Seid ihr schon mal dem Tod von der Schippe gesprungen?

Ausdrucksstarke Collage zum Thema Schrecksekunde, Unfallgefahr und Schutzengel: Im Zentrum sitzt eine junge Frau in Schwarz-Weiß auf einem leuchtend roten Motorroller, der farblich extrem stark hervortritt. Sie trägt ein knallgelbes T-Shirt und einen auffälligen blau-weiß-roten Retro-Helm. Mit fest zusammengekniffenen Augen und weit aufgerissenem, schreiendem Mund klammert sie sich panisch an den Lenker. Weiße Blitz- und Fragezeichen-Icons rund um ihren Kopf sowie das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisieren pointiert die pure Panik, den plötzlichen Schock und diese eine unfassbare Millisekunde, in der man im Straßenverkehr (oder im Leben allgemein) gerade noch einmal haarscharf einer Katastrophe entkommen ist.
Roman, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

In diesem Beitrag berichten Menschen von Unfällen und anderen Schreckmomenten. Falls euch das nicht gut tut, klickt euch lieber in einen unserer anderen Beiträge.

Was steht noch auf eurer Bucket-List? Schon fast alles abgehakt oder eher noch proppenvoll? Vielleicht habt ihr euch den Neujahrsvorsatz gefasst, mindestens drei Punkte abzuarbeiten? Dann wird’s langsam Zeit, schließlich sind die ersten Monate des Jahres schon geschafft.

Meistens sind solche Dinge eine „Once in a lifetime“-Experience. Fallschirmspringen, Bungee-Jumping, einen 5000er-Gipfel besteigen, in der Wüste übernachten oder mit Walhaien tauchen. Leider gibt es aber nicht nur positive Dinge, die man nur einmal im Leben erlebt. Vielleicht seid ihr selbst schon mal nur haarscharf einem großen Unglück entkommen? Oder hattet sogar eine Nahtoderfahrung? Niemand will diesen Moment zweimal erleben, diese Schreckenssekunde, in der man denkt: Okay, das war’s jetzt – auf Wiedersehen.

Ein Reddit-User hat in einem Post seine Community gefragt, ob sie schon einmal ein solches Glück im Unglück hatten und dem Tod von der Schippe gesprungen sind. Dabei sind ein paar Geschichten zutage gekommen, die einen bereits beim Lesen den Atem anhalten lassen. Wir haben die besten für euch gesammelt. Passt auf euch auf und bitte nicht nachmachen!

Da gibt es einiges Schöneres

Joa, als ich aufm Motorrad sitzend plötzlich in die entgegenkommende Front eines 7,5 Tonners geguckt habe. Kann dir sagen, es gibt schöneres.

Das klingt so furchtbar

Jepp. Mit 17 als ich meinen ersten Rheumaschub hatte, der sich in Form einer extrem schmerzhaften Pankreatitis gezeigt hat. Ich lag alleine in meinem Bett und habe vor Schmerz geschrien. Ich weiß ehrlich nicht, wie lange die Schmerzwellen kamen. Irgendwann hatte ich keine Kraft mehr zum Schreien und lag einfach nur noch gekrümmt da. Keiner kam mir zur Hilfe. Mein damaliger Freund ist sogar früher gegangen, weil er es 'nicht erträgt, mich so zu sehen'. Meine Mutter saß im Zimmer daneben. Ich dachte, 'das wars. Jetzt ist es vorbei'. Eventuell hab ich mir das sogar gewünscht. Ich hab diesen Dreck dank der kompletten Unfähigkeit meines Arztes 12 Jahre lang ertragen. Aber es war niemals wieder so schmerzhaft wie damals.

Deswegen immer Helm

Hab mich beim skifahren bei einem Sprung verschätzt, kam in Rücklage und bin kopfüber auf Eis aufgeschlagen. Der Helm war gebrochen, mein Schädel nicht. Aber als dass „Knack" Geräusch kam dachte ich jetzt ist es vorbei. War auf einer Skifreizeit. Da ich in der Gruppe der Leute war, die schon skifahren konnten, gab es bei uns eine Sturzkasse. Jedes hinfallen vor Zeugen kostet 50 Cent. Und unser Lehrer kommentierte meinen Crash trocken mit den Worten „Das kostet dich jetzt aber einen Euro, fünfzig Cent reichen nicht“.

