Eine Einladung mit Haken

Humorvolle Collage zum Thema geizige Gastgeber, absurde Einladungen und Familienfeiern: Auf der linken Seite blickt eine junge Frau in Schwarz-Weiß völlig schockiert und ungläubig drein, während sie fragend mit beiden Zeigefingern auf sich selbst zeigt. Sie trägt ein leuchtend rotes T-Shirt, das farblich extrem stark hervortritt. Auf der rechten Seite steht eine ältere Dame in Schwarz-Weiß mit einer weißen Kochmütze, die empört eine fragende Handgeste macht und in der anderen Hand einen Teller mit Waffeln und Sahne hält. Sie trägt ein lachsfarbenes T-Shirt und eine orangefarbene Schürze. Weiße Fragezeichen- und Blitz-Icons sowie das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisieren pointiert die absolute Fassungslosigkeit über eine vermeintliche "Einladung", bei der der Gast nicht nur das Essen beisteuern, sondern am Ende auch noch die eigene Portion bezahlen soll.
kues1, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Gefühlt gibt es ja zwei Sorten von Menschen: die, die über ihren Geburtstag jedes Jahr aufs Neue in Urlaub fahren, um sich zu verstecken. Und die anderen, die es lieben, ein großes Fest zu schmeißen und die komplette Nachbarschaft einzuladen. Letzteres ist allerdings – so schön es auch ist, wenn alle endlich nochmal zusammen kommen – immer mit ein bisschen Aufwand verbunden. Es muss für Getränke und Essen gesorgt sein, ein bisschen Dekoration darf natürlich auch nicht fehlen, die richtige Playlist und genug Stühle wären je nach Alter dann auch nicht schlecht.

Ihr merkt – eine Einladung auszusprechen geht nicht nur mit Stress einher, sondern kann auch monetär ganz schön zu Buche schlagen. So ähnlich sieht das wohl auch die gastgebende Person, die Threads-Userin @laurakonzales Oma zu sich eingeladen hat. Sie soll nicht nur einen Salat, eine Beilage oder einen Nachtisch mitbringen, sondern auch noch jede Wurst, die sie verspeist, bezahlen. Kann man in diesem Fall überhaupt noch von einer Einladung sprechen oder sollte man es unter den Umständen lieber ganz sein lassen? Die Community ist sich uneinig und wir haben die treffendsten Reaktionen für euch gesammelt.

Meine Oma ist heute zum Grillen EINGELADEN. Jeder soll was mitbringen (Beilage, Salat, Nachtisch etc.) UND 2-3€ pro Fleisch/Wurst bezahlen. Hä?!
Noch mal für alle, die es nicht richtig gelesen haben: meine Oma IST EINGELADEN" OBJ und nicht die Gastgeberin.

Bon wäre schon witzig

Muss man das Würstchen / Fleisch gleich am Grill bezahlen oder läuft das über eine extra Bon Ausgabe.

Kennt jeder, oder?

Ich kenne das so, dass jeder sein Grillgut selber mitbringt und vielleicht noch einen Salat, Kuchen, Getränke etc. Wenn jeder geladene Gast das macht, hat der Gastgeber kaum Kosten, stellt aber seinen Grill, seinen Garten, das Geschirr und die darauffolgende Aufräumarbeit zur Verfügung.

Gute Definition

Einladung: Niemand bringt was mit! Verabredung/Grillfest: Jeder bringt was mit!

Genau das bedeutet doch das Wort "Einladung", oder?

Wenn man eingeladen wird, zahlt man normalerweise nicht dafür....... aber vielleicht bin ich altmodisch

Traurig, aber wahr

An alle, die sich gerade so aufregen: setzt euch mal mit dem Thema altersarmut auseinander. Und jetzt geht mal zum Metzger und holt für 6 Personen Grillfleisch. Und jetzt hört bitte auf rumzujammern. Ihr könnt das ja anders machen, wenn ihr von eurer Rente „lebt"

So alt schon?

