Der Moment, der einem das Herz zerreißt

Wann habt ihr gemerkt, dass ihr arm seid?
deagreez, Adobe Stock / Twitterperlen mit KI

Kindliche Naivität ist ein Segen, anders kann man es nicht sagen. Es ist genau das, was die Welt aus Kinderaugen so simpel und wunderschön macht. Denn ein Großteil der Themen, die uns Erwachsenen den Alltag so schwer machen, gibt es für Kinder einfach nicht. Ihr wisst nicht, wie ihr ein Gespräch anfangen sollt? Der perfekte Satz lautet: „Magst du spielen?“ Ihr fragt euch, wie ihr euch für einen Anlass kleiden sollt? Matschhose und gut ist! Beruf, Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung, Eigenheim, Karriere … Es gibt einfach dieses wunderbare Alter, in dem die meisten Dinge, die Erwachsenen so lächerlich wichtig sind, überhaupt keine Rolle spielen.

Doch irgendwann treten Kinder unweigerlich aus ihrer Blase und lernen die Welt mit all ihren Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten kennen. @sisqo.ali hat den Moment noch in Erinnerung, der die Mauern seiner Existenz zum Bröckeln gebracht hat. Denn manchmal reicht ein einzelner Satz, um einem eine schmerzhafte Wahrheit bewusst zu machen. Dies ist sein Thread.

Wann habt Ihr als Kind gemerkt, dass Ihr arm seid? Ich, als ein Freund mich bei uns zu Hause fragte, warum wir kein Kinderzimmer haben.

Reichtum ist, liebende Eltern zu haben

„Warum gibt es bei euch so oft Eintöpfe? Esst ihr keine Schnitzel oder sowas?", das war auch der Moment in dem ich realisiert habe, dass meine Schwester und ich Schnitzel zwischendurch gegessen haben, aber meine Eltern nicht. Die hatten Kartoffeln, Sauce und Gemüse auf dem Teller. Ich war glaube ich 10/11 um den Dreh. Bis zu dem Zeitpunkt hatten es meine Eltern geschafft, für mich alles normal aussehen zu lassen, weil es mir nie aufgefallen ist.

Geld ist nicht alles

Überhaupt nicht, meine Eltern waren selbstständig, was mir gefehlt hat, war etwas mehr Zeit mit ihnen zu verbringen. Den Ausgleich hatte ich bei der Oma.

Geld kauft kein Glück, aber ohne ist halt auch mies

Nach den Sommerferien,wenn alle im Urlaub waren. Meine Klamotten,ich hatte keine Pepe (damals das was alle wollten) mein Bruder keine Dickies buxe. Andere sind essen gegangen, bei uns gab es Nudeln. Letztlich kann ich aber sagen, das meine Eltern immer versucht haben es uns nicht merken zu lassen. Oder wir es so gelöst haben, das wir was dazu sparen mussten, wenn wir was teureres wollten.

Autsch

als ich bei einer freundin zu hause war, wir in ihrem zimmer gespielt haben und da kein bett war und als ich sie fragte warum sie kein bett hat meinte sie dass wäre ihr spielzimmer (sie hatte noch ein weiteres zimmer mit ihrem bett und schrank etc) und ich habe mit meinen 2 schwestern ein zimmer geteilt wobei wir noch eine riesen tiefkühltruhe im zimmer stehen hatten

Wer darüber schmunzelt, hat es nicht erlebt

Klamotten wurden nicht bei Quelle oder C&A gekauft, sondern kamen getragen in Alditüten oder Müllsäcken durch Bekannte zu uns. Und kein Kinderzimmer, jetzt wo ich's lese.

Das tut weh

Wir waren nicht arm ,es war nur kein Geld für mich da !!!Es hieß immer zu teuer ,geht nicht .Bücher kamen von Verwandten ,die Jungs hatten und Klamotten erst von meiner Schwester ,die aber dann sehr sehr dick wurde und sehr sehr gross und erst wurden die Kleider enger gemacht ,und als das nicht mehr ging ,bekam ich einfach das Allerbilligste und kindischste

Manchmal ist Armut subtil

Bei mir, als ich gesehen habe wie die Freunde iwie alle Monopoly und diese ganzen "teuren" Spiele hatten.

