Ein älterer Mann deckt im Supermarkt fehlenden Anstand auf – und so reagieren die Kunden

Humorvolle Collage zum Thema Supermarkt-Wahnsinn und Einzelhandels-Frust: Auf der linken Seite steht ein älterer Mann in Schwarz-Weiß, gekleidet in eine leuchtend orangefarbene Jacke über einem blauen Hemd. Er hält eine prall gefüllte, farbige Papiertüte mit Lebensmitteln (Baguette, Salat, Apfel, Karotte) in den Händen. Rechts von ihm blickt eine Kassiererin in Schwarz-Weiß mit roter Weste und schwarzem Visor völlig genervt, fassungslos und resigniert in die Kamera, während sie fragend eine Hand hebt. Das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisiert pointiert den täglichen Stress an der Kasse, unfreundliche Kundschaft und den kollektiven Ausnahmezustand beim Einkaufen.
LIGHTFIELD STUDIOS, Anton, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Es gibt wohl wenige Orte im Alltag, an denen auf recht beengtem Raum unterschiedlichere Charaktere aufeinandertreffen als im Supermarkt. Hier lassen sich also ganz hervorragend Studien über menschliche Verhaltensweisen durchführen. Wie schnell werden Erwachsene beleidigend und aggressiv? Und vor allem: Wie nichtig können die Ursachen dafür sein? Wie geduldig sind Menschen mit ihren Mitmenschen, wenn sie es selbst eigentlich eilig haben?

Eines gleich vorneweg: Ich selbst möchte nicht im Supermarkt arbeiten. Unter keinen Umständen. Warum? Nein, nicht etwa wegen der eigentlichen Arbeit. Schuld sind einzig und allein Kundinnen und Kunden, die sich heute (zum Teil) buchstäblich wie Königinnen und Könige aufführen. Da wird geschimpft und gedrängelt, wo es nur geht. Ja, wer wissen will, wie es um unsere Gesellschaft steht, der kann sich gerne mal am Tag vor dem langen Wochenende oder vor einem Feiertag in den Gang des nächstgelegenen Supermarkts stellen. Oder noch besser, direkt neben die Kasse. Denn was man dort erlebt, ist schlicht erschreckend. Doch zum Glück gibt es auch noch genügend vernünftige Menschen, die nicht jeglichen Anstand verloren haben. Passend dazu präsentieren wir euch nun die Beobachtung von Thread-Userin @majafrowe und die treffendsten Kommentare und Reaktionen darauf. Wir wünschen frohes Kopfschütteln!

Ist es nicht erschreckend, wie viel soziale Härte sich inzwischen angesammelt hat? Supermarkt. Lange Schlange an der Kasse. So kurz vor den Osterfeiertagen kein Wunder. Hinter mir eine Frau, dahinter ein älterer Mann mit Rollator. Er ging mit unsicheren Schritten zum Zeitschriftenregal, nahm eine Zeitschrift heraus. Dann fragte er die Frau, ob er vorher hinter ihr gestanden hätte, er wisse es nicht mehr so genau. Sie bejahte, ich nickte. Er reihte sich wieder ein. Dann kippte die Stimmung.

Erst ein leises Murren, dann lautere Vorwürfe: Er hätte sich vorgedrängelt, schlechtes Benehmen, typisch Rentner… Wir erklärten, dass er dort schon vorher gestanden hatte, doch zwei Kunden wurden richtig aggressiv: Er habe seinen Platz verlassen, da habe er eben Pech gehabt. Dann müsse er sich halt wieder hinten anstellen. Der alte Mann sah uns verunsichert und ängstlich an. Er schob seinen Rollator zur Seite und wollte gerade seinen Platz in der Schlange

verlassen. Da rief die Kassiererin den pöbelnden Kunden zu: „Sie bestimmen garantiert nicht, wer als Nächstes dran ist. Hier an meiner Kasse bin ich die Chefin!" Zack — Ruhe.

