
Mit der täglichen Arbeit ist das so eine Sache. Man probiert im Berufsalltag meist sehr viel aus, bis man dann irgendwann (hoffentlich) den passenden Job für sich gefunden hat. Eine Arbeit, zu der man sich nicht jeden Tag aufs Neue quälen muss, sondern eine Tätigkeit, die einen zumindest in einem gewissen Maße erfüllt und sinnstiftend wirkt. Die man, das mag für einige hier überraschend oder gar abwegig klingen, sogar gerne macht. Klar, in jedem Job gibt es auch schlechte Tage, und am Ende tut man das Ganze sicherlich in erster Linie für das Geld auf dem Konto.
Womit wir auch schon beim eigentlichen Thema sind, denn auf dem Konto des Reddit-Users unserer heutigen Beichte könnte es bald mehr klingeln als sonst. Warum ihm das jedoch extreme Bauchschmerzen bereitet und wie es überhaupt zu seiner neuen Führungsposition gekommen ist, erfahrt ihr nun in unserem Beitrag.
Mein Chef hat im Kalender nur „Weiterbildung, von HR genehmigt“ gesehen und nie nachgefragt. Seitdem war ich auf fünf Modulen, hatte ein Coaching und ein 360-Grad-Feedback, für das ich meine zwei Kollegen aus der Buchhaltung gebeten hab, Fragebögen über meine „Führungswirkung“ auszufüllen. Die haben gelacht und mir überall die volle Punktzahl gegeben — 6/11
Das Telefonat ist Dienstag. Abschluss ist Donnerstag.
Und das Bescheuerte ist: Ich will die Stelle mittlerweile wirklich. Klar, es wäre mehr Geld, aber darum geht’s mir gar nicht so sehr. Ich hätte zum ersten Mal seit Jahren einen Job, in dem ich morgens nicht schon um halb zehn alles erledigt hab. Ich hätte Leute, die mich was fragen, Termine, die wichtig sind, irgendwas, worauf ich Lust hab. — 9/11
In den 15 Monaten hab ich mich ehrlich gesagt mehr reingehängt als in meinem eigentlichen Job in den letzten fünf Jahren zusammen. Und jetzt fliegt das alles wegen eines Telefonats auf und ich sitze nächsten Monat wieder da und warte auf die Rechnung von den Stadtwerken, nur dass dann jeder im Konzern weiß, warum. — 10/11
Kommentare und Reaktionen:
Klingt fast wie eine neue Staffel der Comedy-Fernsehserie „Stromberg“, oder? Eigentlich irre, dass so eine Verwechslung nicht viel früher auffliegt. Doch was soll der Angestellte nun tun? Die Antworten der Community sind da ziemlich eindeutig. Und zwar nicht so, wie ihr vielleicht zuerst gedacht habt.
Du bedankst dich zunächst dafür, dass nach Jahren harter Arbeit dein Talent erkannt wurde und freust dich über die Chance, die sie dir geboten haben. Als du die Mail zur Einladung des Talentprogramms bekommen hast, musstest du erstmal ein paar Tränen wegdrücken, weil du es als wahnsinnige Ehre empfunden hast, dafür ausgewählt worden zu sein. Dein besonderer Dank gilt natürlich HR, die dir das möglich gemacht haben. Die Firma kann sich sicher sein, dass du ihr Vertrauen nicht enttäuschen wirst.
Dann fragst du nach, warum sie überhaupt mit dir sprechen wollten und um was für eine Verwechslung es gehen soll.
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