Eure absoluten Red Flags bei Vorstellungsgesprächen

Moderne Grafik, die das Phänomen der „Red Flags“ beim Job-Interview wortwörtlich darstellt. Eine Frau stoppt das Gespräch mit ihrem potenziellen Chef. Ideal für Blogbeiträge über toxische Unternehmenskultur, Warnsignale im Bewerbungsprozess und den berüchtigten Obstkorb als Benefit.
Joerch, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration mit KI

Seid ihr vielleicht gerade auf Jobsuche und steckt mitten in den Vorbereitungen für ein anstehendes Bewerbungs- oder Vorstellungsgespräch? Falls ja: Wie geht ihr das an? Durchforstet ihr gründlich das Internet nach allen verfügbaren Informationen über das Unternehmen, seine Geschäftsfelder, Projekte und Kunden? Oder nehmt ihr das Ganze eher gelassen und konzentriert euch stattdessen auf die kniffligen Fragen, die im Gespräch gern gestellt werden – auch wenn sie nicht unbedingt viel mit dem eigentlichen Job zu tun haben? Zum Glück gibt es einen rechtlichen Rahmen, der festlegt, was in Vorstellungsgesprächen grundsätzlich erlaubt ist und was nicht.

So darf ein Arbeitgeber eine potenzielle Bewerberin zum Beispiel nicht nach einer möglichen Schwangerschaft fragen. Auch das bisherige Gehalt ist keine zulässige Frage. Und dann gibt es noch Dinge, die zwar nicht ausdrücklich gesetzlich verboten sind, moralisch aber durchaus fragwürdig wirken. Die Reddit-Community hat zu diesem Thema einige Red Flags gesammelt – also Dinge, die Arbeitgeber in Vorstellungsgesprächen besser vermeiden sollten. Zumindest dann, wenn sie Bewerberinnen und Bewerber wirklich für den Job und ihr Unternehmen begeistern wollen. Andernfalls kann es schnell passieren, dass sie am Ende selbst einen (Obst)Korb kassieren.

 

Kann ins Auge gehen

Teambildende Maßnahmen.

Wer hat noch mehr zu bieten?

Was soll eigentlich dieses „pünktliche Bezahlung“? Das ist doch absolutes Mindestmaß und gesetzlich so vorgesehen?

irgendwas muss man bei Benefits halt schreiben. Dann kommen "pünktliches Gehalt", "flache Hierarchien", "das beste Team der Welt" und die gesetzlich vorgeschriebnen VWLs, schon weiß man, wie es um den Laden steht.

Es gibt auch Ausnahmen, aber meist geht das Thema in die falsche Richtung

Thema Kinderplanung, wenn man es nicht selbst anspricht

Naja kann auch green flag sein, mir haben sie mal ohne mich zu fragen wie ich zu Kindern stehe die Möglichkeiten die das Unternehmen gibt dargestellt. Extra Freistellungen, Kinderteilzeit mit längerer Garantie auf eine Vollzeit Stelle + garantierter Platz in der Firmenkita etc. aber ja haben explizit gesagt sie wollen nur wissen wenn man schwanger ist, um auf keinen Fall dem Kind zu schaden, sonst ist es egal was wir geplant ist.

NEIN!

Also "möchten Sie Kinder?" oder "wollen wir Kinder zwinkerzwinker?". Wobei: ist beides eine Red Flag

Zweiteres klingt wie ein ziemlich gruseliger Flirtversuch

Vermutlich die einzig richtige Entscheidung

In der Email zur Bewerbungsgespräch Einladung schreiben „bitte Pünktlich erscheinen“ mit 3 Ausrufezeichen, Capslock und roter Schrift, mich dann aber 30 min vor der Tür warten lassen. Als der Chef mich abgeholt hat, hab ich ihm gesagt, dass ich es Respektlos finde etwas zu verlangen, was man nicht selbst bereit ist zu tun und bin nachhause gefahren.

Gut zu wissen

Mir hat mal HR stolz erzählt, dass die Firma das Taxi heim zahlt, wenn man nach 22 Uhr erst Feierabend machen kann. Es war ein handelsüblicher Bürojob. Habe daraufhin meine Bewerbung zurückgezogen, da solche Regeln nicht ohne Grund existieren.

Wo können wir uns bewerben?

"Sie bestimmen selbst wie viel Sie verdienen"

„Du, also der letzte Monat war ja jetzt nicht so gut …“

"Leistungsorientierte Vergütung" klingt erstmal cool aber hört bei der ersten Verhandlung über eine Gehaltserhöhung auf cool zu sein. "Du hast gute Leistungen und bleibst oft länger oder arbeitest jedes zweite Wochenende? Tja das ist kein Grund für eine Gehaltserhöhung, das ist nämlich Grundvoraussetzung überhaupt hier arbeiten zu dürfen"

Klingt nach einem echten Traumjob

Pünktliches Gehalt, 24 Tage Urlaub. Und ein freies Wochenende im Monat. Letztens ernsthaft so eine Anzeige gesehen.

Hä? Wieso?


Mich hat mal eine mögliche neue Vorgesetzte ausgelacht, weil ich die Frage, ob mich die Stelle interessiere, bejahte, weil "Das antworten alle immer!" - also irgendwie wollte ich nicht mehr für die arbeiten.

Und bei der Familie hört die Freundschaft bekanntlich auf

wenn gesagt wird, dass das Team wie eine Familie ist. Das heißt meist unbezahlte und nicht wertgeschätzte Überstunden, nervige freiwillige Pflichtveranstaltungen und einen Lohn, welcher unterm Branchenschnitt ist.

Klar hat man irgendwann vielleicht ein kleines eingeschworenes Kollektiv, aber würde nicht im Vorstellungsgespräch damit ankommen.

Ähm, TSCHÜSS!

Hier wurden schon einige gute Dinge genannt. Mir persönlich ist damals beim Gespräch mit einer der potenziellen Kolleginnen aufgefallen, wie nervös und ausgelaugt sie war. Dann auch ihre Aussagen wie "Man muss dich in die Arbeit reinbeissen", "Es kann auch mal stressig werden" und dabei fuhr sie ständig ins Haar. Kann natürlich sein, dass sie im gerade in diesem Moment nur Stress hatte, aber mein Bauchgefühl, sagte mir, "Besser nicht".

Klingt doch eigentlich recht sympathisch

Mir hatte mal ein Chef beim Vorstellungsgespräch gesagt, dass er jemanden will der mit den Gedanken bei der Arbeit ist und zwar bis er abends einschläft und morgens direkt auch wieder, damit man quasi alle kognitiven Ressourcen für die Arbeit verwendet. Nein danke. Wenn ich Feierabend habe, habe ich Feierabend. Dann denke ich nicht mehr an die Arbeit, gehe nicht ans geschäftliche Telefon und lese keine Mails. Fertig.

"das trifft sich, ich hätte gerne einen Arbeitgeber, der meine Stunden bezahlt, bis ich abends einschlafe und sobald ich morgens wieder aufwache, damit quasi alle finanziellen Ressourcen für mich verwendet werden können."

Bitte lasst es Satire sein!

Haben Sie eine Freundin oder Frau? Ja? Zeigen Sie mal ein Bild.

Oh, es ist gerade was zu tun in der Abteilung, können Sie kurz helfen?

Ist zwei Wochen Probearbeit ein Problem für Sie?

Fast eine Stunde warten lassen…

20 Urlaubstage ist absolut Branchenüblich.
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