Wie man eine Freundschaft ruiniert – in zwei Schritten

Zwei junge Frauen wirken angespannt, eine blickt skeptisch zur Seite, während die andere überrascht auf ihr Smartphone schaut, vor einem bunten, grafischen Hintergrund mit Blitzsymbolen.
Drobot Dean, Adobe Stock / Twitterperlen mit KI

Eine gute Freundschaft – da sind wir uns sicher alle einig – ist Gold wert. Jemanden zu haben, den man jederzeit anrufen kann. Der oder die auch in schwierigen Situationen für einen da ist und nicht vorschnell urteilt. Eine Person, die einen kennt und von der man eine ehrliche Meinung bekommt. Einen Menschen, der unterstützt, wenn es in seiner oder ihrer Kraft steht. Wer so einen Freund oder eine Freundin in seinem Leben hat, sollte dieses Glück behüten und pflegen. Aber leider läuft es nun mal nicht immer so. Denn wie es einseitige oder toxische Liebesbeziehungen gibt, so gibt es eben auch ungesunde Freundschaften.

Threads-Userin @vaiva_adamkavicius hat sich gerade aus so einer ungleichen Beziehung gelöst. Denn eine Freundschaft kann nur existieren, wenn die Unterstützung des anderen nicht als selbstverständlich betrachtet wird. So schwer dieser Schritt war, so nachvollziehbar ist er, wenn man ihren Thread kennt. Eine Geschichte, die nichts mit Geld zu tun hat, aber sehr viel mit Wertschätzung und Dankbarkeit! Viel Vergnügen beim Lesen!

Es geht nicht um den Wert, es geht um die Geste

Zu Weihnachten erhielt ich von einer Freundin - inzwischen ehemaligen Freundin, eine Packung Tee von Teekanne. Überreicht wurde sie mit den Worten: „Ich habe dir etwas mitgebracht, als ich in Hannover war. Dort kommt Leibniz her, da gab es etwas, das es hier in München nicht gibt. Als Dankeschön für deine große Hilfe dieses Jahr."
Nach der Teepackung habe ich kaum noch - bis gar nicht, auf ihre Nachrichten geantwortet. Dann schrieb sie mir, dass auch ihre Mutter ein Geschenk für mich hätte. Wir gingen alle davon aus, dass die Mutter nachgefragt hatte, was sie mir geschenkt hat, und vermutlich etwas Passenderes besorgt hat. Das Geschenk der Mutter war Schrottwichteln. Irgendwelche Dinge wurden zusammengesammelt, die man selbst nicht mehr braucht als Dankeschön für meine Hilfe.
Von Sep. bis Dez. habe ich auf ihren Hund aufgepasst, nachdem sie keinen Hundebetreuer mehr hatte und zwar nicht nur gelegentliches Gassigehen, sondern eine vollständige Tagesbetreuung von Mo bis Fr. Dazu gehörten auch Hundeerziehung, da der Hund nicht erzogen war, sowie sämtliche Tierarztbesuche. Die Kosten dafür habe ich vorgestreckt. Durch mich hat sie das Geld für einen Hundebetreuer gespart, ich habe es unentgeltlich gemacht. Eine Wohnung hat sie auch durch mich bekommen.
Mir geht es hier nicht um die Teepackung oder das Schrottwichteln der Mutter, sondern darum, dass versucht wurde, mir Massenware als etwas Einzigartiges zu verkaufen, in der Annahme, ich würde das schlucken. Das empfinde ich ehrlich gesagt als Beleidigung meiner Intelligenz.
Der einzigartige Tee, den es angeblich nur in Hannover gibt.

Beim nächsten Mal dann

Freunde dich in Zukunft mit Leuten aus Aachen an. Da haben Lindt, Zentis und Lambertz ihre Werke, ansonsten gibt es Printen oder Senf aus der Monschauer Senfmühle.

So war es leider nicht

Hast du die Teepackung mal aufgemacht ? Ich war mal angefressen das mein Mann mir eine Packung Toffifee zum Geburtstag geschenkt hat und habe erst eine Woche später die Konzerte Tickets darin gefunden

Ein schwacher Trost, aber immerhin einer

Ich Wein hin- und hergerissen ob du ihr nun so wenig wert bist oder ihr Hund. Denk nur dran das du es für den Hund getan hast

Eine Plantage wär toll gewesen

ch empfinde auch EINE Packung Tee als Beleidigung für deinen ganzen Aufwand.

Verstehe das, wer will

Interessanterweise erwartet sie selbst ziemlich viel. Sie hat sich bei mir regelmäßig beschwert, sie bekäme zu wenig Trinkgeld. Ein Kunde hatte ihr 10 Euro gegeben, und sie war überzeugt, dass sie, weil es ein Nobelviertel ist, viel mehr bekommen müsste. Ich arbeite als Kosmetikerin - von ihr habe ich noch nie Trinkgeld bekommen Goề Sie hat ein sehr hohes Anspruchsdenken und ist nicht bereit, etwas zurückzugeben.

So liebevoll wie ein Sack voll Nägel

Wow. Den gibt es in jedem Supermarkt Safe ein spontanes Geschenk, irgendwas was sie noch zuhause hatte, als ihr eingefallen ist, dass man dir erst recht zum Dank ja eigentlich was schenken müsste. Richtig richtig mies.

Das Prinzip "Gebranntes Kind scheut das Feuer"

Es gibt immer wieder Leute, die Freundschaft und Hilfbereitschaft einfach nicht verdient haben. Auch ich habe eine solche Enttäuschung erlebt. Seitdem bin ich mit Freundschaften äußerst vorsichtig geworden.

Es geht nicht um den Wert, sondern um die Geste

Also ich würde mich dermaßen schämen mit sowas anzukommen. Ich hätte als mindestens nen Fresspaket vom Feinkost besorgt oder andere Sachen die du magst. Du hast ihr so den Rücken frei gehalten und dann das. Per se wäre es nicht mal nur der Wert, sondern auch die riesen große Lieblosigkeit und die Dreistigkeit. Würde auch meine Konsequenzen ziehen.
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