Warum dieser unverschämte Gast direkt Hausverbot bekam

Ausdrucksstarke Collage zum Thema unverschämte Gäste, Gastronomie-Wahnsinn und Eskalationen im Restaurant: Auf der linken Seite steht ein Mann in Schwarz-Weiß, der wütend schreit, sich an den Kopf fasst und dabei eine leuchtend bunte Schüssel mit frischem Salat in der Hand hält. In der Mitte steht ein schockierter Wachmann in einem knallblauen Uniformhemd, das farblich extrem stark hervortritt, und zeigt auf ihn. Auf der rechten Seite schlägt sich ein fassungsloser Koch in Schwarz-Weiß verzweifelt die Hand vors Gesicht (Facepalm). Weiße Blitz-Icons sowie das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisieren pointiert die absurde Eskalation, das respektlose Kundenverhalten und den alltäglichen Wahnsinn, dem das Personal in der Gastronomie oft ausgesetzt ist.
Krakenimages.com, luismolinero, Jihan, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Häufig ist es der Einzelhandel, aus dem man Geschichten hört, die vollkommen unglaublich klingen. Das dortige Personal scheint heutzutage landläufig nämlich als eine Art Prellbock zu gelten, an dem man seine schlechte Laune oder seinen miesen Charakter auslassen und mal so richtig Dampf ablassen kann. Schließlich ist der Kunde ja König und sitzt eh am vermeintlich längeren Hebel. Noch deftiger geht es allerdings in der Gastronomie zu.

Was sich manche Menschen hier herausnehmen, ist im schlimmsten Sinne peinlich. Hier scheinen im Übermaß vorhandene Minderwertigkeitskomplexe völlig ungeniert ausgelebt zu werden, anders kann man sich das Erlebte einfach nicht mehr erklären. Threads-Userin @familieweltweit nimmt uns und euch nun mit auf ein Geschehnis, das schon etwas zurückliegt – aber rein gar nichts an seiner Absurdität eingebüßt hat. Wir wünschen frohes Kopfschütteln!

Throwback: Meiner Zeit im Restaurant. Restaurant direkt am See. Große Terrasse mit Seeblick. Es war ein Sonntag und perfektes Ausflugswetter. Bedeutete für uns ab Mittagzeit Ausnahmezustand. Draußen jeder Platz voll, drinnen ebenfalls. Ein Pärchen setzte sich auf die Terrasse und bestellte zwei Salatteller mit Putenstreifen. Essen kam, alles schien bestens. Mein Kollege fragte zwischendurch höflich: „Ist alles in Ordnung?“ Beide: „Ja, sehr gut.“

Sie aßen komplett auf, tranken danach noch gemütlich Kaffee und saßen eine ganze Weile entspannt am See. Also absolut klassische Sonntaggäste. Dann kam die Rechnung. Und plötzlich wurde es echt merkwürdig. Der Herr weigerte sich, die Salate zu bezahlen. Begründung: Sie seien bereits in der Woche zuvor da gewesen. Und damals sei am Tellerrand ein anderes Muster aus Balsamico-Dekoration gewesen. Größer. Kunstvoller. Mehr Schwung. Mehr… Balsamico einfach.

Beim heutigen Salat sei die Verzierung deutlich kleiner ausgefallen. Er fühle sich deshalb „übers Ohr gehauen“. Nicht wegen der Putenstreifen. Nicht wegen der Portion. Nicht wegen des Geschmacks. Wegen der fehlenden Balsamico-Ornamentik. Die Frau neben ihm sank sichtbar Millimeter für Millimeter tiefer in ihren Stuhl. Währenddessen wurde der Herr immer lauter und diskutierte ernsthaft darüber, dass ihm kulinarisch Dekoflüssigkeit unterschlagen worden sei. Unsere Restaurantleiterin kam dazu.

Dann der Oberkellner. Beide versuchten zu schlichten. Man bot ihm den Kaffee aufs Haus an. Aber nein. Dieser Mann war nicht bereit für die Salate zu zahlen. Also sagte die Restaurantleiterin irgendwann: „Dann müssen wir wohl die Polizei rufen.“ Und der Gast? Nickte. Als hätte er genau auf diesen Moment gewartet.

Kurze Zeit später standen tatsächlich zwei Polizeibeamte auf der überfüllten Seeterrasse und führten eine sehr ernste Diskussion über Salatdekoration. Am Ende bezahlte der Mann widerwillig. Und erhielt direkt Hausverbot. Und wir standen danach alle kurz sprachlos hinter der Theke. Mit diesem Blick, den Servicepersonal irgendwann entwickelt. „Ist das gerade wirklich passiert?“ „Natürlich ist das passiert.“

Schade, wir hätten uns das nämlich sehr gewünscht

Ich wünschte ja, das wären die Geschichte wo man zurecht "Paulanergarten" rufen könnte, aber meine eigene Erfahrung in der Gastro lehrt mich leider eines schlechterens. Ist die Begleitung eigentlich durch den Boden gesunken vor Scham, oder ist sie wenigsten dann irgendwann (nach dem zahlen natürlich) ohne ihn gegangen?

Wäre wohl die einzig passende Reaktion gewesen

Hahaha 😂 Ich hätte ihm ganz schwungvoll einen leeren Teller, allerdings mit der größten Balsamicoornamentik ever, gebracht.

Männer sind einfach zu emotional

Als Frau hätte ich darauf bestanden, mein Essen zu bezahlen und hätte ihm dann mitgeteilt, der Rest ist sein Problem, und wäre gegangen.

Komisch, wieso findet die Gastro denn kein Personal mehr?

Gastronomie? Nie mehr. Solche und ähnliche Gäste, vermiesen einem diesen Beruf. Man braucht starke Nerven.

Wir auch nicht

So schön, nicht mehr in der Gastronomie tätig zu sein 😭😭😭😂😂😂 ich kann das einfach nicht mehr 😭😭😭😂😂😂

Das Beschwerde-Paradoxon

muss gerade wieder an den Kollegen denken, der sich über die miserable Qualität des Essen beschwerte - und darüber, dass die Portionen so klein gewesen wären 😉😉😉
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