Wenig Geld heißt nicht wenig Liebe

Ich bin wie folgt aufgewachsen: Haus aus den 1920ern, mit 7 Zimmern, keinem Badezimmer, 2 Etagentoiletten. In diesem Haus haben 14 Menschen gelebt. Onkel, Tante, Cousine, Cousin: 2 Räume, Tante, Onkel, Cousin: 1 Raum, Mutter, Schwester und ich: 2 Räume, Onkel +Freundin: 1 Raum, Oma und Opa: 1 Raum. Ich habe mit Mutter und Schwester auf einer ausziehbaren Couch geschlafen. Wir hatten nichts, aber arm empfand ich mich trotzdem nicht...

Gibt einem zu denken

Mir ist aufgefallen wie privilegiert ich bin als eine freundin total schockiert meinte „du darfst dir einfach so essen nehmen?" Sie durfte das nicht weil das Budget so knapp war das alle mahlzeiten genau geplant waren. Das lässt mich heute noch schwer schlucken wenn ich dran denke

Vielleicht ist es an der Zeit, in Erinnerung zu rufen, dass Geld kein Ersatz für elterliche Liebe und Zuwendung oder ein sicheres familiäres Umfeld ist. Menschen mit einem gewissen Vermögen können genauso an der Herausforderung Familie scheitern wie alle anderen. Und Familien ohne Geld können sicherlich ihren Kindern ein Aufwachsen voller Zuversicht, Selbstvertrauen und Sicherheit gewähren. Und doch sollten wir uns alle vergegenwärtigen, dass Armut nicht romantisiert werden darf. Hut ab vor allen Eltern, die es schaffen, ihren Kinder trotz finanzieller Sorgen eine liebevolle Kindheit zu ermöglichen!

Neu!
Sprüche, die die Welt unbedingt braucht!
Die drei großen Couchlügen:
– Ich bin nicht müde!
– Ich mache nur kurz während der Werbung die Augen zu!
– Ich ruhe kurz meine Augen aus, höre aber noch hin!
Spazierengehen ist wie Minigolf. Man macht’s selten, aber wenn, dann tut man so, als wär’s der größte Spaß der Welt.
Frau wird geboren, friert bis zu den Wechseljahren ständig, glüht anschließend 20 Jahre und zerfällt dann zu Staub.
Meine Fehlerquote bei der 50 % „Lichtschalter oder Türklingel“- Chance in fremden Treppenhäusern wird nur durch USB-Sticks übertroffen.
Gartenarbeit. Man pflanzt Blumen, gießt sie täglich, redet liebevoll mit ihnen – und dann wächst da ein riesiger Löwenzahn und lacht dich aus.
Werbepause
Der Frühling ist da.
Die ersten Weber-Grills kommen aus dem Süden zurück.
Ihr denkt, euer Leben ist krass? Ich habe mir gerade eine Pizza bestellt und dann kommt der verzweifelte Anruf des Pizzadienstes: „Wir haben Ihre Pizza aus Versehen mit Käserand gemacht. Würden Sie den kostenlos nehmen, bitte?“
Frühjahrsputz 2025:
20 Minuten fegen, wischen … und dann vier Stunden Deko-Ideen bei Pinterest checken.
Das Nachbarskind hat versucht, mein Alter zu schätzen. Offenbar war ich bei der Entstehung der Menschheit dabei.
Erste Sonnenstrahlen im Frühling und halb Deutschland so:
‘Geil, rausgehen!‘
Die andere Hälfte:
‘Boah nee, jetzt muss ich wieder Beine rasieren…‘
Beim Abholen von der Kita. Ca. fünfjährige Freundin meiner Tochter meint zu einem fremden Mädchen:
„Du, Sophia, nicht wundern – der Papa von Karamellanie kann nicht so gut Deutsch. Der kommt nämlich aus Bayern.“
Sophia nickt mitleidig.
Jetzt wird man hier schon von Kids gedisst.
Weltweit wird alle zehn Minuten eine Frau von einem nahestehenden Menschen getötet.
Kein Joke.
Nur traurige Wahrheit.
Gestern:
Ich habe eine Kleinigkeit gegessen und getrunken – 25 Euro.
Kinoticket – 11 Euro.
Parken – 10 Euro.
Benzin – 4 Euro?
Knapp 50 Euro für einen Abend.
Wann ist eigentlich dieses „Ausgehen“ so komplett kaputtgegangen?!
„Am Ende ist man immer schlauer“
Nein Bro, ich bin einfach nur am Ende.
SCHLIESSEN
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