Unverschämte Kundin in der Parfümerie: „Jetzt lügen Sie mir auch noch dreckig ins Gesicht!“

Yuliia, Adobe Stock

Es gibt Menschen, da kann man fast nicht glauben, dass sie wirklich existieren und nicht aufgrund ihres Verhaltens sofort im Erdboden versinken. Wenn man im Einzelhandel arbeitet, dann begegnen einem besonders viele davon: Menschen, die der Meinung sind, dass das ganze Universum sich um sie dreht und alle anderen Personen auf diesem Planeten nur eine Daseinsberechtigung haben, um ihnen bei ihren Vorhaben und Wünschen zu assistieren. Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll, wenn einem diese Menschen im Alltag über den Weg laufen. Vielleicht sollte man sie einfach mit ihrem Verhalten konfrontieren und hoffen, dass es etwas bringt? Manche scheinen allerdings beratungsresistent zu sein.

Genau so einer Kundin ist auch Threads-Userin @majafrowe bei einem Einkauf in der Parfümerie begegnet. Die Dreistigkeiten, die sich die Dame hier erlaubt hat, lassen sich wirklich nur schwer zusammenfassen, deswegen haben wir die ganze Story und die besten Reaktionen ihrer Community für euch parat. Da kriegt man ehrlich gesagt schon beim Lesen Schnappatmung und Wutanfälle.

Kennt Ihr diese Menschen, bei denen man sich fragt, ob sie nicht mehr alle Tassen im Schrank haben? Ich stand an der Kasse einer Parfümerie. Die Verkäuferin scannte gerade den Einkauf der Kundin vor mir. Kundin: „Ich hab die falsche Creme gegriffen. Lassen Sie bitte niemanden vor, ich hab et eilig." Sie wartete keine Antwort ab, sondern sprintete zurück in den Laden. Etwas später blickte die Verkäuferin auf das Parfüm, das ich auf der Kasse abgestellt hatte und sagte: „Oh, da bekommen

Sie noch wat dazu. Wir haben gerade eine Aktion.” Sie legte mir eine Probe dazu. In dem Moment, als die Verkäuferin mir das Produkt dazu legte, kam die Kundin zurückgeschossen und ging hoch wie eine Rakete: „Hä?! Wat soll dat? Ich hab gesagt, Sie sollen warten! Haben Sie mir nich zugehört?! Dat ist ne Unverschämtheit!" Verkäuferin: „Bitte? Wat für ein Problem haben Sie jetzt?" Kundin: „Sie sollten warten. Und dann kassieren Sie einfach die Kundin ab! Ich hab et eilig!" Verkäuferin: „Ich

hab niemanden zwischendurch abkassiert. Wir haben auf Sie gewartet.” Unbeeindruckt von den Worten der Verkäuferin, giftete die Kundin mich an: „Warum drängeln Sie sich vor?! Sagen Sie mir dat sofort!" Ich: „Ich hab mich nich vorgedrängelt und genauso wenig möchte ich von Ihnen angesprochen werden." Kundin: „Sie haben sich vorgedrängelt! Dat is asozial" Ich: „Nein, hab ich nich." Die Kundin brüllte mich an: „Jetz lügen Sie mir auch noch dreckig ins Gesicht!" Verkäuferin: „Ruhe jetzt!

Hören Sie auf, die Kundin (mich) zu belästigen!“ Kundin: „Sie halten besser ma den Mund!" Ich: „So n Aufstand, nur weil die Dame mir ne Gratis-Probe gereicht hat?” Kundin: „Ich war zuerst dran! Blöde Kuh!" Mein Zustand: Ich: „Wenn Sie mich jetzt nochmal beleidigen, raste ich aus. Und dann haben Sie n Grund, sauer auf mich zu sein." Kundin: „Ich kann sagen, wat ich will." Ich: „Ja, aber nich zu mir und schon gar keine Beleidigungen." Sie wandte sich eingeschnappt ab. Ihr „Tzz!”

nervte mich und ich war kurz davor, mein Parfüm liegenzulassen und einfach zu gehen. Doch die Kassiererin rief einen Mitarbeiter dazu, der mich an einer anderen Kasse abkassierte, während der Streit nebenan weiterlief. Als ich bezahlte, hörte ich die Kundin sagen: „Dat will ich nich. Ich hol mir doch ne andere Creme!" Gleicher Sprint. Wir starrten ihr hinterher. Der Verkäufer entschuldigte sich wortreich bei mir für das Theater, obwohl er nichts dafür konnte. Ich wollte gerade gehen, da

kam sie prustend zurück. Sie schrie: „Wieso haben Sie nich schon ma angefangen zu kassieren?! Dat darf ja wohl nicht wahr sein! Ich hab keine Zeit!" Ich konnte nicht anders als zuzuhören und diese Frau anzustarren. Es war wie ein ungläubiges Innehalten, ein Erstaunen, aber auf die unangenehme Art. Verkäuferin: „Gute Frau, woher soll ich wissen, wat Sie kaufen möchten? Ich kann nich hellsehen. Geht's noch?" Kundin: „Ich hab doch gesagt, ich hol ne andere Creme!" Sie schmiss den Tiegel

auf die Ablage der Kasse. Die Verkäuferin trat vorsichtshalber einen Schritt zurück. Der Verkäufer an meiner Kasse griff zum Telefon und rief den Sicherheitsdienst. Während ich langsam das Geschäft verließ, versuchten beide, die Kundin zu beruhigen. Als ich wieder im Auto saß, musste ich erstmal drei tiefe Atemzüge nehmen, um wieder runterzukommen. Manche Menschen sind mir einfach zu anstrengend. Und zu peinlich.

Gewalt ist keine Lösung

Manche bräuchten echt mal eine Neuausrichtung des Kopfes. Mit einer gusseisernen Bratpfanne...

Stimmt wahrscheinlich leider

Spätestens bei „Sie halten besser mal den Mund" hätte ich die Sachen vom Band geräumt und der Kundin gesagt, dass sie ihre Sachen gerne woanders kaufen kann, aber nicht hier. Wenn wir solchen „Kunden“ nicht zügig zeigen wann sie die Grenze überschreiten und dass das Konsequenzen für sie hat, dann machen die immer weiter.

Danke, dass ihr trotzdem weitermacht

Ich möchte ein U kaufen und löse. Hausverbot. Meine Frau arbeitet im Einzelhandel und sie erzählt mir dann halt von ihrer Arbeit. Und das sind ähnliche Geschichten, wie deine. Ich glaube ich bin zu keiner anderen Berufsgruppe so freundlich, denn bei Gott ich wäre vermutlich nach 2 Wochen im Knast, oder in der geschlossenen. Höchsten Respekt für diese Menschen

Absprung geschafft!

An dieser Stelle möchte ich nochmal erwähnen wie dankbar ich bin nicht mehr im Einzelhandel zu arbeiten. Mein Puls war beim lesen schon wieder auf 180. Aber auch: die wäre an meiner Kasse aber so was von hochkant rausgeflogen. Ein „warten Sie mal auf mich“ gabs an meiner Kasse auch so gut wie nicht. Du bist da, dann Zahl oder nimm deine Sachen vom Band, sonst mache ich das für dich

Isso

"Den Charakter eines Menschen erkennt man daran, wie er mit Servicepersonal umgeht."

Nicht nur dich …

Alter Falter. Dieses ICH, ICH, ICH überall mich so an.
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