
Die Redewendung „Arbeit ist das halbe Leben“ haben wir doch alle schon irgendwann mal gehört, oder? Meist dient sie dazu, zu verdeutlichen, dass der Bereich Arbeit einen nicht unerheblichen Teil unseres Lebens einnimmt – und damit auch einen großen Teil der uns verbleibenden Zeit. Es geht also darum, inwieweit Arbeit – neben dem Hauptzweck zur Existenzsicherung und finanziellen Absicherung – auch an sich zur Lebensqualität beiträgt – oder dieser schaden kann. Denn Arbeit sollte in unserem Leben im besten Fall aus mehr als nur dem Lohn bestehen, der am Monatsende das Minus auf unserem Konto ausgleicht. Für manche von uns sind soziale Beziehungen zu den Kolleginnen und Kollegen oder auch zu Kundinnen und Kunden mitentscheidend, für andere eher eine möglichst sinnstiftende Tätigkeit selbst.
Passend zu dieser Thematik hat ein Reddit-User nun gebeichtet, dass er für einen Job bezahlt wird, den er im Prinzip gar nicht mehr ausführt, weil er diesen automatisiert hat. Moment, wo liegt denn da das Problem? Das klingt doch nach dem heiligen Gral aller Arbeitnehmer, oder? Warum ihn aber gerade deshalb ein schlechtes Gewissen plagt und welche Sorgen ihm die Situation bereitet, lest ihr jetzt.
Vor etwa zwei Jahren haben wir auf ein neues System umgestellt. Während der Umstellungsphase habe ich mir im Homeoffice beigebracht, meine kompletten wöchentlichen Aufgaben mit ein paar Python-Skripten zu automatisieren. Früher habe ich für die Berichte und Datenpflege etwa 35 bis 38 Stunden pro Woche gebraucht. — 2/7
• Ich habe sogar angefangen, ein Fernstudium in einem völlig anderen Bereich zu machen – während der Arbeitszeit.
Warum ich mich schlecht fühle:
Mein Chef lobt mich regelmäßig für meine „Zuverlässigkeit“ und meine „präzise Arbeitsweise“. Ich habe letztes Jahr sogar eine Gehaltserhöhung bekommen. — 5/7
Kommentare & Reaktionen:
Luxusproblem oder nachvollziehbare Sorgen? Die Situation des Users klang im ersten Moment ja nahezu traumhaft. Wenn man jedoch die ganze Beichte gelesen hat, kann man durchaus verstehen, wieso ihm dieser Umstand Probleme bereitet und zum Nachdenken bringt. Wie soll er reagieren? Die Reddit-Community zeigt Verständnis und liefert direkt Lösungsvorschläge.
Ist ja eigentlich nicht sein Problem …
Klingt doch recht vernünftig, oder?
Wäre ein gangbarer Mittelweg
Ja, eigentlich läuft es wirklich
Versetz dich in die Lage von Maschinenbedienern: Die hocken 8h vor einer oder mehreren Maschinen und drehen däumchen, Hauptsache die Maschine läuft. Solange bei dir alles läuft, mach dir keine weiteren Gedanken, das ist bei manchen Berufen der Standard. Der Chef ist zufrieden, wenn alles glatt läuft.
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