
Dieser Beitrag thematisiert der Verlust eines Menschen. Wenn euch das Thema nicht gut tut, empfehlen wir euch einen anderen Beitrag.
Irgendwann ist unser Leben nun mal zu Ende. So schwer dieser Gedanke auch ist, gehört er zum Leben dazu. Und oft ist dabei gar nicht der eigene Tod das Schmerzhafteste, sondern der Abschied von den Menschen, die wir lieben. Familie, Freunde oder Menschen, die uns auf unserem Weg begleitet haben.
So sehr der Verlust auch wehtut, bleiben am Ende vor allem die Erinnerungen. Die gemeinsamen Momente, die Gespräche, das Lachen und all die kleinen Augenblicke, die einen Menschen unvergesslich machen.
Und manchmal entstehen Freundschaften dort, wo man sie am wenigsten erwartet hätte. Mit Menschen, die einem in kurzer Zeit unglaublich viel geben. Genau so erging es einem Reddit-User. Während seines Freiwilligen Sozialen Jahres in einem Behindertenwohnheim lernte er die wunderbare Elke kennen. Dass ihre gemeinsame Zeit so früh enden würde, hätte sich niemand gewünscht.Die ganze Geschichte findet ihr hier, voller Trauer, schöner Erinnerungen und Kommentare, die zeigen, wie viel ein Mensch bei anderen hinterlassen kann.
Als ich 16 war, habe ich ein FSJ in einer Tagesgruppe + in einem Behindertenwohnheim gemacht. In dieser Gruppe waren die meisten Bewohner ziemlich für sich, 99% im Rollstuhl mit verschiedenen Graden einer geistigen Behinderung.
Eine davon, Elke, saß zwar im Rollstuhl, aber war komplett klar, und die Behinderung betraf „nur“ den Körper.
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Elke hatte sich regelmäßig mit uns über einen kleinen Computer unterhalten. Mit ihr zu „arbeiten“ hatte immer Spaß gemacht, mit ihr war es wirklich nie langweilig, und ich hatte sie sehr gern gehabt. Arbeit in Anführungszeichen, weil’s halt nur FSJ war, und Elke für mich keine Arbeit war. Wir hatten viel miteinander gelacht
Ich hab ihr von meinem Leben erzählt, sie hat von sich erzählt, und sie war eine willkommene seelische Auszeit für mich. Leider waren nicht alle Mitarbeiter nett zu mir, und mein Elternhaus war ebenso eine sehr schwierige Zeit für mich. Deswegen war ich nicht immer gut gelaunt, sondern eher in mich gekehrt. Und Elke hatte mich immer aufgebaut.
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Als das FSJ vorbei war, saß ich da mit ihr, und wir haben ein paar letzte Worte gewechselt. Sie sagte, dass man sich in paar Jahren ja wieder treffen könnte. Das klang für mich wie eine gute Idee.
Das war kein „Joa, joa, sicher… bestimmt irgendwann…“ sondern ich dachte mir wirklich, dass ich sie vielleicht irgendwann wieder sehen kann, wenn es mir wieder besser geht.
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Dann kam das Leben dazwischen. Als ich dann viele Jahre später bei meiner Mutter zu Besuch war, sagte sie, dass ich Post bekommen hatte.
Elke hatte mir geschrieben. Und ich will mir nicht mal die Mühen ausmalen, die sie sich machen musste, bis es dazu kam. In dem Brief stand, dass sie mich gerne wieder sehen würde, und wir doch mal einen Kaffee zusammen trinken sollten.
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Um die zwei Wochen später war ich dann wieder in der Stadt, und bin zum Behindertenwohnheim gelaufen. Am Eingang habe ich einen Bewohner von Elkes Wohngruppe erkannt, und ich habe ihn gefragt, ob Elke noch dort wohnt. Nein, sie ist vor circa einer Woche verstorben.
Habe mich für die Info bedankt, und musste mich zusammenreißen, nicht direkt vor ihm zu heulen. Bin umgedreht, paar Meter gelaufen, und habe mich auf eine Bank gesetzt um dort einfach nur zu flennen.
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Weil ich meinen Arsch nicht rechtzeitig hochbekommen habe und das Treffen zig Jahre lang aufgeschoben habe, habe ich sie verpasst.
Ich bin mittlerweile 30 Jahre alt und es verfolgt mich immer noch. Diese Erinnerung verfolgt mich und ich verdränge es so tief es geht. Aber sobald ich nur kurz an Elke denke, muss ich sofort wieder heulen. Es tut mir einfach so verdammt leid.
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Gedanken, Gefühle und ähnliche Situationen:
In solchen Momenten ist es oft schwer, die richtigen Worte zu finden. Denn nichts, was man sagt, kann die Zeit zurückdrehen oder das Geschehene ungeschehen machen. Und trotzdem können ein paar ehrliche Worte Trost spenden. Wir haben sie gesammelt, danke für eure schönen und ehrlichen Kommentare!
Leider viel zu viele Baustellen
So schade!
Ging mir ähnlich mit einem Mann, über den ich an der Journalistenschule eine wichtige Reportage geschrieben habe. Wollte ihn immer nochmal besuchen, auch weil er sehr einsam war.
Arbeit, Leben, Freunde, Reisen – der Besuch ist untergegangen. Dann hab ich ein paar Jahre später von einer seiner Nachbarinnen die Nachricht bekommen, dass er gestorben sei.
War ein ziemliches Stechen in der Brust. Aber vielleicht sind manche Menschen auch nur kurze Wegbegleiter, vielleicht sogar nur für einen Tag. Wenn man durch sie aber nur ein kleines bisschen die Richtung geändert hat, dann kommt man am Ende dennoch an einem ganz anderen Ort raus. Und vielleicht ist es der anderen Person ja ähnlich gegangen.
Mir zumindest hilft der Gedanke dabei, Frieden mit mir und der Situation zu machen.
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