Linie die Eltern in der Verantwortung sind. Denn bei allem Verständnis geht es um gegenseitige Rücksichtnahme, was manchmal offensichtlich nicht ganz so einfach und schon gar nicht selbstverständlich ist. Wir haben die besten und treffendsten Kommentare für euch gesammelt.
Es sind nicht die Kinder, es sind die Eltern
Ich kann dich total verstehen. Ich bin selbst Mutter und wie du sagst: Das eigentliche Problem sind die Eltern, die ihre Kinder nicht erziehen oder verziehen.
Ich war mal mit einer Bekannten und unseren Kindern essen. Ich war total schockiert von dem Verhalten ihrer Kinder. Die haben sich an der Salatbar bedient: Salate bergeweise an den Tisch gebracht, ein ganzes Laib Brot genommen, nur um dann nichts davon zu essen.
Unter dem Tisch lag alles mögliche… Brotstücke, Pommes, Zitronenscheiben… Gläser wurden umgekippt, die Limo hat den ganzen Tisch eingesaut und dann haut sie raus: „Ach, das macht nix. Das Personal macht das eh sauber“ Ich hab mich noch nie so geschämt. Ich kniete dann mit den Servicekräften auf dem Boden, um die Pommes einzusammeln. Bei solchen Leuten wäre es für alle echt das beste, wenn die zu Hause bleiben….
Muss wohl nicht erwähnen, dass ich nie wieder mit ihr Essen war.
Ob man damit vielleicht nicht eher die betreffenden Kinder bestraft, indem diese verunsichert und bloßgestellt werden?
Vor diesem Hintergrund durchaus nachvollziehbar
Das geht einfach überhaupt nicht!
Das Thema ist es bleibt ja leider Konsequenz-Los. Selbst zuletzt erlebt da hat ein Kind die Service-Station ausgeräumt und Servietten und Besteck am Boden verteilt. Eltern beide mit dem Kopf im Handy und Kinder komplett ignoriert. Da hätte ich als Restaurant-Besitzer doch einfach jede Serviette die im Müll gelandet ist und jedes Besteckteil das nun gespült werden muss mal stumpf in Rechnung gestellt.
Ob das am Ende die einzig gangbare Lösung für alle Beteiligten ist?
Als Vater eines Kleinkindes sind Restaurantbesuche für mich immer äußerst stressig, genau weil ich den anderen Gästen den Aufenthalt nicht versauen will. Doch mit Kindern ist es leider manchmal so, dass man schlechthin nichts mehr unternehmen kann. Ein Tantrum ist halt Tantrum. Das ist der Punkt, an dem ich das Restaurant einfach mit ihm verlasse, während der Rest der Familie sein Mahl weiter genießt.
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