
Manchmal braucht es im Leben offenbar einen ziemlich heftigen Tritt in den Hintern, damit man endlich merkt, dass man eigentlich schon viel zu lange auf dem falschen Weg unterwegs ist. Besonders in langen Beziehungen kann es nämlich passieren, dass man sich irgendwann so sehr an den gemeinsamen Alltag gewöhnt hat, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt, ob man eigentlich noch glücklich ist. Man funktioniert, organisiert, kümmert sich und macht weiter. Schließlich muss der Laden ja irgendwie laufen. Und dann passiert etwas, das zunächst erst einmal nach dem Ende der Welt aussieht. Auf einmal ist das Vertrauen weg, die Beziehung vorbei und plötzlich steht man vor einem Scherbenhaufen, der sich nicht mehr reparieren lässt.
Doch manchmal zeigt sich erst danach, was vorher alles gefehlt hat. Plötzlich hat man wieder Zeit für sich, macht Dinge, die man lange nicht mehr gemacht hat, entdeckt Seiten an sich wieder, die irgendwo zwischen Alltag, Beziehung und Verpflichtungen verloren gegangen sind. Und irgendwann kommt vielleicht irgendwann dieser ziemlich verrückte Gedanke: Vielleicht war dieses vermeintliche Desaster gar nicht das Ende meines Lebens, sondern der Anfang davon, es endlich wieder selbst zu leben. Die folgenden Geschichte von @gedankenablage zeigt jedenfalls, dass man einer Affäre manchmal ausgerechnet für das dankbar sein kann, was sie einem genommen hat.
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