
Manche Fehler im Leben muss man einmal selbst gemacht haben. Da bringt es auch nichts, wenn die Familie oder die Freunde einen warnen. Bei manchen ist es die eine toxische Person, mit der man gegen den Rat aller eine Beziehung eingegangen ist. Bei anderen ist es eine Investition, die viel Kopfschütteln hervorgerufen und die man später bitterlich bereut hat. All diese Dinge haben eins gemeinsam: Man macht sie genau einmal und nie wieder! Das Sprichwort „Aus Fehlern lern man“ trifft den Nagel auf den Kopf. So sagen zum Beispiel erfahrene Fußballtrainer oft, dass sie aus Niederlagen deutlich mehr gelernt hätten als aus einem ungefährdeten Sieg.
Und so kann man die heutige Geschichte auch positiv betrachten, denn schließlich ist niemand zu Schaden gekommen und der Fehler konnte relativ schnell behoben werden. Es zeigt aber auch, mit welchen ausgeklügelten Methoden Scammer versuchen, an unser Geld zu kommen. Daher immer schön aufpassen und im Zweifelsfall mit Freunden oder der Familie sprechen, bevor ihr irgendwohin Geld überweist!
Aber fangen wir ganz am Anfang an und steigen dafür in unsere Zeitmaschine und reisen zehn Jahre zurück in die Vergangenheit.
Das ganze ist mittlerweile über 10 Jahre her, ist mir aber bis heute maximal unangenehm. Ich kann mich nicht mehr zu 100% genau erinnern, wie alles abgelaufen ist, aber ich versuche es so genau wie möglich abzurufen.
Mit 18 wurde ich mal in der Innenstadt von einem gutaussehenden ca. 25-jährigen Typen angesprochen. „Ich hab eine Rose für dich, die bekommst du aber nur, wenn du an unserem Gewinnspiel teilnimmst. Bist du schon 18?“ — 1/5
Klingt erstmal vielversprechend, oder? Wer wäre hier schon skeptisch geworden?
Ich, gerade 18 geworden und maximal naiv, freute mich, endlich ja sagen zu können und Einblick in etwas zu bekommen, was nur Erwachsene sehen dürfen. Diese Typen mit Rosen in der Innenstadt hatten mich schon mehrfach in Vergangenheit angesprochen, jetzt konnte ich endlich auch mal mitmachen. Ich musste für das Gewinnspiel nicht viel tun, nur meine Nummer und Mailadresse, sowie meinen vollen Namen hinterlassen. Damals habe ich das absolut nicht hinterfragt, dachte mir „die machen das ja schon seit Monaten. Wenn es was verbotenes wäre, hätte die Polizei längst eingegriffen.“ — 2/5
Natürlich ist das ein bisschen naiv, aber die junge Frau ist ja auch gerade erst 18 Jahre alt geworden, da ist man noch ein bisschen grün hinter den Ohren!
2 Tage später klingelte mein Handy, unbekannte Nummer. Ich ging ran und bekam mitgeteilt, dass ich eine Reise nach Ibiza gewonnen hatte. Ich habe mich ultra gefreut und direkt gefragt, ob ich eine Freundin mitnehmen dürfte. Die Stimme am anderen Ende verneinte, der Gewinn gilt nur für eine Person. Schade, aber dann mache ich halt einen Urlaub alleine, warum nicht. Ist scheinbar eh ein Gruppending, da lernt man ja auch Leute kennen. Ich musste nur meine Bankdaten da lassen, damit dann per Lastschrift eine kleine Anzahlung von 500€ von meinem Konto abgebucht werden kann, die ich definitiv später wieder zurück bekommen würde. Puh, 500€ ist viel für eine Schülerin, das war weit über die Hälfte meines Kontostandes. Aber naja, ich bekomme es ja wieder. — 3/5
Spätestens hier hätten ihre Alarmlocken jedoch läuten müssen! Denn wenn man mal überlegt, was die ganze Reise wert ist, hätte man schon mal skeptisch werden können …
Das Geld wurde einige Tage später abgebucht und ich wartete auf weitere Infos zur Reise. Als diese auch eine Woche später nicht kamen, fing ich an, das Ganze zu hinterfragen. Ich versuchte, die Nummer noch einmal anzurufen, aber „die Rufnummer ist nicht vergeben“. Da war mir klar, dass ich gescammt wurde. Ich hatte einfach irgendwem meine Kontodaten überlassen und unterschrieben, dass sie Geld von meinem Konto haben können. Ich wusste nicht, was ich tun soll und habe erstmal abgewartet. Als einen Monat später der Rest des Geldes von meinem Konto abgebucht wurde, lies ich mein Konto sperren. — 4/5
Wie reagieren die Eltern bei so etwas? Oder verschweigt man so etwas lieber? Wir schauen nach:
Meinen Eltern habe ich davon nie erzählt, meinte nur ich hätte meine Karte verloren und das Konto deswegen sperren lassen. Mein gesamtes gespartes Geld war auf einen Schlag weg und ich habe mir dann erstmal einen Minijob gesucht, damit ich wieder ein bisschen mehr zur Verfügung habe als Taschengeld. — 5/5
Reaktionen & Kommentare
Aus der Reddit-Community kommt viel Zuspruch und Trost, schließlich haben wir alle schon mal Fehler gemacht. Einige erzählen sogar ähnliche Geschichten, die ihnen widerfahren sind.
Man ist nur einmal jung und dumm. Ich habe bevor die regularien verstärkt wurden mein Konto leer gezockt bei online Casinos (auch als ich ca 18 war) knapp 3000€. Ich habe mega anschiss bekommen wo denn mein Geld hin ist aber habe daraus gelernt und schaue Glücksspiel nichtmal mehr mit dem arsch an 😅
Die Lösung war so nah …
Aus Fehlern lernt man eben
Glück im Unglück!
Ganz ehrlich: Leute unterschätzen drastisch wie teuer Erfahrungen sind. Jeder macht im Laufe seines Lebens Fehler und bezahlt teuer dafür. Du hast für 1000€ eine wertvolle Erfahrung mitgenommen. Sei froh drum. Im späteren Alter wären das vielleicht 10.000€ geworden.
Ich selbst habe bei meinem ersten Autokauf für 4400€ gelernt, dass man nicht von Schotterplatzhändlern kaufen sollte. Die Erfahrung hat mir bei meinem zweiten und dritten Autokauf viel Geld und Nerven gespart.
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