Wie viel Betrug ist erlaubt?

Eigentlich will man ja immer nur „ganz kurz“ schauen. Und plötzlich steckt man viel tiefer drin, als man eigentlich wollte. Ganz egal, ob man sich nur ein Gummibärchen nehmen wollte und zwei Minuten später die ganze Tüte inhaliert hat. Ob man nur ein neues Oberteil shoppen wollte und jetzt gefühlt eine komplette Zara-Filiale im Schlafzimmer eröffnen könnte. Oder ob man in der Schule nur mal eben den „Lösungsweg“ für die Matheaufgabe googeln wollte und sich aus Versehen die komplette Lösung abgeschrieben hat.

Manchmal geht’s eben schneller, als einem lieb ist. Aus einem kleinen „Ich schau nur kurz“ wird plötzlich ein ausgewachsenes „Ups“. Ganz ähnlich ging es auch einer Reddit-Userin, die eigentlich auch nur mal eben kurz spicken wollte. Tja … dabei blieb es aber nicht. Um was es genau geht, könnt ihr hier lesen. Viel Spaß!

(Zugunsten der Lesbarkeit haben wir uns entschieden, den Originaltext gekürzt wiederzugeben. Die vollständige Geschichte könnt ihr auf Reddit nachlesen.)

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Mein Freund und ich gehen seit knapp einem Jahr regelmäßig in Escape Rooms. Beim ersten Mal war ich völlig nutzlos und habe fast vierzig Minuten lang versucht, einen Dekoschlüssel in jedes Schloss zu stecken.

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Vor unserem zweiten Besuch suchte ich aus Neugier den Namen des Raums online. Dabei fand ich einen ausführlichen Lösungsbericht. Ich wollte eigentlich nur einen kleinen Hinweis lesen, merkte mir dann aber fast alles.

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Im Raum tat ich so, als würde ich spontan Zusammenhänge erkennen. Mein Freund war begeistert. Seitdem lese ich vor jedem Termin heimlich mehrere Berichte und Videos.

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Letzte Woche hat er uns für ein regionales Escape-Room-Turnier vorgeschlagen, bei dem die Räume natürlich vorher geheim bleiben.

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Ich habe versucht, mich herauszureden, aber er denkt jetzt, ich hätte nur Angst vor dem Wettbewerb und möchte mich besonders unterstützen.

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Dabei bin ich ohne Google immer noch die Frau, die einen Dekoschlüssel zwanzigmal ausprobiert. Ich muss wohl gestehen, bevor wir dort vor allen komplett versagen …

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Ja, steckt man einmal drin, kommt man so schnell nicht mehr raus. Genau so ist es mit dem Thema Notlüge. Aus einem kleinen Flunkererchen werden plötzlich fünf weitere, nur damit die erste Lüge nicht auffliegt. Dabei wäre es manchmal vermutlich einfacher, einfach die Waffen fallen zu lassen und sich der unangenehmen Wahrheit zu stellen.

Oderrr … man setzt seine gesamte Erfahrung aus den vorherigen Escape-Rooms und neuer exzessiver Vorbereitung in den einen Wettbewerb und bleibt so für immer die Escape-Room-Queen, ganz egal wie es ausgeht. Zwei Wege. Doch welcher ist der richtige?

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