Kann ich bitte sofort kündigen? WTF-Momente im Job

Humorvolle Collage zum Thema toxisches Arbeitsumfeld, verrückte Chefs und WTF-Momente im Job: Auf der linken Seite blickt eine ältere Frau in Schwarz-Weiß streng und maßregelnd in die Kamera, während sie mit erhobenem Zeigefinger droht. Sie trägt ein leuchtend dunkelrotes Hemd, das farblich extrem stark hervortritt. Auf der rechten Seite blickt eine jüngere Frau in Schwarz-Weiß mit Brille völlig fassungslos und verwirrt drein. Sie tippt sich mit dem Finger an die Schläfe (die "Einen Vogel zeigen"-Geste) und hält in der anderen Hand eine hellblaue Wasserflasche. Sie trägt ein knalliges neon-orangefarbenes Oberteil. Weiße Blitz- und Fragezeichen-Icons sowie das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund in der Datei "Threads-Kann-ich-sofort-kündigen-WTF-Momente-im-Job.jpg" visualisieren pointiert den absoluten Clash zwischen unverschämten Vorgesetzten und dem puren Unverständnis der völlig überforderten Angestellten.
luismolinero, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Hat irgendjemand den perfekten Job für sich gefunden? Falls ja, dann drücken wir hiermit offiziell unseren gigantischen Neid aus. Gefühlt ist die Suche nach der beruflichen Erfüllung fast so schwierig, wie das Finden des richtigen Partners. Und selbst wenn man dann karrieretechnisch endlich am richtigen Hafen angekommen ist, gibt es doch trotzdem meistens die eine oder andere Sache, die sich optimieren ließe.

Wie wäre es beispielsweise mit der Vier-Tage-Woche? Dazu würde doch niemand „Nein“ sagen, oder? Kolleg*innen sind natürlich auch immer so eine Sache. Mehr Spaß macht die Arbeit, wenn man sich gut versteht und auch schon mal ein paar Minütchen länger an der Kaffeemaschine verweilt, um sich noch in eine kleine Gossip-Runde zu vertiefen.

Während man so manche Kleinigkeit, die nicht perfekt ist, ganz gut ignorieren kann, gibt es jedoch eindeutige Red-Flags, bei deren Sichtung man den Job eigentlich am liebsten sofort wieder hinschmeißen würde (und sollte!). So etwas ist Threads-Userin @ehrlichundmude passiert, woraufhin sie ihre Community nach den größten WTF-Momenten im Job gefragt hat. Wir haben die schrägsten für euch gesammelt.

Was waren eure größten WTF-Momente bei einem neuen Job? Ich fang an Mittelstand. So ~300 Mitarbeiter. Erste Woche. Ich connecte mich ganz normal mit ein paar Leuten. Schon da dachte ich mir: Warum ist hier gefühlt jeder zweite neu... oder schon wieder weg? Ich werde plötzlich vom Personalchef ins Gespräch gebeten. „Uns wurde gesagt, Sie wurden in der Pause mit Ben gesehen." ??? Ich so: ja... wir haben geredet? Dann kam's:

Ich soll mich bitte nicht von ihm beeinflussen lassen, und würde bestimmt nur schlecht über die Firma reden. er hätte gekündigt Plot Twist: Hat er nicht. Kein einziges Mal. Aber dieses... „Wir beobachten genau, mit wem du sprichst" Stasi-Vibe? Hat mir mehr über die Firma gesagt als jede Bewertung im Internet. Ich hab dann relativ schnell selbst gekündigt. Jetzt ihr: Was war euer größter „ok ich bin hier falsch"-Moment?

Als würde sich ein Kunde darüber beschweren?

Ich hab mich im Einzelhandel an der Kasse getraut, Wasser aus meiner Flasche zu trinken. Die Teamleiterin kam dann auf mich zu. "Ein Kunde hat sich bei mir beschwert, weil du was getrunken hast. Das ist eklig. Das macht man nicht vor Kunden. Deine Flasche muss im Schließfach bleiben." Häää?? 8 Std nichts trinken? Dann wird mein Mundgeruch aber eklig und gesund ist das nicht. Habe in den Richtlinien des Unternehmens übrigens nichts über ein Trinkverbot vor Kunden gefunden.

Mehr "Red Flag" geht nicht, oder?

Ein Chef zu mir: "Na, schönes Wochenende mit dem Macker gehabt? Knackiknacki, ja?" Wortwörtlich. Mein "Ich wüsste nicht was Sie mein Privatleben angeht" führte zu einer Abmahnung mit "Personalgespräch". Hab sehr kurz danach gekündigt.

Konzept von Gleitzeit wohl nicht verstanden

Erster Job nach dem Studium in einem sehr kleinen Ingenieurbüro (nur die beiden Chefs, die Sekretärin, eine studentische Hilfskraft und ich als Jungingenieurin). Wir hatten Gleitzeit „vereinbart", so dass ich immer schon gegen 7/7:30 Uhr angefangen habe und gegen 16:30/17 Uhr nach Hause bin. Die Chefs kamen immer erst so gegen 9:00 Uhr. Kurz vor Weihnachten wollte ich dann Ma schon um 15 Uhr weg, um Geschenke zu kaufen. Ich hatte etliche Plusstunden auf dem Zeitkonto.

