
Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder … Ach, wem machen wir was vor? Deswegen schreiben Manuela und Isumi hier jede Woche abwechselnd über die heranwachsenden Herausforderungen – ihre Kinder. Begleitet uns durch ein Leben zwischen Schuhebinden, Zahnputzkampf und Doktorspielen.
Sommerferien! Das Wort allein reicht, damit bei mir zu Hause die Lautstärke automatisch um 200 Dezibel steigt. Kein Wecker, keine Hausaufgaben, nur Tage, die sich anfühlen wie schmelzendes Stracciatellaeis in der Waffel. Und mittendrin mein Fünfjähriger, frisch motiviert, endlich sein eigenes kleines Reich (die gesamte Wohnung) zu regieren.
Neuerdings verhandelt er wirklich alles. Zähneputzen? Nur, wenn er Zeit, Ort und Person bestimmen darf, die putzt. T-Shirts? Nur die roten, egal, ob es regnet oder die Sonne brennt wie in der Sahara. Ich erkläre, ich argumentiere, ich seufze und schaue auf die Uhr an der Wand: 08:30 Uhr! Und er? Er hört freundlich zu, nickt und macht dann das Gegenteil von dem, was ich will. Jedes Mal, ausnahmslos.
Ich bin ehrlich, am Anfang hat mich das wahnsinnig gemacht. Mittlerweile bewundere ich es fast ein kleines bisschen. Diese Geradlinigkeit, dieser Wille, keine Sekunde Selbstzweifel im Blick. Ich, erwachsen, mit grauen Haaren und festem Job, wünsche mir manchmal genau diese Sturheit für mich selbst zurück. Vielleicht ist er mein bester Ferien-Coach, ganz ohne es zu wissen. Und mit dieser kleinen Erkenntnis starte ich mit euch in die schönsten Familiengeschichten dieser Woche!
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