Zwei Eltern, null Plan: Lesson learned

Wir, die Kinder und der Wahnsinn:

Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder … Ach, wem machen wir was vor? Deswegen schreiben Manuela und Isumi hier jede Woche abwechselnd über die heranwachsenden Herausforderungen – ihre Kinder. Begleitet uns durch ein Leben zwischen Schuhebinden, Zahnputzkampf und Doktorspielen.

Sommerferien! Das Wort allein reicht, damit bei mir zu Hause die Lautstärke automatisch um 200 Dezibel steigt. Kein Wecker, keine Hausaufgaben, nur Tage, die sich anfühlen wie schmelzendes Stracciatellaeis in der Waffel. Und mittendrin mein Fünfjähriger, frisch motiviert, endlich sein eigenes kleines Reich (die gesamte Wohnung) zu regieren.

Neuerdings verhandelt er wirklich alles. Zähneputzen? Nur, wenn er Zeit, Ort und Person bestimmen darf, die putzt. T-Shirts? Nur die roten, egal, ob es regnet oder die Sonne brennt wie in der Sahara. Ich erkläre, ich argumentiere, ich seufze und schaue auf die Uhr an der Wand: 08:30 Uhr! Und er? Er hört freundlich zu, nickt und macht dann das Gegenteil von dem, was ich will. Jedes Mal, ausnahmslos.

Ich bin ehrlich, am Anfang hat mich das wahnsinnig gemacht. Mittlerweile bewundere ich es fast ein kleines bisschen. Diese Geradlinigkeit, dieser Wille, keine Sekunde Selbstzweifel im Blick. Ich, erwachsen, mit grauen Haaren und festem Job, wünsche mir manchmal genau diese Sturheit für mich selbst zurück. Vielleicht ist er mein bester Ferien-Coach, ganz ohne es zu wissen. Und mit dieser kleinen Erkenntnis starte ich mit euch in die schönsten Familiengeschichten dieser Woche!

Na, alles im Lot?

Mein Papa hat den Kindern gerade lange das Prinzip einer Wasserwaage erklärt. Die Kinder waren sehr interessiert. Jetzt flanieren sie zu dritt durch den Garten und schauen was nicht „im Wassr isch

Den spüren wir in unseren Knochen

hat einen neuen Rapper entdeckt. Sie hört ihn hoch und runter. X: Eure alte Musik ist so lahm. Dann spielt sie ihren Rapper ab Und ich singe mit". Shady please stand up... Der Blick, die Verzweiflung, unbezahlbar. Und ich habe es noch drauf.

Opa regelt

Bei uns gewittert es und das Kind hat Angst und kann so nicht schlafen gehen. Ich habe ihr natürlich erklärt, dass sie sicher sei zu Hause, aber nach zwei Sätzen meinte sie "Bitte ruf Opa an. Der ist ein echter Feuerwehrmann, der weiß das besser als du" Ja, Opa hat bestätigt, dass sie sicher sei und zack, Kind im Bett

Menschen, die die Welt braucht!

Erwachsene die merken, dass Kinder in der Nähe sind und kurz Rücksicht nehmen - egal ob beim Sprachgebrauch, im Straßenverkehr oder in anderen Alltagssituationen. Diese kleinen Gesten kosten nichts, zeigen aber viel. Danke, ihr seid toll!

Anfängerfehler!

Ich war stolz auf mich, dass in den Schulranzen der Kinder keine vergessenen Brotdosen drinnen waren.... hätte ich mal den Schwimmbad Rucksack ausgeräumt

Dafür sind große Schwestern da, oder?

Man weiß der Liebeskummer ist ernst, wenn die älteste Schwester mit 16 Jahren Altersabstand, einem sehr durchgetaktetem Leben - und zu der man eher sporadisch und vor allem schriftlichen Kontakt hat - sich telefonisch bei dir meldet und sich die Zeit nimmt, ausgiebig mit dir, dem Nesthäkchen, zu sprechen. Da sie auch noch Ärztin ist, fühle ich mich wie nach einer telefonischen Sprechstunde - auf jeden Fall aufgeräumter und in guten Händen

Wegen Momenten wie diesen, machen wir den ganzen Bumms!

Meine Tochter sagte gerade Folgendes zu mir: "Mama du bist einfach ster-nen-schön!" Ihr könnt mir heute gar nix mehr

Genießt euren Urlaub in vollen Zügen!

Ich sagte gerade in Hörweite unseres Sohnes (9) über ihn ". über ihn "...er darf so viel Eis essen wie er möchte". Er so: "Wirklich??". Und ich gucke ihn am und Frage "Sei ehrlich, wie viel Eis würdest du an einem Tag essen wollen?" - "Vielleicht so…..3?" Eben. Wir sind im Urlaub und am dir ist generell nichts dran du Bohnenstange. Ich hatte gerade einen Eiskaffee. Gönn dir

Wir schneiden uns mal eine Scheibe ab, wenn es Recht ist

Es gibt bei uns die Regel, dass es keinen richtigen Ärger gibt für Mist, den meine Tochter beichtet, bevor ich ihn herausfinde. Was ich damit bezwecken wollte: Vertrauensverhältnis um die Pubertät begleiten zu können Was ich erreicht habe: Kopfschmerzen und Mittäterschaft

Wer schneidet hier Zwiebeln?

Bonuskinder abgegeben. Ich sitze im Auto, weil mich die Mutter nicht mag. Das Kind hört man quer durch den Garten schreien: Tschüss andere Mama.

Ach Leute, wollten wir das nicht lassen?

Ich habe gerade ein Reel von einer Mutter mit einem 5 Monate (!) alten Mädchen gesehen. Für ein paar Sekunden hat man die nackten Beine des Kindes sehen können. Und in den Kommentaren tummeln sich - nein, mal ausnahmsweise keine Männer - Frauen, ab schätzungsweise mittleren Alters, die sich darüber auslassen, das Kind sei zu dick, zu fett, die Beine zu speckig. 5 Monate, ein ganz normales Baby. Diese Gesellschaft ist so abartig krank.

Unbedingt nachmachen!

Ich war heut im Aldi einkaufen. Im Gang ein heulendes Kind und eine genervte Mutter. Ich bin an ihr vorbei und hab nur gesagt "Ich kann das so nachvollziehen". Erst hat sie mich total verwundert angeguckt, bis ich auf mein Kind gezeigt hab, was 3 Meter weiter heulend beim Papa stand. Da hat sie gelacht geholfen

Falls sich jemand fragt, warum es Eltern so schwer haben …

Das Kind hat Wäsche aufgehängt. Trockene, gewaschene Wäsche. Die ich gestern abgehängt hatte. Den Korb mit der nassen Wäsche hat er stehenlassen. "Du hast gesagt, ich soll Wäsche aufhängen, genaue Formulierungen sind wichtig!
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