Was wirklich in der Schule passiert

Humorvolle Collage zum Thema Schulstress und Lärmbelästigung: Eine extrem genervt und gestresst blickende Frau in Schwarz-Weiß mit Brille kneift die Augen schmerzverzerrt zusammen, fletscht die Zähne und hält sich verzweifelt mit dem Zeigefinger ein Ohr zu. Sie trägt einen leuchtend bunten, regenbogenfarben gestreiften Rollkragenpullover. Weiße Strichzeichnungen eines aufgeschlagenen Buches, eines Stiftes und eines laut schreienden Kindes sowie das Pop-Art-Motiv vor einem blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisieren pointiert die pure Reizüberflutung, den ohrenbetäubenden Lärm im Klassenzimmer und den absoluten Ausnahmezustand namens Schulalltag.
Asier, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Man glaubt ja immer zu wissen, was in der Schule wirklich passiert. Lehrer kritzeln Formeln oder Grammatikregeln an die Tafel, Schüler bewerfen sich mit Papierkügelchen, gähnen im Sekundentakt oder zocken heimlich Handyspiele und der Hausmeister verteilt heimlich Kippen an die Oberstufenschüler. Aber wusstet ihr auch, dass sich manche Schüler gegenseitig mit ihren Zungen waschen? Ohhhh … Moment, das klingt missverständlich. Egal! Außerdem duschen die Lehrer im Lehrerzimmer! Ja, man mag es kaum glauben.

Und es soll tatsächlich Leute geben, die jede Woche ein privates Blockflötenkonzert bekommen, das so toll ist, dass sie nichts anderes tun können, als ihre Arbeit wegzulegen und gespannt zu lauschen, wann das Fiepen, Quietschen und Kreischen endlich ein Ende hat. Na ja, und dann gibt es noch Schüler, die eine Freude daran haben, ihren Lehrern unter die Nase zu reiben, wie alt und uncool sie schon sind. Das und noch viel mehr passiert in der Schule, wie auch die folgenden Anekdoten zeigen. Viel Spaß!

#1: Wie … umfassend!

schüler von mir hat mal klausur nach dem schreiben eingepackt und iwann panisch bemerkt und um mir zu beweisen dass er es nicht absichtlich eingepackt hat hat er ein protokoll geschrieben und das war dann ein zettel auf dem stand 11:54 uhr: bemerkt dass klausur eingepackt wurde

#2: Steht so ja auch nicht in der Stellenbeschreibung

Nach 15 Jahren Lehrerleben musste ich heute das erste Mal folgenden Satz sagen: "Es wird bitte keiner angeleckt."

#3: Immerhin ehrlich

Unterhaltung mit 5jährigen Sohn der Nachbarin. Auf meine Frage, ob er sich schon auf die Schule freue, sagt er: „Na, ich weiß nicht so recht, wird sicher nicht einfach. Ich hab ja meine Gewohnheiten.“ 😁

#4: Herrlich

Eine etwas ältere Dame spricht mich in der Schul-Aula an: "Entschuldigung, ich suche meine Tochter, erste Klasse." Ich zeige ihr den Weg zu den Klassenzimmern der Erstis. Gibt ja auch ältere Mütter, Adoptivmütter, Pflegemütter. Als ich zum Lehrerzimmer zurückkomme, sehe ich dort eine Kollegin mit der Frau. Stellt sich heraus: das ist die Mama der Kollegin 😹 Made my day.

#5: Welch himmlisches Konzert

Ich wohne neben einer Grundschule und arbeite oft im Homeoffice. Jeden Mittwoch habe ich einen Termin von 11 bis 12 im Kalender, der als "privat" markiert ist. Warum? Da kann ich nicht t̶̶e̶̶l̶̶e̶̶f̶̶o̶̶n̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶ d̶̶e̶̶n̶̶k̶̶e̶̶n̶ arbeiten, weil in der Schule die Blockflötengruppe übt.

#6: Wenn wir etwas nicht können, dann können wir es NOCH nicht – ganz einfach

Heute hat ein Kind gesagt: "Ich bin dumm, ich kann das nicht." Ich habe dieses Kind dann gebeten, die Aufgabe zu rechnen, was kein Problem war. Am Ende hat es dann auf meine Bitte hin ganz laut gesagt: "Ich kann es!" und dabei gestrahlt. Und ja, ich liebe einfach alles daran!

#7: Offenbar ein Segen

Unterhalte mich mit der Vertretungslehrkraft: „Was unterrichtest du für Fächer?“ „Sport und evangelische Religion.“ „Ich gratuliere dir zu dieser Kombination.“ „Danke, leider werde ich damit wohl nie eine Klassenleitung bekommen…“ „Ich gratuliere dir zu dieser Kombination.“

#8: Damn …

Die Vertretungsstunde in Klasse 3 möchte ich mit einem lockeren Einstieg beginnen, um zu zeigen, dass von mir keine Gefahr ausgeht. Euphorisch berichte ich deshalb den Kindern, dass ein Kollege auf seinem Lehrerteam-Fußballtrikot die Nummer 67 stehen hat. Einzelne Kinder lächeln, nuscheln „six-seven“ und zucken mit den Armen. Einige Minuten später kommt ein Junge zu mir und erklärt mit verständnisloser Miene: „Weißt du, wir haben 2026. Six-seven ist sowas von tot.“

#9: Kann man sich nicht ausdenken

Eine Grundschullehrerin zeigt, wie wertschätzendes Feedback aussehen kann: Statt Rotstift malt sie Lupen, die nach der Korrektur zu Sonnen werden. Und typisch deutsch empören sich sofort Menschen darüber, dass Kinder angeblich den „Rotstift spüren müssen“. Was ist pädagogisch eigentlich schiefgelaufen, dass Lernen mit Strafe verwechselt wird? Kinder sind nicht defizitär, weil sie Fehler machen – sie lernen. Diese Empörung ist nichts anderes als reiner Adultismus.

#10: Farben sind für alle da

Elterngespräch. Vater: "Mein Sohn benutzt so viele Mädchenfarben in seinen Bildern, können Sie was dagegen machen?" Ich schaue auf meine lackierten Fingernägel, streiche mir auffällig damit durch den Bart, hole tief Luft und frage herausfordernd: "Was ist denn bitte eine Mädchenfarbe?" However, ich suche einen neuen Job als Schulpädagoge. Wenn jemand was weiß.

#11: Was die zu Hause wohl ihren Eltern erzählen?

Wir wollten ja etablieren, dass wir Kindern, die an der Lehrerzimmertür nach einem Kollegen fragen, der gerade nicht da ist, antworten: "Nee, der duscht noch", nach kurzem Blick nach hinten. Kollege hat das paar Mal probiert und festgestellt: "Die sind gar nicht überrascht?!" 😂

#12: Gut erkannt

"Wir kriegen immer n Strich, wenn wir Hausaufgaben oder Materialien vergessen, aber vergessliche Lehrer nicht!" "Ich bin ja nicht als Lehrerin geboren worden. Hab zu meiner Schulzeit auch Striche kassiert. Damit uch's halt lerne." "Aber genutzt hat es bei Ihnen wenig!" Ähm. Joa.

#13: Wie geht das?

Lehrerinnnen haben teilweise 2 Monate für Korrektur gebraucht, jetzt bekomm ich 24 Stunden später das Ergebnis und meine Dozentin hat 600 Klausuren korrigiert?????
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