Was man erst viel zu spät über Babys lernt

Antonioguillem, Adobe Stock / Twitterperlen Illustrations

Babys sind schon faszinierende kleine Wesen. Sie kommen auf die Welt und schaffen es innerhalb weniger Wochen, einen kompletten Haushalt auf den Kopf zu stellen, ohne auch nur einen einzigen sinnvollen Beitrag zur Miete zu leisten. Stattdessen schlafen sie irgendwann, schreien irgendwann und machen grundsätzlich genau dann in die Windel, wenn man gerade beschlossen hat, dass man eh schon viel zu spät dran ist und jetzt wirklich schnell los muss.

Das Verrückte an der ganzen Geschichte ist allerdings, wie wenig man über das Leben mit einem Baby tatsächlich weiß, bevor man selbst damit konfrontiert wird. In Filmen schlafen Babys friedlich in hübschen Körbchen, während die Eltern verliebt danebensitzen. In der Realität googelt man um 3:17 Uhr morgens, ob es normal ist, dass ein Mensch so lange wach sein kann, und fragt sich, wann man zuletzt eine Nacht durchgeschlafen hat. Auch die kleinsten Dinge werfen plötzlich die größten Fragen auf: Wie hält man ein Baby richtig? Warum weint es? Warum hört es auf zu weinen, sobald man einen Arzt anrufen möchte? Der folgende Thread von @ifeofmoni95 zeigt jedenfalls, was man über Babys meistens erst dann lernt, wenn man längst mittendrinsteckt. Viel Spaß!

Auf welchem Boden der Tatsachen seid ihr nach der Geburt eures Kindes am härtesten aufgeknallt? Ich dachte vorher ernsthaft das Kind würde sich schon meinem Alltag anpassen.

Das ist so schade

Wie viele Freundschaften daran zerbrechen, dass man sich jetzt um so ein kleines Wesen kümmert

Sollte man meinen …

Ich dachte Mutter und Vater überbehmen die neuen Aufgaben gemeinsam oder teilen sie fair auf

Well …

Ich hatte gehofft, dass Babys einfach einschlafen, wenn sie müde sind. Tun sie nicht.

Spontanität has left the chat

Das ein „kurzes“ losgehen um etwas zu besorgen plötzlich ein halber Umzug sein kann und sehr viel Planung bedarf 🤪

Man opfert sehr viel

Wie einsam man ist, obwohl man gar nicht alleine ist. Wie viele Reibungen es aufeinmal in sämtlichen zwischenmenschlichen Beziehungen gibt. Wie sehr man all seine Entscheidungen & Grenzen auf einmal verteidigen muss – und das gegenüber Familie, Freunden & sogar Fremden. Wie overtouched man sein kann. Dass es Babys gibt, die Autofahren, Kinderwagen & Tragen hassen. Wie hart es ist, auf absoluter Sparflamme weiter funktionieren zu müssen. Dass man sich selbst so sehr verliert/hinten anstellt.

Puh

Man sollte die Erwartungen an sich selbst und die Kooperationsfähigkeit des Kindes auf ein Minimum reduzieren. Dann gehts eigentlich.

Und der Bauch bleibt auch noch eine Weile

Was das Baby betrifft, ist eigentlich alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Schockiert war ich nur, daß mir die Jeans, die mir mein Mann am Entlassungstag ins KH brachte, noch nichtmals über meine Hüften passten. Scheinbar hatte ich gehofft, mein Sohn würde die 15 Kilo wiegen, die ich zugenommen hatte!

Du bist nicht die Einzige!

Ich dachte vorher dass Babys schlafen.

Nicht zu verwechseln

christine27616 27.09.2026 Das es einen Unterschied zwischen "mutter sein ist schwer da mussten alle durch" und Wochenbett Depressionen gibt.

Es ist belastend

Das es für dich als Kind zwar normal war 1-3 Wochenenden im Monate und mehrere Tage unter der Woche, bei Oma zu sein. Deine Eltern aber nicht solche großeltern sein wollen. Und wie extrem es an den Nerven zerrt kein einzige Aufgabe ungestört und ununterbrochene fertig zu machen solange ein Kind daheim ist.

Immer muss man sich absprechen

Dass ich in jede Minute ohne Baby auf dem Arm "um Erlaubnis" fragen muss

Wünscht man auch niemandem

Dass man nach Geburt des ersten Kindes plötzlich zwei Kinder daheim hat ...

Wenn's nicht klappt, dann klappt's nicht

Ich dachte, ich könnte stillen. Turns out: Nope. Wochenlang saß ich mit Kind auf dem Bett und habe alles versucht. Mit Stilberatung, Hebamme, allem Kram. Aber es klappte nicht. Nach einigen Wochen des Abpumpens war alles so kaputt, dass die Hebamme ein Machtwort sprach. Beim zweiten Kind habe ich es tatsächlich noch mal probiert. Ohne Erfolg. Beide sind mit Flaschen großgeworden. Heute würde ich mir das nicht noch mal antun.

Fühl dich umarmt

Ach so vieles. Dass meine Mutter mich dann vielleicht lieben würde. Dass ich in Krabbelgruppen und Co Anschluss finden würde. Dass Babys nur schreien wenn sie was ganz bestimmtes brauchen, ich das dann raus finde und es dann glücklich ist (Turns out überreiztes ND Schreikind, das nachts alle 20 Minuten schrill schreiend wach wurde. 1,5 Jahre lang). Auf den Boden der Einsamkeit bin ich am krassesten geknallt. Dass ich alleine und dennoch nie alleine immer weiter machen muss.

Wie wahr

Wie viel die Verantwortung wiegt. Was sie mit einem dauerhaft macht und das man sie für den Rest des eigenen Lebens nicht mehr abgeben kann.
SCHLIESSEN
Artikel Teilen