Ein typisches Mitbringbuffet-Event. Sehe da kein Problem. Die Tradition ist über 2000 Jahre alt und schon Jesus hat in der Bibel dokumentiert welche veranstaltet. Meist bleibt danach recht viel Wein, Fisch und Brot übrig.

Finden wir auch

Ich kenn das so, dass Gastgeber Getränke, Platz, Kohle/Gas, Grill, ... stellen und Beilagen und Gegrilltes mitgebracht wird und find das komplett fein. Wenn man das im Vorfeld so kommuniziert ist das doch komplett in Ordnung.

Valid point

Hier, ich bin diejenige mit viel Platz und Garten. Ich bin immer diejenige die am meisten kosten hat tatsächlich weil an Getränke und Kohle nicht gedacht wird. Dann doch noch nen Kaffee oder abends dann doch noch alle Lust auf Bier oder Alkohol haben kann es verstehen wenn da andere sagen, dass was mitgebracht werden soll, weil's Geld knapp ist.

Stimmt auch irgendwie

Dann ist aber doch keine Einladung? Ich kann ja noch verstehen wenn man einlädt und dann sagt aber jeder bringt die Beilagen mit oder das Grillgut. Aber beides quasi zu finanzieren als Gast. Merkwürdig. Wobei wäre es jetzt eine Hochzeit und die Gäste sollen Geld schenken (wo die meisten Paare ja die Kosten mit andecken) obwohl sie eingeladen wurden da meckert auch keiner.

Aber doch nicht beides, oder?

Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, das wenn ich eingeladen überhaupt nichts mitnehme. Es ist eine Frechheit geworden. Es wird vorraus gesetzt das man Kuchen / Salat mitbringt. Wenn ich einlade, lade ich ein und erwarte nicht das meine Gäste meinen Part übernehmen. Was anderes ist es wenn man sich zum grillen etc. Verabredet.

Vielleicht macht der Gastgeber ja auch noch einen Salat?

Alle bringen was mit was die Gastgeber auch essen dürfen und das Fleisch was die Gastgeber kaufen muss bezahlt werden? Das finde ich ziemlich doof und hätte schon keine Lust!

Fehlplanung oder Absicht?

Meine Schwägerin hat letztens zum Geburtstag ihres Sohnes eingeladen. Jeder sollte was mitbringen (Kuchen, Salate, Wurst & Co), sie beteiligte sich mit einem Karottensalat an der Geburtstagsfeier ihres zweijährigen. Funfact: es hat nicht Mal jeder ne Wurst abbekommen, weil es zu wenig war und wir sind nach dem Geburtstag erstmal Döner essen gegangen

Wildes Konzept

Vor einigen Jahren eine EINLADUNG erhalten für einen Geburtstag in einem Weinlokal. Man sollte eine Getränkepauschale von 30€ zahlen, es gibt 2 ausgewählte Weine & Softgetränke. Den Sekt zum Empfang bezahlt der Gastgeber. Dazu ein "Mitbring"- Buffe - jeder trägt dazu bei. Die Abwaschpauschale von 50€ übernimmt gnädigerweise auch der Gastgeber. Und wenn man noch möchte, darf man natürlich noch ein Geschenk mitbringen. Stand genau so in der Einladung.

Kommunikation ist alles

Wir sind jedes Silvester bei Freunden "eingeladen" und es wird immer hinterher 'ne Umlage gemacht (angepasst an Kind/Erwachsen, Alkohol oder kein Alkohol getrunken). Das ist absolut selbstverständlich und ich freu mich, dass ich wenig mit Aufräumen, Einkaufen, Planung zu tun habe. An dem Wort "Einladung" muss man sich im Freundeskreis nicht aufhängen. Ansonsten würd ich Oma empfehlen, mal zu reflektieren, wie oft sie einlädt, warum sie es (nicht) tut, warum die Leute so agieren.
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