
Ja, ja, das Oktoberfest ist teuer, anstrengend und außerdem in Bayern. Aber mal von den negativen Aspekten abgesehen, verschlägt es ja doch überraschenderweise jedes Jahr die ein oder andere Person auf diesen organisierten Vollsuff. Wir haben dem Wiesn-Spektakel längst den Rücken gekehrt, seit man im Festzelt nicht mehr rauchen darf, aber dieses Jahr haben wir uns redaktionsintern die Frage gestellt, ob es nicht den ein oder anderen Grund gibt, dem Ganzen doch noch eine Chance einzuräumen.
Wenn es euch genauso geht, haben wir was für euch. Hier kommen 10 Gründe, dieses Jahr doch noch das Oktoberfest zu besuchen!
#10: Bayerische Traditionen ausleben (Komasaufen und das, was der prüde Kollege rausgestrichen hat)
Mia san mia! Ja, ja, das lassen wir uns von der woken Leitkultur nicht kaputtmachen. Im restlichen Deutschland mag man gendern und Frauen ein Wahlrecht geben, aber bei uns ist die Welt noch in Ordnung. Komasaufen gehört eigentlich in die Schule, aber für den einen oder anderen unter euch machen wir ger eine Übungsrunde auf Deutschlands größtem Volksfest!
#9: Naheliegend: Drogenhandel
No-brainer. Treffpunkt Kotzhügel, ihr Lieben!
#8: Endlich das überflüssige Geld loswerden
Geringverdiener: weghören. Aber es gibt einfach Leute mit RICHTIGEN Problemen in diesem Land. Das hat man nun davon, dass man sich sieben Teslas in die Garage gestellt hat. Jetzt ist der Strompreis unten und man kann nicht mal eben 150 Euro für die Tankfüllung hinblättern. Wo bleibt da der Spaß, fragen wir euch!
Pfft, wenn auch ihr dieses Problem habt, dann trefft uns doch am Samstag im Käferzelt. Wir halten euch ein vergoldetes Plätzchen frei …
#7: Kotzhügel-Rodeln
Es hat schon einen Grund, warum Bayern beim Wintersport regelmäßig ganz vorne mit dabei ist. Üben, üben, üben. Da kommt so ein schön rutschiges Gelände ganz recht. Nebenbei lernt man Land und Leute kennen und kann sich am Paarungsverhalten anderer erfreuen. Ein Spaß für die ganze Familie!
#6: Eigentlich egal, Hauptsache weg von der Familie
Klar liebt Jochen, 32, Marketingchef in irgendeiner mittelständischen Bummsbude, seine Familie. Aber gerade waren Sommerferien und auch der impotenteste Mann braucht mal eine Pause vom anstrengenden Vaterdasein. Zum Glück sind Kinder in den Zelten nicht erwünscht. Und wenn wir ehrlich sind: eigene Partnerinnen auch nicht. Man bringt ja auch nicht das eigene Bier mit …
#5: Die vollgepisste Lederhose von letztem Jahr nicht auskriegen
Keine Ahnung, welche Chemie hier wirkt, aber eine Lederhose, die mit Urin in Kontakt kommt, härtet bekanntlich in Sekundenschnelle zu einer betonartigen Konsistenz aus. Das ist 49 Wochen im Jahr unangenehm, zugegeben. Aber irgendwie auch ein Zeichen! Falls ihr also noch in der Hose vom letzten Jahr klemmt, ist dies euer Signal, nach München zu pilgern.
#4: Upskirting ausprobieren
Knifflig. Einerseits ist das Filmen und Fotografieren unter den Rock fremder Frauen strafrechtlich verboten, menschlich unter aller Sau und absolut widerwärtig. Andererseits geht die Männerdiskriminierung auch einfach ein bisschen zu weit, oder? Überall hat man als Mann das Nachsehen. Aber das ist ein anderes Thema. Was ich eigentlich sagen wollte: Wir sehen uns am Teufelsrad.
#3: Prothesen-Bingo im Fundbüro
Hand hoch, wer keine Freude an einer nächtlichen SpiegelTV-Doku über das Wiesn-Fundbüro hat. Oder halt Fuß, wenn man keine Hand hat. Apropos, im Fundbüro des Volksfestes sammelt sich der Bodensatz, der nicht in die Ausnüchterungszellen passt. Also Geldbeutel, Taschen, Gebisse, Prothesen und Haustiere. Viel Spaß mit diesem Geheimtipp!
#2: Partnerkarussell fahren
Klar, sich vor Publikum von einem Riesenrad zu erbrechen, ist eigentlich schon Fun genug. Aber noch besser wird es, wenn man einfach mal etwas ganz anderes austestet: das Partnerkarussell, auch bekannt als Restevög… Ach, ihr wisst schon, was gemeint ist.
#1: Endlich mal wieder gute Musik hören
Was reimt sich auf „geiler“? Geeeeenau! Layla! Und wo die wunderschöne Puffmutter ist, da ist deutsche Hochkultur nicht weit. Gerade jetzt, wo Karneval vorbei ist und Après-Ski vom Klimawandel zerstört wurde wie die Zustimmungswerte der CDU, klafft eine schmerzliche Lücke in der deutschen Musikszene. Oktoberfest to the rescue!
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