
Habt ihr in Bezug auf die Ehe oder eine Beziehung schon mal etwas vom „verflixten siebten Jahr“ gehört? Bekanntheit erlangte dieser berüchtigte Mythos durch den gleichnamigen Film „Das verflixte 7. Jahr“ mit Schauspiel-Ikone Marilyn Monroe. Zugegeben, der Film aus dem Jahr 1955 ist zwar schon ein paar Jährchen her, doch an Aktualität hat dieses geflügelte Wort seitdem nichts verloren. Es geht dabei darum, dass sich manche Paare während der ersten Ehejahre auseinanderleben oder sich die Situationen der beiden Partnerinnen und Partner zu sehr verändern. Dies führt schließlich zu Krisen und in den schlimmsten Fällen am Ende gar zu Trennung.
Auf Reddit bittet nun ein User, der – wie es der Zufall nun mal so will – seit sieben Jahren mit seiner Frau verheiratet ist, um Hilfe in der Community. Er berichtet offen davon, dass er (und sie womöglich auch) in der Beziehung unglücklich sind, wofür eine Vielzahl an Problemen verantwortlich ist. Spoiler: Das Smartphone ist eines davon!
Ich (M33) bin seit 7 Jahren mit meiner Frau (F34) verheiratet. Die Ehe würde ich insgesamt als gut bezeichnen – aber in den letzten 2–3 Jahren ist die Romantik quasi komplett verschwunden. Wir sind irgendwie zu Mitbewohnern geworden. Das ist uns beiden bewusst und wir haben in den vergangenen Monaten versucht, die Flamme wieder zu entfachen. Leider ohne Erfolg.
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Wir driften in mehreren Bereichen auseinander. Früher waren wir oft einer Meinung und haben viel gemeinsam unternommen. Heute lebt jeder eher für sich: Sie trifft sich mit ihren Freundinnen, ich mit meinen Kumpels. Abends liegen wir meist nur noch auf der Couch, schauen Netflix oder starren aufs Handy und gehen dann schlafen. — 2/11
Finanziell sind wir sehr gut aufgestellt, meine Partnerin verdient durch die vielen Überstunden und Zulagen im Krankenhaus sehr gut. Dadurch haben wir natürlich einen hohen Lebensstandard. Wir haben uns auch gegen Kinder entschieden, d.h. wir können das Geld für uns ausgeben. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass das ein Aspekt ist, der mich in dieser Beziehung hält, auch wenn es peinlich (und egoistisch) ist, das zuzugeben. — 7/11
Seit etwa einem Jahr kämpfe ich mit mentalen und gesundheitlichen Problemen. Ich war kurz vor dem Burnout und hatte im Winter häufig Panikattacken. Im April habe ich deshalb meine 8-jährige Stelle gekündigt, bei der ich auch recht gut verdient habe. Seitdem geht es mir spürbar besser, ich mache Psychotherapie und die Panikattacken sind größtenteils weg. — 8/11
Ich wollte mir bewusst eine Auszeit nehmen, um mich zu stabilisieren und wieder zu mir selbst zu finden. Meine Frau drängt mich aber, schnell wieder einen Job zu finden. Verständnis für meine Situation hat sie leider wenig – sie meint, ich soll mich einfach zusammenreißen – sowas belastet mich natürlich zusätzlich. — 9/11
Aktuell bekomme ich Arbeitslosengeld und kann mit dem Geld gut haushalten. Meinen Anteil an der Miete und Fixkosten übernehme ich so wie früher. Bei den übrigen Ausgaben (Lebensmittel, Restaurantbesuche, etc.) übernimmt sie den größeren Teil. Das ging auch von ihr aus, da sie meist diejenige ist, die gerne auswärts essen geht. — 10/11
Ich hingegen habe sämtliche unnötigen Ausgaben runtergeschraubt. Dennoch: Die finanzielle Sicherheit und der Lebensstandard halten mich aktuell stark. Ich kenne Leute, die in einer ähnlichen mentalen Krise von ihrem Partner verlassen wurden – und denen ging es danach noch viel schlechter. Gerade deshalb habe ich Angst, diesen stabilen Rahmen jetzt zu verlieren. — 11/11
Kommentare & Reaktionen
Puh, man möchte wirklich nicht mit ihm tauschen, oder? Doch der erste Schritt zur Selbsthilfe ist bereits getan, schließlich gesteht sich der User seine Situation und die damit verbundenen Probleme offen und ehrlich ein. Auch die temporäre beruflich Auszeit kann da kein Fehler sein, zumal es offenbar stark in Richtung Burnout ging. Das sehen auch die meisten anderen User so – hier kommt eine kleine Auswahl der treffendsten und besten Reaktionen.
Ein Kind rettet niemals eine Beziehung. NIE! MALS!
Klingt doch recht vernünftig
Wieder einen Job suchen, der dich nicht kaputt macht, mit ihr reden (was ihr wohl aber auch schon gemacht habt), eventuell Paartherapie und ihr offen sagen, dass du so nicht weiter machen willst. Am besten aber aus einer sicheren Position raus (mit Job), so dass du nicht plötzlich mittellos auf der Straße lebst
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