10 Dinge, die man im Stau auf der Autobahn NICHT machen sollte

10 Dinge, die man im Stau NICHT machen sollte

Reisezeit ist Stauzeit, das wissen wir im Land der nicht fertiggestellten Baustellen und der maroden Brücken alle aus eigener Erfahrung. Laut Statistik sollen Deutsche im Schnitt 43 Stunden im Jahr im Stau stehen, was wirklich verdammt viel Zeit ist. Wobei man bei Stillstand auf der Autobahn endlich auch mal die Seele neben dem Duftbaum baumeln lassen kann – vorausgesetzt, man sitzt allein im Fahrzeug. Bei Mitfahrgelegenheiten wird es dann manchmal unangenehm: Entweder alle schweigen sich über Stunden an, während der Typ auf der Rückbank die Yucca Palme zwischen seinen Beinen verflucht, oder aber es gibt diesen einen Mitfahrer, der einfach endlos quasselt. Und zwar ohne jegliche Rücksicht, ob das irgendwen auch nur im Geringsten interessiert.

Als Familie mit kleinen Kindern sollte man hingegen für den Stau mehr als ein Supermarktregal an Snacks und Getränken eingepackt haben. Und eine Menge an Spielsachen, die jede Spielzeugabteilung eines Kaufhauses in den Schatten stellt, in dem das Fahrzeug hoffentlich auch selbst steht. Tja, das Leben im Stau ist weder Ponyhof noch Zuckerschlecken – aber manchmal eben unvermeidbar. Als kleine Unterstützung haben wir für euch 10 Tätigkeiten aufgeschrieben, die ihr im Stau auf gar keinen Fall machen solltet.

#10: Ein ernstes Gespräch mit dem Ehepartner beginnen

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Elvira, Adobe Stock

Es heißt nicht umsonst „Bis dass der Stau euch scheidet.“ Denn was will man auch anderes machen, als miteinander zu sprechen, wenn seit Stunden – ähnlich wie in so mancher Ehe – gar nichts mehr läuft? Wenn der Verkehr zum Erliegen gekommen ist und sich verdammt viel aufgestaut hat? Der entscheidende Nachteil auf der Autobahn ist der, dass man hier nicht fliehen kann. Denn der Weg über die Mittelleitplanke dürfte mindestens so schmerzhaft sein wie das „Es ist nicht so, wie es aussieht“ oder das „Es hat überhaupt nichts zu bedeuten“ eures Partners. Also entscheidet euch lieber dafür, die Wolken am Himmel oder die auf der Gegenspur vorbeirasenden Autos zu zählen – Hauptsache, ihr müsst nicht miteinander reden.

#9: Perineum sunning

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Peri … bitte WAS?! Ja, im Stau zu stehen, ist echt für’n Arsch. Und in diesem Fall auch ganz wortwörtlich. Denn bei diesem Trend aus dem Jahr 2022 ging es darum, sich förmlich die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen zu lassen. Wobei das nicht ganz richtig ist, schließlich räkelten sich die „Betroffenen“ so in der Sonne, dass deren Strahlen direkt AUF das Poloch und die Gegend rund um dieses fielen. Und da kommt nun im Stau die Motorhaube ins Spiel: Lasst also einfach die Hüllen fallen, sucht euch in Rückenlage eine möglichst bequeme Position auf dieser, spreizt die Beine und schon heißt es wenn schon nicht „Bahn frei“ immerhin „Damm frei“ für alle!

#8: Die Spur wechseln

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thongchainak, Adobe Stock

Mit Autofahrerinnen und Autofahrern, die im Stau stehend alle paar Minuten die Spur wechseln, verhält es sich ähnlich wie mit Mon Chéri: Niemand mag sie. Schade, dass sie in der Sonne nicht auch einfach wegschmelzen. Was soll das denn auch? Als ob schon jemals irgendjemand schneller aus dem Stau herausgekommen ist, weil er von der rechten auf die linke Spur gewechselt ist und umgekehrt. Und das immer und immer wieder. Kleiner Tipp an euch, die sich gerade angesprochen fühlen: Auch so entstehen (neue) Staus!

#7: Aussteigen und die Familie mitsamt dem Hund bei 30 Grad im Auto zurücklassen

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Nattawit, Adobe Stock

Nur mal eben kurz einen Kaffee an der nächstgelegenen Raststätte holen und eine Pipipause einlegen? Was nach wenigen Minuten klingt, kann (gerade im Alter) auch gut und gerne mal etwas länger dauern. Weil man ja aber dabei seine Ruhe haben möchte, bleibt die quengelnde Familie natürlich so lange im Auto sitzen. Keine gute Idee bei sommerlichen Temperaturen, schließlich achten Tierfreunde zum Glück auf zurückgelassene Hunde im Auto und sind da (ebenfalls zum Glück) recht schnell mit dem Hammer zur Stelle, um die Scheibe einzuschlagen. Wäre schön, wenn das so auch für Dachgeschosswohnungen im Hochsommer gelten würde.

