Leben wie ein Mann: So geht’s

Tierney, Adobe Stock / Twitterperlen Illustrations

Einmal im Leben Mann sein! Wahrscheinlich hatte diesen Gedanken jede Frau schon mal. Das Leben wäre so viel einfacher, oder? Kein Gender-Pay-Gap, keine Angst beim nächtlichen Gang durch den Park, keine drohende Altersarmut wegen unbezahlter Care-Arbeit, keine Benachteiligung bei Beförderungen, sondern ungezwungenes Abkumpeln mit dem Chef beim Feierabendbierchen, während die Frau die Kinder versorgt.

Klingt vielleicht überzogen, aber Fakt ist: unsere Gesellschaft ist immer noch meilenweit von echter Gleichberechtigung entfernt. Auch wenn es in den letzten Jahrzehnten einige Fortschritte gab. Umso wichtiger also, dass wir Frauen zusammenhalten und uns unterstützen, wo wir nur können und im Alltag mal so selbstverständlich für unsere Rechte einstehen, wie Männer das tagtäglich tun. Threads-Userin @jetztgibtsbeef_fotografie hat ihre Community nach den besten Mikrofeminismus-Momenten im Alltag gefragt und ihre eigenen Lieblinge geteilt. Wir haben die besten Antworten für euch gesammelt mit der dringenden Aufforderung, euch davon einiges abzuschauen und nachzumachen!

Dropt mal eure liebsten im Alltag. Ich liebs davon zu lesen und mir was abzuschauen. Was ich zb gerne mache: Microfeminismus-Aktionen Nenne Frauen bei Ehepaaren in der Anschrift immer zuerst. ich weiche auf dem Gehweg Männern nicht mehr automatisch aus, wenn sie auch keine Anstalten dazu machen Manspreading im öffentlichen Raum, v.a. neben Männern, die das auch tun fremden Frauen einfach Komplimente machen, wenn ich was richtig nice finde, statt es mir nur zu denken

So sieht Support aus

Egal für was ich jemanden beauftragen muss, aus Prinzip bekommt die Frau den Auftrag. Immer. Heizungsinstallateurin, Elektrikerin, Mechanikerin, Malerin, SEO Managerin.

Die Gesichter würden wir gerne sehen

Arbeite in einer Männerdomäne, wenn einer mal pissig ist, frage ich ihn wieso er wieder so emotional ist, wegen nichts. wieder verrückt spielen. ob seine Hormone

Finden wir gut!

Verwende bei allen "Gott"-Phrasen immer die "Göttin" Version.

Richtig so!

Ich rede explizit über MÄNNERfußball.

Danke dafür

Wenn ich in den Öffis merke, dass ein Mann irgendeine Frau ekelhaft anstarrt, stelle ich mich vor ihn, blocke seine Sicht und starre manchmal zurück (wenn es nicht riskant für mich ist)

Sehr lustiger Move

Muffige Männer im Alltag mit „Schätzelein“ anreden und ihnen sagen, sie sollten doch mal lächeln, dann wären sie hübscher. Wenn sie dann lächeln, sagen: nee... doch nicht! Und weiter gehen.

Generisches Femininum for the win

Ich verwende immer die weibliche Form, insbesondere bei Berufen. Die Blicke sind oft unbezahlbar

Dass es so Leute noch gibt

Was auch nett ist. Hab jetzt eine Stelle übernommen, die fast 40 Jahre von einem Mann geführt worden war. Stand mit meiner Aushilfe (m. Und älter) zusammen um den Tag zu besprechen, kam ein Kunde an und sprach ihn an, ob er der neue wäre. Trotz Hinweise von uns, dass ich die neue wäre, wurde ich komplett übersehen und er konsequent angesprochen. WTF?

Besonders den ersten Punkt lieben wir

Kinder immer fragen wo denn der papa ist. Immer den vater zuerst anrufen bzw in die Verantwortung nehmen. Ebenfalls nicht mehr ausweichen, frauen immer zuerst nennen, immer die weibliche Berufsbezeichnung verwenden

Nailed it!

Wenn ich Serviceberichte anfertige, nutze ich die weibliche Form, außer der Fehler wurde durch Dummheit hervorgerufen, dann die männliche Form

Sowas versüßt den Tag

Ich habe angefangen, Frauen auf der Straße Komplimente zu machen. Girls Support Girls you know. Ich gehe bei Geschäftsführenden immer davon aus, dass es eine Frau ist. Ich ignoriere Männer, die auf mich ungut wirken. Ich mache ihnen keinen Platz, sehe sie nicht an, behandle sie wie Luft. Erstaunlich wie gut das wirkt.

Er weiß, wie's läuft

Mein Sechsjähriger verwendet bei Menschen, die in der Wissenschaft arbeiten, grundsätzlich nur die weibliche Form ("wenn ich groß bin, werde ich Wissenschaftlerin", "im Labor arbeiten Wissenschaftlerinnen", "Schau, ein Versuch, wie von einer Wissenschaftlerin"), und nur bei dieser Berufsgruppe. Ich hab keine Ahnung warum er das macht - aber ich lieb's & werd den Teufel tun, ihn zu korrigieren.

Und alle Mütter werden es dir für immer danken

Als ich noch Schulkeiterin war, bei Problemen die Papa-Nummer wählen.

Die abschätzigen Kommentare, wenn die Elternzeit nicht lang genug ist, sind aber inklusive, oder?

Verwende die weibliche Form. Zb bei Bundeskanzlerin Merz. Frage werdende Väter wie lange sie Elternzeit nehmen und ob sie sich wirklich so früh von ihren Kindern trennen können und wie viele Stunden sie nach der Elternzeit denn so einsteigen werden. Plus alles was du machst
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