Schlimmste Sekunde des Lebens

Als ich in der Oberstufe war, wurde die Schule renoviert und war dementsprechend eingerüstet. Es war dann fast schon ein Volkssport unter den älteren Schülern, nachts am Wochenende auf das Dach zu steigen und über die Stadt zu blicken. Ich habe das auch mit zwei Freunden gemacht. Das Flachdach ist aber nicht überall gleich hoch, sondern macht an einer Stelle eine Stufe von etwa einem halben Meter. Da es ja nachts war, habe ich das nicht gesehen und bin mit einem normalen Schritt dort über die Kante gelaufen. In dieser Millisekunde, die man fällt, habe ich gedacht: "Das wars".

Glück im Unglück

Ja. Wir haben als Kinder beim Schulbus und der Bushaltestelle fangen gespielt und damals hatte man so rutschige Römerlatschen mit Ledersohlen an. Ich bin auf die Straße gerutscht und der Fahrer eines Trabant mit Anhänger konnte nicht ausweichen, bremste wie blöde und irgendwie wurde ich nicht überfahren, sondern endete mit dem Kopf zwischen Heck und Reifen des Anhängers, nachdem ich mich so halb von der Fahrerseite über das Auto abrollte. Muss voll ziemlich crazy ausgesehen haben und bis auf ein paar blaue Flecken hatte ich nichts. Na ja. Und einen ziemlichen Schock.

Glauben wir sofort

Als ich beim Überholen das entgegenkommende Auto nicht gesehen habe. Stärker als der "Gleich bin ich tot" Gedanke war der " "ich töte gleich jemanden" Der 2. Gedanke war viel schlimmer.

Deswegen immer schön entspannt fahren

Autobahn, vor vielen, vielen Jahren. Ich mit Vollgas auf der linken Spur (= 130 km/h, mehr ging der Golf 2 nicht). Direkt vor mir schert ein Holztransporter aus, weil auf der rechten Spur irgendwas war (Laster schleicht dort). Ich bremse, Bremse, BREMSE, stehe mit beiden Beinen auf der Bremse. Als ich die Geschwindigkeit des Lasters vor mir hatte, waren die Baumstämme über meiner Motorhaube und vielleicht 50 cm vor der Windschutzscheibe. Der fuhr 30 km/h...

Feel you

seit meiner kindheit werde ich fast jedes jahr operiert wegen einer seltenen krankheit und ich hatte und habe nie angst vor den OPs gehabt sondern immer vor der anästhesie und jedes mal wenn sie es aufdrehen und meine adern brennen und mir so langsam schwindelig wird und alles sich dreht denk ich mir das wars jetzt ich wach nicht mehr auf.

Schlimmer geht's kaum

Aorta Dissektion. Das war diese art Schmerz wo du genau weißt das es richtig scheiße wird

Kontrollverlust = Endgegner

Tauchen in Komodo, unerwarteter up current riss mich plötzlich von 30 auf 20m hoch innerhalb von Sekunden. Dachte in dem Moment, dass es mich bis an die Oberfläche hoch schiesst und dass es das jetzt war

Danke, Krankenhaus

Ich hatte vor ein paar Jahren eine Lumbalpunktion und man hatte mir gesagt, 24 Stunden liegen danach und viel trinken würde das „Leck" an Hirnwasser wieder schließen und ich könnte meinem Alltag nachgehen. Leider war dem nicht so und ich hatte 2 Tage die Kopfschmerzen meines Lebens. Eines Abends bin ich mit meinen Hunden rausgegangen und fühlte mich plötzlich ganz komisch, hatte das Gefühl langsam meine Beine nicht mehr zu spüren. Dann sah ich auf einmal nur noch verzerrt und bin dann ohnmächtig geworden. Habe in dem Moment wirklich geglaubt das war's jetzt mit mir, weil es kein typischer Kreislaufzusammenbruch war bei dem man weiß es geht gleich wieder. Ende vom Lied war dann eine gebrochene Hand. Und das nur weil das Krankenhaus mich schnell wieder loswerden wollte..

Wie im Film

Norwegen, mit Rucksack auf wanderbaren Bergen unterwegs. Eine Schräge entlanglaufend. An einer Stelle so eine Mulde, in die etwas Gras gewachsen war. Gut als Tritt. Nein, keine Mulde, nur Grasbüschel, der sofort weg ist, ich rutsche auf dem Bauch den Felsen runter, ist steil, acht Meter weiter der tödliche Abgrund. Ein Felsvorsprung, an dem ich mich festhalten kann. Zeitlupe. Nicht stark genug. Mit Füßen und Händen irgendwie abbremsen. Komme einen Meter vor Tod zum Stehen.
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