Krankgeschrieben erwischt und jetzt?

Cookie Studio, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Heute möchte ich über etwas sprechen, was meiner Meinung nach deutlich zu wenig wissenschaftlich beleuchtet wurde: das Chef-Phänomen! Für diejenigen, die nicht direkt wissen, was gemeint ist, hier ein Beispiel: Ihr seid mit einer alltäglichen Arbeit beschäftigt und werkelt vor euch hin. Alles läuft bestens, ihr seid eine gut geölte Maschine, das Rückgrat der ganzen Firma. Doch dann fällt euch eine Kleinigkeit auf den Boden, ihr bückt euch schnell, um es aufzuheben, schließlich ist es keine große Sache und nichts ist passiert. Doch just in dem Moment, als ihr euch bückt, betritt der Chef den Raum. Natürlich denkt er, dass ihr dauernd Dinge auf den Boden fallen lasst und weder gut geölt noch eine Maschine seid!

Und um genau um dieses Phänomen geht es heute im Thread von @desi.r.eee. Sie fragt sich, wie man richtig reagiert, wenn man krangeschrieben ist und plötzlich der Chef vor einem steht. Denn im Prinzip ist das ja an sich nichts Schlimmes. Auch krankgeschrieben muss das Leben weitergehen. Einkäufe müssen erledigt und Kinder versorgt werden. Aber wieso fühlt es sich trotzdem falsch an, wenn man dabei den Chef trifft, und vor allem, wie reagiert man jetzt richtig?

Gute Frage!

Du bist krankgeschrieben und plötzlich steht dein Chef vor dir. Wie reagierst du?

Ob das der Genesung zuträglich ist?

O-Ton von meinem Chef in der Ausbildung: „wenn dir zwischen der Chemo langweilig ist kannst du ja vorbei kommen und das Lager aufräumen.

So wird das gemacht, liebe Chefs!

Wie wär's mit einer einfachen Konversation Ich besuche meine AN auch bei längerer Krankheit, war gestern erst in Heidelberg einen meiner AN in einer Spezialklinik besuchen, hab ihm ne Kiste Bier seiner Lieblingsbrauerei und diverse regionale Spezialitäten aus seiner Heimat vorbeigebracht. War zwar hart, ihn so zu sehen aber war trotzdem ein schöner Nachmittag zusammen.

Wissen auch nicht alle

Die Polizei rufen, weil sie einfach in meine Wohnung eingedrungen ist? Btw. auch krankgeschrieben darf man ja raus, einkaufen, spazieren gehen, whatever. Solange es die Genesung nicht gefährdet.

Ah, ein Beamter!

Mir Überstunden aufschreiben, ein Meeting ist Arbeitszeit

Nichts für schwache Chefs

In meinem Fall hab ich ihm damals die OP-Narbe gezeigt die fast bis zur Brust ging (Leber-Tx), weil ich davor geträumt hatte, dass er mir die OP nicht glaubt. Hat ihn wohl etwas tramatisiert. hatte mich im KH besucht.

Klingt nach einer gesunden Beziehung

werde ihm daraufhin erzählen wie's mir geht und ihm noch auftragen alle Kollegen und Kolleginnen zu grüßen. Dann verabschieden wir uns. So einfach kann's sein

So klappt das auch mit dem Gesundwerden

Ich trinke mit ihm das Bier, das er mitgebracht hat. Hatte ich während meiner Schlaganfall-Reha im April.

Chefs sind auch nur Menschen

Kommt auf den Chef an. Wenn man länger krank ist oder vielleicht sogar im Krankenhaus liegt, will er vielleicht nur wissen, wie es einem geht. Wenn jeder dem anderen vertrauen kann, ist doch nichts Schlimmeres dabei. Nicht jeder Krankenschein ist ein Zusatzurlaub und nicht jeder Chefbesuch dient der Kontrolle.

Wo sie jetzt schon da sind …

Ich würde sie1. in die Apotheke schicken, um meine Medikamente abzuholen . 2. Kann sie Gassi gehen. 3. Mal durchsaugen, Wäsche machen etc. Und ich glaube, sie würde das gern machen

Das ist ja das Mindeste!

Wenn ich nicht hochinfektiös bin, würde ich ihm wahrscheinlich was zu trinken anbieten. Und fragen, ob er wenigstens was zu essen mitgebracht hat.

Wichtige Frage

Wo steht der? In meiner Wohnung? Dann rufe ich die Polizei? Im Supermarkt? Soll ich verhungern? Was für eine unsinnige Frage. Krank bedeutet nicht, dass man die Wohnung nicht verlassen darf. Zum Beispiel kann es bei Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Probleme sogar förderlich für die Genesung sein, ein paar Tage wegzufahren
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