Diesen Quatsch müssen sich Frauen in Männerberufen ständig anhören

KI / Twitterperlen Illustrations

Manche checken es wirklich nie, oder? Was genau soll das sein, ein Männerberuf? Und was genau ist ein Frauenberuf? Ja, nein, ich brauch keine Antworten, ich hab schon so eine ungefähre Vorstellung. Und genau diese Vorstellung ist vielleicht das Problem. Natürlich sind wir alle in einer Welt aufgewachsen, in der mehr Frauen in Care-Berufen arbeiten als Männer. Wir alle hatten Kinderbücher, in denen Männer die Bagger fahren und auf Baustellen arbeiten.

Und trotzdem. Ich weigere mich zu glauben, dass wir diese starren Rollenbilder nicht endlich kognitiv überwinden können! Wollen wir das unseren Kindern wirklich antun, dass wir weiterhin ihre Entfaltungsmöglichkeiten begrenzen, indem wir den Arbeitsmarkt in die Kategorien männlich und weiblich einteilen? Würden wir uns nicht alle einen Gefallen tun, wenn Jobs einfach nur Jobs sind? Dass wir davon leider immer noch Lichtjahre entfernt sind, zeigen auch die folgenden Erfahrungsberichte von Frauen in sogenannten Männerberufen! Danke an Threads-Userin @lunalovesmoto und frohes Kopfschütteln.

Am Frau im „Männer Beruf" sammelt man sein ganz persönliches Comedy Programm. „Ich möchte gerne einen Verkäufer sprechen." „Kann ich bitte mit jemandem sprechen, der sich auskennt?" - mein Favorit, wenn Kollegen mich dann fragen. „Du bist aber noch jung." „Arbeiten Sie hier?" - Nein, ich bin zum Spaß hier? Und der Klassiker: „Sie kennen sich aber gut aus" Haut mal eure Klassiker raus

Klingt kompliziert

Mein Partner ist Pilot (Captain). Letztens ist er mit einer Copilotin geflogen, die kurz vor dem Upgrade zum Captain war. Er war einigermassen erstaunt, was sie sich so anhören muss. Da war wohl von „So eine grosse Maschine... als Frau. toll!" über „Hahaha zum Glück müssen Sie das Flugzeug nicht rückwärts einparken hahaha" bis „Ich will aussteigen! Mit einer Frau fliege ich nicht! Sicherheitsrisiko!" alles dabei. Warum Maschine mit dem Penis fliegen

Junge …

Handwerker ruft an, weil er die Anleitung ignoriert. Ich weiße ihn darauf hin, das er das Produkt falschherum montiert - was mehrfach rot in der Anleitung stehen würde, aber nein, Mann ist ja Handwerker und braucht keine Anleitung und erst Recht keine Frau die ihm sagt, dass ER was falsch montiert. Er will den Cheff sprechen. Ich reiche zum Kollegen rüber. (der nicht der Chef ist, wir haben eine Chefin). Kollege: Sie montieren das Produkt falsch herum. Handwerker: oh, achso. Digga hä?

Alles klar bei ihm?

„Wissen Sie wo der Bademeister ist?" : Ich bin hier! „Nein, der richtige Bademeister!" : Ja, das bin ich! „Also, ich möchte jetzt sofort den Bademeister sprechen!" 1: Ok, der ist dadrüben. „Warum nicht gleich so!" Watschelt zum Kollegen „Ich habe eine Frage zu den Schwimmkursen!" : Da kann ich Ihnen nicht helfen, ich bin die Aushilfe. Sie müssen mit der Kollegin dadrüben reden. Kommen Sie nicht gerade von ihr? " Frechheit

Ehrensache

"Ich möchte einen männlichen Kollegen sprechen" am besten war aber die Antwort des Kollegen "ich Werd nix anderes sagen als meine Kollegin!!!"

Vielleicht ankleben?

Arbeite im Braufachmarkt. Anrufer: "Ist der Herr X xu sprechen?" Ich: "Nein, gerade nicht. Kann ich vielleicht helfen?" Anrufer: "Ne, das können Sie nicht. Ich ruf später nochmal an. Was wollte er? Ein Angebot. Einen simplen Preis für ein normales Lagerprodukt. Aber das kann ich scheinbar nicht, weil man dazu einen Pimmel benötigt.

Immerhin einer

Ich wollte mir vor ca. 30 Jahren eine stahlplatte an die Innenseite der Wohnungstür anbringen lassen und hab nen Schlosser beauftragt. Es kam eine Frau. Vor 30 Jahren noch sehr ungewöhnlich. Sie hat ganz alleine die Wohnungstür ausgehoben, die Platte angebracht und dann Tür mit Platte wieder eingehängt. Meine Hilfe hat sie abgelehnt wegen Unfallgefahr. Seitdem ich das gesehen habe, denke ich etwas anders über Frauen in Männerberufen.

Danke für die Erklärung

*steig aus'm LKW aus, den ich gerade Rückwärts auf Dinkel Dörtes Auffahrt gefädelt habe und dabei auf Herz und Niere beobachtet wurde* „Fahren Sie wirklich diesen LKW? Das ist ein männlicher Beruf, da hat eine Frau wie sie nichts zu suchen!"

Kennste, kennste???

War 11 Jahre lang autoverkäuferin, gelernt, und gelernte Kfz-Mechanikerin. Ich habe schon manches mal überlegt ob ich ein Buch schreiben soll oder gleich ein Comedy Programm... Fahrzeug springt nicht an bei Probefahrt ich komme mit dem Starter-Pack Mann so herablassend: lassen Sie mich mal Ok bitte. Nach 10 Minuten hatte ich Mitleid und habe den Schalter umgedreht so dass die starterbox funktioniert hat.

Ob ihnen das peinlich ist?

Das beste finde ich immer wenn ich von Kunden etwas gefragt werde und wenn meine Antwort missfällt fragen Sie später einem Arbeitskollegen der mich daraufhin anruft und ich komm um die Ecke um der Person genau dir gleiche Antwort nochmal zu geben.

Klare Kante

Damals in im Lager gearbeitet ( bin ein Mann) Kollegin deutlich älter als ich wurde nie ernst genommen oder auch nur ansatzweise so behandelt wie ich. ( Ich bin knapp 30 Jahre jünger gewesen) Fand das immer so befremdlich, weil sie eine so tolle ruhige Kollegin war mit der ich so gearbeitet habe Das schlimmste war damals ein neuer Kollege im team „ von ner frau lass ich mir nix sagen" er durfte direkt am gleiche. Tag gehen

So nämlich

Egal wie toll das Kompliment ist oder 'gut gemeint' war. Es hat, in meinen Augen, keinen Wert, wenn es endet mit "....für eine Frau!"

Hoffentlich hilft das

Sieh dich als Pionierin, die den Weg für etwas Normales bereitet: Für den ausgeübten Beruf kommt es auf Talent, Wissen, Können und die Liebe zu dieser Tätigkeit an, alles andere ist unerheblich. Deshalb sollte ein Mann als Kindergärtner oder Grundschullehrer oder eine Frau im Handwerk oder im Vorstand normal sein. Deshalb braucht es Menschen, die sowas vorleben. Jedem Kunden, dem du das zeigst, lernt für sich persönlich dazu. Ich würde das mit einem stillen Vergnügen und Gelassenheit machen.
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