#6: Mit Ralf-Schumacher-Maske nebenan klopfen und fragen, was das Auto wert ist

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Gorodenkoff, Adobe Stock

Frage: Wollte überhaupt von euch schon mal irgendjemand wissen, was sein Auto wert ist? Die Mühle wird gefahren, bis Zahn- und Keilriemen gleichzeitig den Geist aufgeben und es aus dem Auspuff raucht, als säße Helmut Schmidt höchstselbst darin. Der Stau macht sich schließlich nicht von alleine. Falls es jedoch einen neuen Teil des Gruselklassikers „Scream“ geben sollte, der auf der Autobahn spielt, wäre dieser Vorschlag mit Sicherheit ganz vorne mit dabei.

#5: Bei geöffnetem Fenster lautstark mit seinem Urologen über den Ausschlag sprechen

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„Genau, Herr Doktor! Das begann kurz nach dem letzten Urlaub. Und jetzt juckt es da plötzlich überall ganz unangenehm und es ist auch alles voller Pusteln!“ Keine Angst, der Rest des Fachgesprächs bleibt natürlich unter Verschluss. Aber hier im Stau hat man halt endlich mal so richtig schön Zeit für ein klärendes Gespräch mit seinem Arzt für untenrum. „Und Sie, in dem Auto da vorne, könnten Sie mir vielleicht kurz mit der Salbe hier zur Hand gehen? Ich komm da unten doch so schlecht hin …“

#4: Selbstbefriedigung

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Ja, es heißt „Liebe deinen Körper!“ Und ja, Masturbation ist gesund und völlig normal. Sie baut Stress ab – aber nun mal (abgesehen von Samenstau) keinen Stau! Die Finger gehören im Verkehr ans Lenkrad und sonst nirgendwo hin! Und falls der Druck wirklich so groß sein sollte, dann streichelt halt von mir aus den Schaltknüppel, bis ihr wieder (voran)kommt.

#3: Den Rückwärtsgang einlegen und Vollgas geben

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Jacob Lund, Adobe Stock

Stau ist immer nur dann nervig, wer er sich vor einem befindet. Fährt man hingegen selbst vorneweg und hinter einem geht gar nichts mehr, dann sollte man sich vielleicht mal Gedanken machen: Ist die linke Spur auf der Autobahn für mich mit meinen noch frischen 96 Jahren in einem Golf, der mindestens genauso alt (und defekt) ist wie ich, wirklich noch der richtige Ort? Die betreffenden Personen beantworten diese Frage IMMER mit „Ja, natürlich!“ und so hilft dann am Ende vielleicht tatsächlich nur noch der Rückwärtsgang.

#2: Falls ihr männlich seid: Einen Podcast starten

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Jacob Lund, Adobe Stock

Hilfe, was soll man im Stau denn bitte noch alles ertragen? Kaum öffnet man Spotify, schon philosophieren der omnipräsente Markus Lanz und sein Universalgeirrter Richard David Precht um die Wette. Ein weiser Mann, der einfach alles weiß – beziehungsweise der meint, alles zu wissen. Es scheint eine gewissen Tradition geworden zu sein, dass mittlerweile jeder Mann, der Zugang zum Internet hat, einen eigenen Podcast starten muss. Und leider verhält es sich hier wie mit Heilpraktikern: Man braucht dafür keine Ausbildung. Liebe Männer: Bevor ihr einen neuen Podcast startet, kauft euch doch lieber einfach ein Rennrad, blondiert euch die Haare, zieht nur noch Camp-David-Klamotten an oder least euch einen Porsche. Mit dem steht ihr dann vielleicht wieder öfter im Stau, aber immerhin ohne Podcast.

#1: Eine Abkürzung nehmen

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chaiwat, Adobe Stock

Lasst es einfach, tut das nicht! Egal, wie verlockend das Angebot auch sein mag. Es ist nicht nur eine der goldenen Regeln in Horrorfilmen, die jedes Mal noch in den ersten fünf Minuten gebrochen wird, sondern auch eine im Stau. Neben dem obligatorischen „Wir sollten uns aufteilen“ sind auch genommene Abkürzungen ein sicheres Indiz dafür, dass gleich etwas Schlimmes passieren wird. Ihr könntet euch mit eurem PKW beispielsweise irgendwo in Sauerland verfahren und plötzlich klopft Friedrich Merz erbost an die Scheibe und fragt, warum ihr schon wieder so faul auf einem Feldweg herumsteht. Und das kann doch nun wirklich niemand wollen, oder?

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