So funktioniert Gesellschaft: Warum Eltern bei der Urlaubsplanung Vorrang haben sollten

Moderne Grafik einer lächelnden Familie, die den Mittelpunkt der Ferienplanung darstellt. Inklusive minimalistischem Symbol für den Urlaubskalender. Ideal für Blogbeiträge über Ferienbetreuung, Absprachen unter Kollegen und die Organisation des Familienalltags.
Pixel-Shot, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration mit KI

Der Frühling hat offiziell Fahrt aufgenommen und da vorne, irgendwo auf Höhe des Horizonts, warten schon die nächsten Feierlichkeiten: Der Osterhase macht sich bereit. Für Eltern bedeutet Ostern aber noch etwas anderes als eine Aneinanderreihung von Mahlzeiten. Richtig: Schulferien. Oder auch Kindergarten-Schließtage. Zeit also, in der die Kinder nicht betreut sind. Unglücklicherweise kann man den Kindern in den wenigsten Fällen das Haus überlassen. „Hier, Kind, Essen ist im Kühlschrank und für den Fall der Fälle hab ich dir 20 Euro hingelegt.“ Zumindest nicht, wenn man seine Kinder unversehrt mag und abends noch ein Zuhause haben möchte.

Wer riesengroßes Glück hat, kann auf Großeltern zurückgreifen, die nicht schon eigene Pläne haben, selbst berufstätig sind, in einigem Abstand wohnen oder sich schnell genug eine Ausrede ausdenken. Und dann gibt es ja noch Modelle, in denen ein Elternteil daheim bleibt. Alle anderen Eltern brauchen Urlaub, um ihren Kindern gerecht zu werden.

Nun sind Eltern allerdings nicht alleine in dieser Gesellschaft. Wie also regelt man Urlaubsplanung in einem Unternehmen am besten? Das fragt sich auch Userin @teilzeitmonarchin.

Die Mutter aller Fragen

sollten Eltern mit Kindern Vorrang haben bei der Urlaubsplanung in einem Unternehmen? bitte respektvoll bleiben, mich interessieren die verschiedenen Meinungen

Zeit, das Nest mal durchzulüften

Innerhalb der Ferien? Ja. Außerhalb der Ferien und zur Weihnachtszeit? Nein. Außerdem will ich das auf schulpflichtige Kinder eingrenzen. Klingt selbstverständlich, aber wenn man mal eine Kollegin hatte, die Vorrang in der Urlaubsplanung wegen ihrem 23jährigen Nesthocker wollte, wird man gern sehr präzise.

Auch nicht schön

Nein. Aus der Sicht einer kinderlosen Lehrkraft mit nicht Lehrer Partner wäre es für uns schlichtweg nicht möglich gemeinsam frei zu haben, wenn Leute mit Kindern Vorrang in der Urlaubsplanung hätten.

Ein bisschen Solidarität wär schön

Hä? Euch ist aber schon klar, das der Großteil der Eltern nicht Urlaub nimmt um Urlaub zu machen, sondern einfach weil die Kinder betreut werden müssen?! Jaja, man hat sich für die Kinder entschieden und wusste, dass die eines Tages aucj Ferien haben werden. Und nu? Darf niemand mehr kinder bekommen, der nicht garantieren kann 6 Jahre später genug Geld für X Wochen babysitter im Jahr? So funktioniert unsere Gesellschaft nicht!

Wünschen kann man ja

Kinderfrei hier: ja, vor allem bei Kindern, die noch betreut werden müssen (bei Teenagern eher bedingt). Gleichzeitig können die Unternehmen ihre Kapazitäten nicht so planen, dass ausschließlich Eltern da Urlaub bekommen, in einzelnen Fällen brauchen auch kinderfreie Leute genau da Urlaub, wie zB Partner*innen von Lehrkräften. Es sollte also nicht nur in der Verantwortung der nicht-Eltern liegen, Ferien abzupuffern sondern auch in der des Unternehmens. Ggfs Kinderbetreuung anbieten.

Schulferien lassen sich wenigstens gut planen

Kommt drauf an. Ich bin der Meinung: Wer zu spät einreicht, hat Pech gehabt. Viele Unternehmen wollen den Urlaubsplan schon Ende des Jahres haben. Wenn ich mir also zuerst meine zwei Wochen in den Sommerferien sichere - wegen meinem Geburtstag und meistens auch Festivals - und dann kommt jemand später an und beschwert sich, weil er wegen der Kinder in den Ferien Urlaub braucht, ist das ehrlich gesagt nicht mein Problem.

Kann man irgendwie auch verstehen

Kommt drauf an. Ich bin gewollt kinderlos und nehme zum Beispiel meist Urlaub außerhalb der Schulferien. Ich sehe keinen Grund, in den Schulferien wegzufahren. ABER mein Partner hat im August Geburtstag & da nehme ich ne Woche. Ich würde ausrasten, wenn das abgelehnt würde nur weil ich kinderlos bin.

Eltern müssen zusammenhalten

Ja. Absolut. Meine Kindet sind groß und es gibt einfach keinen sachlichen Grund, aus dem ich Eltern das Leben schwer machen sollte.

Ein Geben und Nehmen

Ja finde ich in Ordnung. Musste als kinderlose auch Rücksicht nehmen. Gerade für alleinerziehende. Jetzt habe ich selber Kinder. Wenn sie erwachsen sind nehme ich wieder Rücksicht. So funktioniert Gesellschaft

Wir Redaktions-Affen nicken

Jein. Ferienzeit im Sommer- ok, macht ihr meinetwegen zuerst. Aber Weihnachten find ich schwierig. Wird immer hingestellt, als hätten Menschen ohne Kinder auch automatisch keine Familie. Die dürfen dann Weihnachten und zwischen den Jahren jedes Jahr arbeiten, können zu dieser Zeit nie die Familie besuchen, wenn diese weiter weg wohnt. Da finde ich sollte man sich schon irgendwie abwechseln können. So, dass jeder mal Weihnachten frei nehmen darf und man nicht jedes Jahr alleine feiern muss.

Wenn alle füreinander Verständnis haben, geht's eigentlich

Ich muss im August 3 Wochen frei nehmen, weil unsere Kita da zu hat und ich keine andere Betreuungsmöglichkeit habe. Hat zum Glück auch noch nie jemand in Frage gestellt. Ich vertrete dafür im September regelmäßig die Kollegen, die nicht an Ferien gebunden sind und dann günstiger in den Urlaub fahren. Und ich bin bereit bei Brückentagen bei Bedarf anderen den Vortritt zu lassen. So kamen wir gut klar. Bin ehrlich gesagt etwas erschrocken über die "ist doch nicht mein Problem" - Mentalitat.
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