Zwei Eltern, null Plan: Wohin mit dem schlechten Gewissen?

Wir, die Kinder und der Wahnsinn:

Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder … Ach, wem machen wir was vor? Deswegen schreiben Manuela und Isumi hier jede Woche abwechselnd über die heranwachsenden Herausforderungen – ihre Kinder. Begleitet uns durch ein Leben zwischen Schuhebinden, Zahnputzkampf und Doktorspielen.

Alle, die hier schon mal einen Elternbeitrag von mir gelesen haben, wissen, was als Erstes kommt. Genau dieser eine Satz, der da einfach stehen muss: Ich liebe meine Kinder, aber … Dabei soll es heute weniger um sie gehen als um mich und mein Gewissen. Denn es gibt jede Woche Tausende Dinge, die an ihm nagen und mir Schuldgefühle verursachen. Es fängt an, wenn ich den Kleinen mit laufender Nase in den Kindergarten bringe, obwohl er viel lieber zu Hause geblieben wäre. Weiter geht es mit den Hausaufgaben der Großen, die abends noch gemacht werden müssen, obwohl alle Beteiligten wissen, dass jetzt wirklich niemand mehr was lernt.(Außer doe Tochter neue Schimpfwörter von mir) Und dann wären da noch die eigenen Bedürfnisse, die mit denen der Kinder kollidieren … Denn vielleicht will ich einfach nur fünf Minuten in Ruhe an mein Handy, statt zum dritten Mal dieses verd“§$&§ Petterson-Buch vorzulesen. Und vielleicht mag ich jetzt nicht zum siebten Mal die „wirklich spannenden“ Geschichten meiner Tochter von letzter Woche hören, bei denen ich auch noch selbst vor Ort war, sondern einfach nur in Ruhe meinen Kaffee genießen?

Bin ich deswegen ein schlechter Papa? Ich weiß es nicht … Denn es gibt ja kein festgeschriebenes Regelwerk, das all diese Bedürfnisse verbindlich regelt. Und je älter die Kinder werden, desto mehr regelt es sich von allein. Bald werden sie keine Geschichten mehr erzählen wollen und nur noch in einsilbigen Halbsätzen antworten, und auch der gute alte Petterson wird dann für immer im Regal verschwinden. Huch, wieso wird mir jetzt so schwer ums Herz? Ich muss los und dringend was erledigen! Ihr könnt in der Zeit ja mal schauen, was die anderen Eltern und Kinder in der Zeit getrieben haben.

Ab zur Familientherapie

Wie kann man sich darauf vorbereiten?

habe angst vor dem moment wo ich ein kind habe und irgendwo in der öffentlichkeit sitze und das kind sowas sagt wie mama wie funktioniert strom und alle um uns herum sitzenden gucken mich dann erwartungsvoll an

Guter Deal

Das Kleinkind wollte gerade einkaufen spielen. Also haben wir aufräumen mit einkaufen kombiniert. Sie hat mir Sachen „verkauft" und wieder weggeräumt. Ich hab bezahlt. Mit 10 Dollar. irgendwie kein Euro.) Als sie meinen Einkauf verräumt hat, fragt sie „Und wie viel kostet du, Mama?" Kurze Existenzkrise meinerseits. Dann fragt sie aber „Wie viel Geld möchtest du zurückhaben?" Wenn Einkaufen immer so laufen würde, ich wär jeden Tag im Laden. Hab 10$gegebe

Ohren zu und durch

Mein Lieblingstipps an Mamas, die überreizt sind, weil das Baby viel schreit: noise cancelling Kopfhörer und nebenbei ein Hörbuch oder einen Podcast hören. Das hilft dir Ruhe zu bewahren und das eigene Nervensystem zu regulieren. Und bei langen Einschlafbegleitungen auch einen Kopfhörer im Ohr und nebenbei was anhören.

Das übernehmen wir so

Sagt ihr Fotoapparat oder Fotokamera? Mein Kind (6) nannte es gerade Fotokamerad und ich finde das sehr schön.

Ehrlichkeit tut manchmal weh …

Ich habe K1 gerade gefragt wie er meinen neuen Pyjama findet. Seine Antwort „Mama du bist VIEL zu dick, da guckt dein Bauch raus" Ich, 26 Jahre, sehr schlank mit einem bauchfreien Oberteil wurde einfach von meinem 3 jährigen Sohn gedisst

Höflich, aber distanziert

Ich habe vor kurzem im Wohnzimmer genossen. Habe dann aus allen Ecken des Hauses Nachrichten mit „Gesundheit" aufs Handy bekommen. Jetzt mal ehrlich. Alles andere ist doch nicht Niesen

Stellt euch das mal vor

Schulleiter: „Ihr Kind verursacht Probleme in der Schule." Ich: "Mein Kind verursacht auch zu Hause Probleme - habe ich Sie deshalb jemals angerufen?"

Der älteste Trick der Welt

Meine Tochter kam mal aus der Schule und meinte "heute gab es Hühnerfrikassee, das war voll lecker!"* Also hab ich in der Woche darauf Hühnerfrikassee gekocht und veganes "Huhn" (Like Chicken) dafür gekauft und nachdem meine Tochter das gegessen hatte, meinte sie: "Ja war ganz ok, aber das hat mir doch zu stark nach Huhn geschmeckt." What

Liebe Grüße an Herrn Merz!

Ein Halbtagsjob plus zwei Kinder ist ein Ganztagsjob.

Jugendamt ist informiert

Gestern Nachmittag gab es im Kindergarten Amerikaner. Mein Kind wollte nicht und hat lieber weiter im Sandkasten gespielt. Begründung: "Ich bekomme zu Hause genug Süßigkeiten." Wirft das jetzt ein gutes oder schlechtes Licht auf uns?

Der Klassiker

Kind krank. Vorstellung: Kind liegt im Bett und schläft, während ein Elternteil liebevoll am Bett sitzt, Fieber misst und den Kopf streichelt. Realität: Kind, dass heute Morgen nicht in die Kita konnte weil krank, tanzt um 10.30 Uhr quietschfidel durchs Haus, hat Hunger und entwickelt ungeahnte Energielevel wie ein Duracell-Hase. Wer kennt es?

Damit ihr was zum Nachdenken habt!

Der Dreijährige hat zwei Sprüche gemixmatcht und aus "Farben sind für alle da" und "Fehler sind Helfer" mit absoluter Überzeugung "Fehler sind für alle da" gemacht. And I think thats beautiful true
Profilbild von Isumi Naka, Redakteur bei Twitterperlen
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