Da wurde mir mitgeteilt, dass das so nicht ginge. Sie wären nicht dafür verantwortlich, dass ich meinem „Privatvergnügen“ nachgehen könnte und es würde sowieso schon auffallen, dass ich immer so früh gehe. Sie selber würden eigentlich immer bis 20 Uhr oder länger im Büro sein und würden ihre eigenen Kinder gar nicht sehen usw. Ich hab nur gedacht, dass das echt nicht mein Problem wäre unsers fast froh, dass sie mich in der Probezeit gekündigt haben. Bin dann in ein etwas größeres Büro gewechselt

Run!

Mein Vorbild ist die Praktikantin, die nach einer Stunde behauptet hat, sie hätte ihre Zigaretten im Auto vergessen und anschließend mit quietschenden Reifen vom Gelände gefahren ist. Es handelte sich übrigens um einen ambulanten Pflegedienst.

Was war da der tiefere Sinn?

Gespräch mit meinem Teamleiter, er fragte micht als welche Farbe ich mich indentifiziere(rot,gelb,blau,grün) ich, dezenter WTF Blick, meinte dann nur zu ihm, dass ich mich als Regenbogen identifiziere...er fragte mich, ob ich ihn verarsche, ich meinte nur, dass er doch damit angefangen hat

Was genau ist Pause, wenn nicht Freizeit?

Ich wurde abgemahnt weil ich in meiner Pause ein Buch gelesen habe. Pausen wären nur zum Essen und Trinken da, nicht für Freizeit. Jetzt bin ich Gewerbeaufsichtsbeamte und achte darauf, dass in Betrieben Pausen eingehalten werden

Lass das bitte ein Scherz sein!

Ich habe mal bei einer größeren Bank gearbeitet, sowohl als Reinigungskraft als auch als Küchenhilfe. Die Mitarbeiter der Bank, wollten allerdings nicht, dass die Reinigungskräfte den gleichen Aufzug benutzen. Uns wurde stattdessen geraten, den Putzwagen die Treppe hochzutragen und die Mitarbeiter nicht einmal mit einem „Guten Morgen" zu grüßen, da das angeblich als Beleidigung aufgefasst werden könnte. „Wir" würden die damit unnötig „belästigen"

Zu recht

Vor vielen Jahren wollte ich neben dem Studium am Samstag Zeitung austragen. Runde sollte ca 4 Stunden dauern, Lohn war nicht toll, aber für die Stunden akzeptabel. Bis sie mir am ersten Tag die Werbezettel und Einzelteile der Zeitungen hingekippt haben. Habe ca 3 h gebraucht, alles zu sortieren, und diese Zeit wurde nicht vergütet. Am selben Tag noch gekündigt.

Anzeige ist hoffentlich raus?

Als ein Vorgesetzter in einem Wutanfall meiner Kollegin den Telefonhörer aus der Hand riss, ihr damit auf den Kopf schlug und sie vom Bürostuhl aus auf den Boden sackte.

Wie genau definiert er "ernst nehmen"?

Chef fragte mich ob ich VOR dem ersten Arbeitstag die Firma auf ner Messe vertreten will. Hatte drei Monate frei vor dem Start dort, habs als leider gemacht. Ohne Vergütung. Hab's damals als Vertrauensvorschuss gesehen, rückblickend war es so toxisch wie der ganze Arbeitsalltag. Gleiche Firma: sollte 2 Wochen vor errechnetem Geburtstermin unseres ersten Kindes wieder zu ner Veranstaltung mit 2 Übernachtungen, 5 Stunden weg von zu Hause. Hab nein gesagt. Chef so: wir nehmen deine Sorgen ernst,

kauf mal das Ticket, wenns Kind schon da ist können wir wen anders schicken. 1 Monat vor der Veranstaltung war klar dass ich da niemals hinkann, meiner Frau ging's scheiße uns so lasse ich die nicht alleine. Chef ist ausgerastet und meinte ich sei unzuverlässig, wir hätten das ja gemeinsam entschieden (hatten wir nicht), seine Frau sei Hebamme und deswegen wüsste er dass das erste Kind eh nie vor ET kommt (Blödsinn). War der Moment wo ich innerlich gekündigt habe. Ist ne kleine Firma, 12 MA

Was ist mit dem Menschen los, der diese Stoppuhr bedient?

Callcenter, Mindestlohnjob (und nicht 1 Cent mehr). Mir wurde am ersten Arbeitstag erklärt, dass ich genau drei Toilettenpausen am Tag hätte, die insgesamt nicht länger als fünf Minuten dauern dürften. Da saß dann tatsächlich jemand, der immer die Stoppuhr startete, wenn man aufstand und alles notierte, am Ende des Tages wurde mit jedem Mitarbeitenden "abgerechnet". Jede Sekunde über den fünf Minuten führte zu einer drastischen Minderung des Lohns.

Können die das nicht selbst?

Habe in einem großen Betrieb gearbeitet, indem es um Tiere ging. Hatten im Büro auch ein paar Tiere, um die ich mich gekümmert habe, weil es sonst keiner gemacht hat. Wurde dann vor Ende der Probezeit entlassen und es fiel der Satz der Vorgesetzten: du kümmerst dich zu viel um die ok sorry, dass denen frisches Tiere. Wasser und Futter gegeben habe
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