Warum es mit Kindern im Restaurant fast immer schwierig ist

Ananass, Adobe Stock / Twitterperlen Illustrations

Wer denkt, mit der Geburt des Kindes das Schwierigste überstanden zu haben: Ich muss euch an dieser Stelle leider bitter enttäuschen, denn die wirklich heiklen Momente stehen euch als Mamas und Papas erst noch bevor! Sorry dafür, aber wir wollen hier schließlich immer ehrlich und aufrichtig zueinander sein. Eine dieser Situationen, die Eltern häufig die Schweißperlen auf die Stirn treiben, sind Restaurantbesuche mit kleinen Kindern. Neben extrem starken Nerven sollten Eltern auch Unmengen an Spielzeug zur Ablenkung des Nachwuchses dabei haben, schließlich sind die Kleinen (im Gegensatz zu ihren Eltern) häufig bereits nach zwei oder drei Minuten mit der Nahrungsaufnahme durch – und dann?! Malbücher und bunte Stickerhefte können zumindest die paar Augenblicke überbrücken, in denen sich Mama und Papa abwechselnd das Essen in Rekordtempo in den Mund schaufeln.

Klar: Meist zieht man mit dem 7,5-Tonner neben dem Tisch, der bis obenhin mit Spielsachen gefüllt ist, zwar die Blicke der anderen Gäste auf sich – doch was ist die Alternative? Auf Reddit beichtet ein User nun, dass er mit Kindern im Restaurant ein Probleme hat. Wobei das nicht so ganz richtig ist, denn die Probleme hat er vielmehr mit deren Eltern. Warum, das erfahrt ihr nun in unserem Beitrag.

Immediate-Bat666

Ich weiß, der Titel klingt maximal unsympathisch. Aber ich kann dieses „Kinder sind halt Kinder“ langsam nicht mehr hören.

Wenn ich essen gehe und dafür mittlerweile problemlos 25–40 € pro Person liegen lasse, möchte ich nicht 90 Minuten lang einem Kind dabei zuhören, wie es durchs Restaurant schreit, zwischen den Tischen herumrennt oder ständig irgendwo dagegen haut.1/7

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Und nein, mich stört nicht jedes Geräusch eines Kindes. Ein Baby weint. Ein Kleinkind hat mal einen schlechten Moment. Vollkommen normal. Was mich nervt, sind Eltern, die einfach GAR NICHTS machen.2/7

Immediate-Bat666

Kind rennt zum fünften Mal durchs Restaurant? Egal.
Kind schaut irgendein Video auf dem Tablet bei voller Lautstärke? Egal.
Kind schreit seit zehn Minuten herum? Die Eltern unterhalten sich entspannt weiter. Und sobald jemand genervt schaut, kommt dieses: „Du warst auch mal ein Kind.“3/7

Immediate-Bat666

Ja. Und? Ich war auch mal 5. Trotzdem muss heute nicht das gesamte Restaurant an meiner Kindheit teilhaben. Ich finde sogar, dass sich da gesellschaftlich etwas verschoben hat: Früher war vielleicht teilweise ZU viel Druck auf Eltern und Kinder, sich perfekt zu benehmen.4/7

Immediate-Bat666

Heute habe ich manchmal das Gefühl, dass aus „Kinder müssen nicht perfekt funktionieren“ ein „alle anderen müssen jedes Verhalten akzeptieren“ geworden ist. Nein.5/7

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Ein Restaurant ist ein gemeinsamer öffentlicher Raum. Wer dort hingeht – egal ob mit Kindern, Hund, Freunden oder alleine – sollte zumindest versuchen, andere Menschen nicht komplett zu nerven.6/7

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Und wenn dein Kind gerade in einer Phase ist, in der 90 Minuten Restaurant offensichtlich nicht funktionieren, dann ist vielleicht nicht das Restaurant das Problem.7/7

Was die Community dazu sagt

Wie erwartet fallen die Reaktionen auf das angesprochene Thema durchwachsen aus. Während die einen darauf hinweisen, dass es eben nun mal Kinder sind, erklären andere, dass hier in erster Linie die Eltern in der Verantwortung sind. Denn bei allem Verständnis geht es um gegenseitige Rücksichtnahme, was manchmal offensichtlich nicht ganz so einfach und schon gar nicht selbstverständlich ist. Wir haben die besten und treffendsten Kommentare für euch gesammelt.

Es sind nicht die Kinder, es sind die Eltern

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Ich kann dich total verstehen. Ich bin selbst Mutter und wie du sagst: Das eigentliche Problem sind die Eltern, die ihre Kinder nicht erziehen oder verziehen.

Ich war mal mit einer Bekannten und unseren Kindern essen. Ich war total schockiert von dem Verhalten ihrer Kinder. Die haben sich an der Salatbar bedient: Salate bergeweise an den Tisch gebracht, ein ganzes Laib Brot genommen, nur um dann nichts davon zu essen.

Bitter_Key_3958

Unter dem Tisch lag alles mögliche… Brotstücke, Pommes, Zitronenscheiben… Gläser wurden umgekippt, die Limo hat den ganzen Tisch eingesaut und dann haut sie raus: „Ach, das macht nix. Das Personal macht das eh sauber“ Ich hab mich noch nie so geschämt.  Ich kniete dann mit den Servicekräften auf dem Boden, um die Pommes einzusammeln.  Bei solchen Leuten wäre es für alle echt das beste, wenn die zu Hause bleiben….

Muss wohl nicht erwähnen, dass ich nie wieder mit ihr Essen war.

Ob man damit vielleicht nicht eher die betreffenden Kinder bestraft, indem diese verunsichert und bloßgestellt werden?

GeorgTheCat

Ich spreche solche Kinder an. Und zwar möglichst dreist: deine Eltern sind wohl gerade zu beschäftigt und dir zu sagen, dass du die anderen Gäste störst und auf deinem Platz bleiben solltest. Hassen Eltern. Ist ihnen ultra peinlich. Klappt immer.

Vor diesem Hintergrund durchaus nachvollziehbar

Jurgasdottir

Und solche Eltern sind der Grund warum kleine Kinder dann doch den vollen Preis am Buffet zahlen. Kann ich sogar verstehen, auch wenn es mich ärgert, weil mein Fünfjähriger vielleicht drei Tomaten und vier Scheiben Gurken isst. Aber aus Sicht des Restaurants geht das halt nicht.

Das geht einfach überhaupt nicht!

Fleick123

Das Thema ist es bleibt ja leider Konsequenz-Los. Selbst zuletzt erlebt da hat ein Kind die Service-Station ausgeräumt und Servietten und Besteck am Boden verteilt. Eltern beide mit dem Kopf im Handy und Kinder komplett ignoriert. Da hätte ich als Restaurant-Besitzer doch einfach jede Serviette die im Müll gelandet ist und jedes Besteckteil das nun gespült werden muss mal stumpf in Rechnung gestellt.

Ob das am Ende die einzig gangbare Lösung für alle Beteiligten ist?

realtribalm

Als Vater eines Kleinkindes sind Restaurantbesuche für mich immer äußerst stressig, genau weil ich den anderen Gästen den Aufenthalt nicht versauen will. Doch mit Kindern ist es leider manchmal so, dass man schlechthin nichts mehr unternehmen kann. Ein Tantrum ist halt Tantrum. Das ist der Punkt, an dem ich das Restaurant einfach mit ihm verlasse, während der Rest der Familie sein Mahl weiter genießt.

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