Auch das wäre die richtige Reaktion gewesen

Der Dame an der Kasse zolle ich Respekt. Wäre ich vor den Pöbelprinzen und -prinzessinnen mit meiner Ware dran gewesen, hätte ich in aller Ruhe nach Bargeld im Portemonnaie gesucht, um schlussendlich doch noch zu entscheiden, mit Karte zu zahlen und ganz vielleicht hätte ich da meine PIN auch noch wenigstens einmal falsch eingegeben, ich kleiner Schussel 🤷🏻‍♀️

Wissen in Deutschland offenbar noch nicht alle

So Leute finde ich ganz schlimm. Neulich (die Schlange war lang genug, dass meine Kinder sicher nicht in die Verlegenheit gekommen wären an die Reihe zu kommen) habe ich die zwei großen in der schlage gelassen, um mit der kleinen noch ne Packung Klopapier zu holen. Ein Teil, nur zwei Gänge weiter. Haben sich tatsächlich alle a den Kinder vorbei gedrängelt. Hallo?! Das sind auch Menschen?!

Kleine Momente, große Wirkung – in beide Richtungen

Menschen 😭 Und ein ganz großes ❤️ für die Kassiererin 🫶

Hoffentlich behalten sich diese Menschen auf dem Dorf das bei

Ich habe jemanden mit gesundheitlichen Einschränkungen und ziemlich blaß um die Nase vorgelassen. Laut gesprochen "Ihnen geht gerade nicht so gut? Kommen Sie bitte vor, dann geht es etwas schneller! " Der Herr ist "durchgereicht" worden, alle haben ihn vorgelassen. Er hat sich nur Lesestoff fürs Wochenende besorgt - selbst mit mehr Einkauf wäre es kein Problem gewesen. Ich mag das Dorf sehr, auch wenn es in den letzten 12 Jahren sehr gewachsen ist und immer noch wächst!

Tut nicht weh, aber (allen) gut!

Und dann komme ich zur Kasse. Ein Pärchen, nicht viel in der Hand, hatten sich nochmal den Zeitschriften und Getränken neben der Kasse zugewandt. Sie drehen sich wieder zur Schlange und ich sage so, Sie standen doch schon an, oder? Ganz bestimmt standen Sie schon an! 😉 Sie gucken erst ein bisschen unsicher und dann lächeln sie und bedanken sich. Zum Schluss haben wir uns noch schöne Ostern gewünscht. Es tat ihnen gut und mir auch. 😊

Was stimmt denn bitte mit den Menschen nicht?

Habe selten so eine Aggressivität hier bei uns in der Kleinstadt erlebt. Aber heute war ich in Münster einkaufen und legte meine Ware aufs Band. Dann gab es einen Knall und ich schaute mich erst um, ob irgendwas zerbrochen war. Nein, war es nicht. Nur mein Hintermann hat mit Schmackes seine Margarine zwei Warentrenner aufs Band geworfen. Voll die Provokation mir gegenüber. Es tut mir echt leid, dass zu sagen: Ich bin eine Mutter und habe gelernt, jahrelanges Quengeln zu ignorieren 😈😈😈😈😈😈

2 Fast 2 Furious – Packstation Drift

Es wird immer schlimmer. Ich stand heute Vormittag an der Packstation, hatte ein Etikett ausgedruckt und aufgeklebt, musste dann einen Code von Hand eingeben, weil er sich nicht scannen ließ. Neben mir saß eine Frau im Auto, laufender Motor. Plötzlich fuhr sie mit aufheulendem Motor und quietschenden Reifen weg. Manchmal fragt man sich echt...

Noch ist die Hoffnung nicht (ganz) verloren

Ich laufe aktuell sehr schlecht an Krücken und hatte nur leergut abgegeben. Ich habe ein Pärchen mit sehr vollem Wagen gefragt, ob ich vor könnte, ich kann leider nicht lange stehen. Ich wurde komplett vorgelassen, obwohl das nicht in meiner Absicht war. Allerdings war ich sehr dankbar, da ich starke Schmerzen hatte.

Würdet ihr dort einkaufen?

Unglaublich, ich merke auch sehr wie die Aggressivität überhand nimmt ...wegen Kleinigkeiten ...ich ermunterte auch jeden Kunden, sich nicht stressen zu lassen ...viele entschuldigen sich schon vorher, dass es länger dauert ...und sind dankbar für meine Geduld ... Am liebsten würde ich ein kleines Geschäft aufmachen,in das jeder gern geht und sich Zeit lassen und auch in Ruhe sein Kleingeld abzählen kann und noch ein Gespräch über Gott und die Welt ... gerade ältere Menschen brauchen das oft
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